Sonntag, 7. Februar 2021

DAS SCHWEIGEN BÜRGERLICHER PHILOSOPHEN - sascha313

 

Nachdruck: https://sascha313.wordpress.com/2021/02/06/denk-blockaden-warum-schweigen-die-burgerlichen-philosophen-das-system-der-produktionsverhaltnisse/


Denk-Blockaden? – Warum schweigen die bürgerlichen Philosophen? Das System der Produktionsverhältnisse.


Erstellt am 6. Februar 2021 von sascha313


Wenn man die gegenwärtigen Diskussionen um die Coronamaßnahmen, die zunehmenden Einschränkungen der bürgerlichen Freiheiten verfolgt, wird sehr schnell klar, daß mittlerweile selbst die hellsten Köpfe all der Kritiker, der Freiheitskämpfer, irgendwie vor einer Wand stehen und eigentlich nur auf der Stelle treten. Auf der einen Seite bäumt sich die monströse Übermacht des Staates, unterstützt vom Chor der gleichgeschalteten Medien und sekundiert vom Denunziantentum all jener, die bedenkenlos alles für richtig halten, was ihnen angeordnet wurde. Auf der anderen Seite beraten, argumentieren und verbünden sich weltweit bürgerliche Wissenschaftler, Ärzte, Juristen und Mikrobiologen, um nicht nur die bürgerlichen Rechte und Freiheiten, sondern immer mehr, um auch die Würde der Menschen, ja – das gesamte historische Erbe von Generationen vor den verbrecherischen Plänen solcher selbsternannter „Transhumanisten“ wie Gates, Rockefeller, Claus Schwab und Co. in Sicherheit zu bringen. Und die bürgerlichen Philosophen schweigen. Etwas besseres hätten sie selbst auch gar nicht tun können…

Denn die bürgerliche Philosophie ist gescheitert! Doch nicht nur sie, sondern der ganze Kapitalismus ist gescheitert. Das Chaos ist unübersehbar. Und es gibt nichts Dümmeres, als dieses eigene Scheitern auch noch dem „Sozialismus“ oder den „Linken“ vorzuwerfen (denn die gibt es nun schon seit über 30 Jahren nicht mehr! Was sich da „Die Linken“ nennt, ist ein Anhängsel der Bourgeoisie)… Gehen wir nun der Sache auf den Grund!


Der gesellschaftliche Lebensprozeß der Menschen


Die größte Errungenschaft des marxistischen philosophischen Materialismus besteht darin, daß er eine materialistische Auffassung des gesellschaftlichen Lebens der Menschen und der geschichtlichen Entwicklung der menschlichen Gesellschaft herausarbeitete. Die materialistische Auffassung ermöglicht erst eine wissenschaftliche Erklärung der gesellschaftlichen Zusammenhänge und der Geschichte. Vor allem macht erst sie die Aufdeckung der wirklichen Triebkräfte und der grundlegenden Tendenzen der weiteren gesellschaftlichen Entwicklung möglich. Und erst dies gibt die Möglichkeit, daß der philosophische Materialismus die theoretische Begründung der größten welt­geschichtlichen Umwälzung, der sozialistischen Revolution der Arbeiter­klasse und ihrer Verbündeten, wird.

Die Welt ist materiell.


Das gesellschaftliche Leben der Menschen und ihre Geschichte sind ein Bereich der objektiven Realität. Freilich unterscheidet sich dieser Bereich grundlegend von allen anderen Bereichen. In ihm sind Menschen am Werke; nichts geschieht hier, ohne daß menschliche Individuen mit Bewußtsein, Wil­len und Zwecken handeln. Und doch steht dieser Bereich nicht außerhalb der materiellen Einheit der Welt. Der Marxismus-Leninismus bewies, daß auch das gesellschaftliche Leben der Menschen als eine der Formen der Bewegung der Materie aufgefaßt werden muß. Er zeigte so, daß auch in Bezug auf Ge­schichte und Gesellschaft die Einheit der Welt in ihrer Materialität besteht.

Was verstehen wir unter Materialismus?


Materialismus bedeutet in bezug auf die Gesellschaft zunächst, was er in bezug auf andere Bereiche der objektiven Realität auch bedeutet: Die Dinge und Erscheinungen so zu nehmen, wie sie sind, in ihren eigenen realen Zusammenhängen, nicht aber in konstruierten, erdachten, phantastischen. Eine wissenschaftliche Auffassung vom Menschen, von seinem Dasein in Gesell­schaft und Geschichte, darf nicht spekulativ vorgehen. Sie muß von den wirklichen Voraussetzungen von Gesellschaft und Geschichte ausgehen und muß nach den wirklichen Prozessen der gesellschaftlichen Entwicklung for­schen.

a)
Die Naturbedingungen des gesellschaftlichen Lebens
Zunächst ist ohne jeden Zweifel vorausgesetzt, daß die Menschen selbst, daß lebendige menschliche Individuen vorhanden sind. Das seinerseits verlangt, daß bestimmte Naturbedingungen gegeben sind und in der theoretischen Be­trachtung berücksichtigt werden.

Die Natur. Die erste dieser Bedingungen ist die den Menschen umgebende Natur. Sie umfaßt eine Vielzahl von Einzelbedingungen, die in der geschichtlichen Ent­wicklung für das Leben der Menschen in sehr unterschiedlicher Weise be­deutsam wurden oder werden: das Klima, den Boden und seine Fruchtbar­keit, den Wasserhaushalt der Natur, ihren Energiehaushalt, die verschiedenen biologischen Lebensformen und -prozesse, Bodenschätze aller Art, atmosphä­rische und kosmische Bedingungen.


Der Mensch löst sich in der geschichtlichen Entwicklung in steigendem Maße von der Herrschaft der Naturbedingungen, denen er vor einigen zehntausend Jahren noch vollständig unterworfen war. Dennoch aber bleibt er ein Teil der Natur. Er kann die Naturgesetze nicht umgehen. Er muß von den Naturgegebenheiten ausgehen, auch wenn er lernt, sie immer besser auszunutzen. Selbst in hochindustrialisierten Ländern kann dieser zwar geschichtlich modifizierte, aber dennoch immer vorhandene Naturzusammenhang sehr bedeutsam werden.


So erforderte der natürliche Mangel an Bodenschätzen, den wir in der DDR hatten, daß in unserer Volks­wirtschaft großer Wert auf die schnelle Entwicklung von modernen, intelli­genzintensiven Zweigen der Volkswirtschaft (vor allem auf die Entwicklung der chemischen Industrie, des Maschinenbaus, des wissenschaftlichen Geräte­baus, der Elektrotechnik und auf die ständig steigende Anwendung Industrie­mäßiger Produktionsmethoden in der Landwirtschaft) und auf die Festigung der internationalen Kooperation der sozialistischen Länder gelegt wird.
Ein anderes Beispiel für die Bedeutung der natürlichen Umwelt auch in hoch­industrialisierten Ländern sind die Schwierigkeiten der Wasserversorgung für die Produktion und für den persönlichen Bedarf, die es in fast allen In­dustrieländern gibt und deren Behebung außerordentlich große volkswirt­schaftliche Aufwendungen verlangt.


Der Mensch. Die zweite natürliche Voraussetzung aller Geschichte ist die natürlich-kör­perliche Existenz der Menschen selbst, die Existenz von Wesen mit einer bestimmten biologischen und physiologischen Konstitution. Auch in dieser Hinsicht bleibt der Mensch Teil der Natur, ein Naturwesen. Der genetische materiell-biologische Zusammenhang des Menschen mit der übrigen Natur kann· als nahezu lückenlos erwiesen gelten. Das fossile, vergleichend-anato­mische und -physiologische Material ist heute so erdrückend, daß dieser Zu­sammenhang des heutigen Menschen, des sogenannten Homo sapiens, mit dem Urmenschen und mit den fossilen vorzeitlichen Menschenaffen unbestreitbar ist. In diese Voraussetzung der natürlich-körperlichen Existenz der Menschen ist auch die ständige biologische Reproduktion der menschlichen Gattung ein­geschlossen. Die Fortpflanzung der Menschen und damit eine bestimmte Bewegung der Bevölkerung gehört also mit zu den wichtigsten Voraus­setzungen des Geschichtsprozesses und wird. in zunehmendem Maße von diesem selbst wieder beeinflußt.


Das wissenschaftliche Denken


Keine philosophische Theorie vom Menschen und von der gesellschaft­lichen Entwicklung kann von diesen realen Ausgangspunkten oder Natur­bedingungen, des gesellschaftlichen Lebens absehen, wenn sie eine wissen­schaftliche Theorie und keine bloße Spekulation oder Phantasie sein will. Diese Einsicht erscheint heute oft als selbstverständlich. Aber sie hat sich erst in den letzten 200 Jahren im erbitterten Ringen der Wissenschaften und der materialistischen Philosophie gegen idealistische und religiöse Vorurteile durchgesetzt! Auch heute noch muß dieser Kampf gegen theologische Rich­tungen geführt werden, die das Dogma der Gottesebenbildlichkeit des Men­schen über eindeutige wissenschaftliche und philosophische Beweise stellen. Dennoch aber kann der Prozeß der gesellschaftlichen Entwicklung aus den erwähnten Bedingungen nicht erklärt werden.

Unwissenschaftliche Ideen


Es gibt ausgesprochen unwis­senschaftliche philosophische Geschichtskonstruktionen, die, von der domi­nierenden Bedeutung der natürlich-geographischen Umwelt, der Bevölke­rungsdichte oder anderer biologischer Faktoren für die gesellschaftliche Ent­wicklung ausgehend, zu völlig falschen und reaktionären Theorien kommen. Hierzu seien genannt:

Zunächst
die geographische Richtung in der Sozial­theorie, die von der dominierenden Rolle geographischer Faktoren in der gesellschaftlichen Entwicklung ausgeht. Sie bildete sich in der englischen und französischen Aufklärungsphilosophie heraus und spielte ursprünglich eine progressive Rolle, da sie sich gegen den Feudalismus und die reaktionäre Feudalideologie richtete. Im entwickelten Kapitalismus und Imperialismus nahm sie reaktionären Charakter an, vor allem in Gestalt der „Geopolitik“, welche politische Bestrebungen und Kämpfe auf geographische Faktoren zu­rückführt. Diese spielte bei der „Begründung“ der Politik des Hitlerfaschis­mus (z.B. der „Volk-ohne-Raum-These) eine große Rolle und wurde dann auch zur Begründung der Weltherrschaftspläne des USA-Imperialismus be­nutzt.


Ferner sind die Bevölkerungstheorien zu erwähnen, die die gesellschaft­lichen Probleme auf das Wachstum der Bevölkerung zurückführten. Auch diese Theorien waren ursprünglich progressiv – beispielsweise bei den ersten englischen Nationalökonomen –, da sie sich gegen die feudale Landaristo­kratie richteten. Sie wurden aber bald apologetisch-reaktionär, vor allem bei Malthus, wo die Bevölkerungstheorie zur Rechtfertigung der Ausbeutung der Werktätigen diente. Auch in der heutigen imperialistischen Ideologie ist der „Neomalthusianismus“ verbreitet. Er wird benutzt, um die kolonialistische und neokolonialistische Politik zu rechtfertigen, um die kolonial oder ehe­mals kolonial unterdrückten Völker zu verunglimpfen und dient sogar der verbrecherischen Propaganda imperialistischer Ausrottungspolitik.


Schließ­lich muß der „Sozialdarwinismus“ erwähnt werden, eine reaktionäre Richtung, die sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte. Diese Richtung dehnt bestimmte biologische Erscheinungen (die ihrerseits einseitig-falsch interpre­tiert werden), beispielsweise den „Kampf ums Dasein“, mechanisch und will­kürlich auf die Gesellschaft aus. Dergestalt dient sie zur Begründung barba­rischer Rassenhetze und -politik oder auch zur Verschleierung der imperia­listischen Ausbeutungs- und Kriegspolitik, indem soziale und Kriegskonflikte auf angeblich niedere biologische Instinkte, auf Machtstreben u. dgl, m. zurückgeführt werden.
Die bisher genannten Bedingungen unterscheiden das menschliche Leben an sich noch nicht wesentlich vom Tierreich. Die Berücksichtigung dieser Be­dingungen ist zwar notwendig aber keinesfalls hinreichend für eine wissen­schaftliche philosophische Theorie vom Menschen und seiner Geschichte. Hin­sichtlich des Spezifischen des Menschen und seines gesellschaftlichen Lebens­prozesses ist damit noch nichts gewonnen. …

Die wechselvolle Geschichte der Menschheit


Aber der Mensch hat seitdem eine ungemein wechselvolle Geschichte durchlaufen. Er hat mehrere große Gesellschaftsordnungen wach­sen und untergehen sehen, die Urgemeinschaft, die Sklaverei, den Feudalis­mus. Heute geht die kapitalistische und imperialistische Ordnung unter, und in einem Teil der Welt hat bereits die sozialistische Ordnung gesiegt. Häufig und von Grund auf haben sich dabei die staatlichen und sozialen Verhält­nisse, die rechtlichen und moralischen Normen des Zusammenlebens der Menschen geändert. Der Mensch hat sich in dieser Zeit zum Beherrscher der Natur aufgeworfen. Seine Bedürfnisse sind grundlegend andere geworden. Er hat einen gewaltigen Reichtum an geistiger Kultur hervorgebracht.

Wodurch unterscheidet sich der Mensch vom Tier?


Das Spezifische des gesellschaftlichen Lebensprozesses des Menschen, die bewe­genden Kräfte und Charakteristika seines Geschichtsprozesses können also nicht in den Naturbedingungen und -anlagen des Menschen gesucht werden. Sie müssen vielmehr in seinem diese Naturbedingungen und -anlagen über­schreitenden Geschichtsprozeß selbst gegeben sein. Worin bestehen also die realen Unterschiede zwischen dem Menschen und dem Tier, worin bestehen die realen Prozesse, die den Menschen aus dem Tierreich herausheben und die seinem ganzen spezifisch-menschlichen, gesellschaftlichen Geschichtsprozeß zugrunde liegen?

b)
Die gesellschaftliche Arbeit,,Stoffwechsel“ zwischen Mensch und Natur
Wenn man an dieses Problem oberflächlich herangeht, kann man zu einer ganzen Reihe von Kurzschlüssen kommen.

*Die Menschen können begrifflich-logisch denken. Die Tiere können das nicht, auch wenn es weit entwickelte psychische Prozesse bei den Primaten gibt.
*Die Menschen lassen sich, neben anderem, von sittlichen Vorstellungen, Normenkodices usw. leiten, manche mehr, manche weniger, die einen von diesem, die anderen von jenem System
moralischer Prinzipien. Bei Tieren aber gibt es keine Moralkonzeptionen und keine schriftlich oder mündlich übermittelten Sittenkodices, obwohl es bei ihnen sehr komplizierte biologische Verhaltensordnungen gibt.
*Die Menschen besitzen religiöse Vorstellungen. Diese dürften sehr alt sein und in primi­tiven Formen in graue Vorzeiten zurückreichen. Tiere hingegen haben keine Religion.


Ist der Mensch ein freies Wesen?


So könnte man den Menschen vom Tier durch jedes dieser Momente oder durch mehrere oder alle zusammen unterscheiden und darauf eine Geschichts­konstruktion aufbauen. Man kann sich die Sache noch einfacher machen und aus dem Umstand, daß die gesellschaftlichen Lebensprozesse der Menschen nicht durch ihre Naturanlagen determiniert sind, schließen, daß die Menschen· überhaupt „nicht festgelegte“ Wesen sind, daß sie sich ihre gesellschaftlichen Lebensformen, ihr Recht, ihre Sittlichkeit, ihre Kultur „frei“ im Sinne völliger Willkür, im Sinne willkürlicher Vorsätze machen. Diese These ist gegen­wärtig beispielsweise in der existentialistisch orientierten sogenannten philo­sophischen Anthropologie in Westdeutschland verbreitet.

Der Mensch ist ein Produkt der Gesellschaft


All diese Konzeptionen sind jedoch, theoretisch gesehen, mehr als un­befriedigend, weil sie die gestellte Frage nicht beantworten, weil sie keine Erklärung des Geschichtsprozesses geben, weil sie die Lösung des Problems nur vortäuschen. Gefragt ist nach den realen, wissenschaftlich faßbaren Pro­zessen, die das spezifisch Menschliche und die geschichtliche Entwicklung des gesellschaftlichen Lebens ausmachen. Denken, Religion, Moral usw. müssen in ihrer historischen Genesis und in ihrer historischen Wirksamkeit erklärt werden. Ebenso muß erst einmal erklärt werden, auf Grund welcher Um­stände die Menschen sich von der engen, für das Tier charakteristischen De­terminiertheit durch ihre Naturanlagen befreiten.

Welche Rolle spielt die menschliche Tätigkeit?


Denken, Religion, Moral spielen im gesellschaftlichen Leben und in der Geschichte unzweifelhaft eine große Rolle. Aber bevor die Menschen sich mit Religion und Moral, mit Denken und Politik beschäftigen können, müssen sie leben, müssen sie essen, trinken, wohnen, sich kleiden, für ihre Nachkommen sorgen. Die hierfür lebensnotwendigen Güter müssen sie erst herstellen, produzieren. Folglich ist die Produktion lebensnotwendiger materieller Güter zur Befriedigung der Bedürfnisse und damit die Erzeugung neuer Bedürfnisse die erste geschichtlicbe Tat der Menschen.

Der Einfluß der Arbeit auf Sprache und Denken


Die Frage nach dem Unterschied zwischen Mensch und Tier läuft also primär auf die Frage hinaus, wie der Stoffwechselprozeß der Menschen mit ihrer Umwelt beschaffen ist. Dieser Stoffwechsel wird durch die Produktion und Reproduktion materieller Gitter charakterisiert, die die Menschen selbst bewerkstelligen. Die gesellschaftliche Arbeit – denn die Arbeit ist von Anbeginn an ein Prozeß, worin die menschlichen Indivi­duen zugleich kollektiv zusammenwirken – kennzeichnet am meisten die spezifische Art und Weise, in der sich die Menschen ihre Umwelt aneignen. Hierin liegt die erste und grundlegende Tatsache des Geschichtsprozesses. Mit der Arbeit, auf der Grundlage des Gebrauchs von Arbeitsmitteln, der Verrichtung entsprechender Operationen, der kollektiven Zusammenarbeit und des gegenseitigen Austauschs, bilden sich Sprache und Denken heraus.

Der gesellschaftliche Arbeitsprozeß


Der Arbeitsprozeß überhaupt, als zweckmäßige Tätigkeit des Menschen zur Herstellung von Gütern, die der Befriedigung seiner Bedürfnisse dienen, ist allgemeine Bedingung und Hauptcharakteristikum des Stoffwechsels zwischen Mensch und Natur, ewige Bedingung des menschlichen Lebens, unabhängig von den einzelnen Gesellschaftsformationen, ihnen allen gleich gemeinsam. [23] Dabei darf die Arbeit nicht nur unter dem Aspekt gesehen werden, daß sie unumgänglich notwendige Existenzbedingung der Menschen, Bedingung für die Erhaltung und Fortpflanzung der Menschen als Individuen und als Gat­tung ist. Dieser Aspekt der Arbeit ist natürlich wichtig. …

Die Menschen machen ihre Geschichte…


Schließlich ist der Arbeitsprozeß auch in folgender Hinsicht von entschei­dender Bedeutung für das gesellschaftliche Leben der Menschen. Vom Cha­rakter der Arbeit, von ihrer spezifischen Beschaffenheit in den verschiedenen Phasen ihrer geschichtlichen Entwicklung, von der jeweiligen Art und Weise, in der sich die Produktion vollzieht, hängt die Beschaffenheit aller übrigen gesellschaftlichen Erscheinungen und Beziehungen ab. Die intellektuelle Tätigkeit der Menschen, ihre weltanschauliche, politische und moralische Vor­stellungswelt haben ihre Grundlage, ihre entscheidenden Triebkräfte und ihre Kriterien in der jeweils bestimmten Weise der materiellen Produktion und Reproduktion.

Eine wissenschaftliche Betrachtungsweise


Wir sagten, daß eine wissenschaftliche Auffassung von den gesellschaft­lichen Zusammenhängen der geschichtlichen Entwicklung des menschlichen Lebens nicht von Spekulationen ausgehen darf, sondern von den wirklichen Menschen, von lebendigen Individuen. Von ihnen kann man sich aber nur eine richtige Vorstellung bilden, wenn man versteht, daß sie sich in einem gesellschaftlich-praktischen Verhältnis zur Welt befinden, in dem sie sich als Subjekte setzen, die, mit Bewußtsein, Willen, Gefühlen und Zwecken han­delnd, die Welt verändern und sie sich anpassen. Dieses gesellschaftlich-praktische Verhältnis aber ist bestimmt als die konkrete Art und Weise der materiellen gesellschaftlichen Produktion und Reproduktion. So ist der Mensch in der Tat nicht einfach durch seine Naturanlagen determiniert. Er ist jedoch in seiner geschichtlichen Wirklichkeit determiniert durch seinen eigenen, von ihm selbst mit Bewußtsein und Willen bewerkstelligten prak­tischen Lebensprozeß, in erster Linie durch die gesellschaftliche Arbeit. …


Das System der Produktionsverhältnisse


Die gesellschaftlichen Verhältnisse, die die Menschen im materiellen Pro­duktionsprozeß eingehen, sind sehr vielgestaltig. Die Produktionsverhältnisse in ihrer Gesamtheit, wie sie für eine bestimmte Zeit und eine bestimmte Ge­sellschaftsordnung charakteristisch sind, können überhaupt nichts anderes sein, als die Zusammenfassung des Verhaltens der vielen einzelnen Menschen im materiellen Produktionsprozeß. Sie gehen aus der individuellen Tätigkeit der Menschen im Gesellschaftsganzen hervor. Diese grundlegenden und wesentlichen Verhältnisse sind in jeder gesell­schaftlichen Ordnung: die Eigentumsverhältnisse; die Verhältnisse des Austauschs der Tätigkeiten und  Verteilungsverhältnisse. …

Was ist das Entscheidende?


Die Eigentumsverbältnisse sind die grundlegenden und bestimmenden Produktionsverhältnisse. Sie bringen die Stellung der Menschen zu den Produktionsmitteln zum Ausdruck; sie zeigen an, in wessen Besitz sich die Pro­duktionsmittel befinden und wer die Verfügungsgewalt über sie hat. Es ist sehr wichtig zu beachten, daß Eigentumsverhältnisse nicht einfach eine Rela­tion zwischen den Menschen und den Produktionsmitteln darstellen. Eigen­tumsverhältnisse sind immer gesellschaftliche Verhältnisse, Verhältnisse der Menschen untereinander, zwischenmenschliche Beziehungen. …

Die kapitalistischen Eigentumsverhältnisse


Wenn z.B. die wichtigsten Produktionsmittel das Eigentum einer kleinen Minderheit von Kapitalisten sind, die übergroße Mehrheit der arbeitenden Menschen jedoch keinerlei Verfügungsgewalt über solche Produktionsmittel hat, sondern nur die eigene Arbeitskraft besitzt, die wie jede Ware verkauft und gekauft wird, dann kann die Vereinigung von Arbeitskraft und Produk­tionsmittel nur in einem kapitalistischen Ausbeutungsprozeß vor sich gehen, der unter der despotischen Kontrolle des Kapitals abläuft.

Die sozialistischen Eigentumsverhältnisse


Wenn jedoch die modernen Produktionsmittel in der Hauptsache gesellschaftliches Eigentum darstellen, wenn also die Gesellschaft als Ganzes die Verfügungsgewalt über die Produktionsmittel hat, dann ·kann die Vereinigung von Arbeitskraft und Produktionsmittel nur ein sozialistischer Produktionsprozeß sein, an dem die einzelnen Werktätigen als völlig gleichgestellte (hinsichtlich der Stellung zu den Produktionsmitteln) Individuen teilnehmen, und den sie als asso­ziierte Produzenten rationell planen, lenken und leiten müssen. Über diesen Aspekt der Eigentumsverhältnisse sagt Marx:

,,Es ist jedesmal das unmittel­bare Verhältnis der Eigentümer der Produktionsbedingungen zu den unmit­telbaren Produzenten – ein Verhältnis, dessen jedesmalige Form stets natur­gemäß einer bestimmten Entwicklungsstufe der Art und Weise der Arbeit und daher ihrer gesellschaftlichen Produktivkraft entspricht –, worin wir das innerste Geheimnis, die verborgne Grundlage der ganzen gesellschaft­lichen Konstruktion und daher auch der politischen Form des Souveränitäts­und Abhängigkeitsverhältnisses, kurz, der jedesmaligen spezifischen Staatsform finden.“ [28]

Warum sind Reformen ein Betrugsmanöver?


Es ist ein ausgesprochenes Betrugsmanöver, wenn bürgerliche Theoretiker seit mehr als hundertfünfzig Jahren die These propagieren, daß durch diese oder jene kleinen Anderungen in den Verteilungsverhältnissen eine grundsätzliche Änderung in der gesellschaftlichen Lebenslage der Masse der Menschen möglich sei. Natürlich muß die Arbeiterklasse im Rahmen kapitalistischer Verhältnisse durch den Klassenkampf auf die Verteilungsverhältnisse ein­wirken und der herrschenden Klasse Verbesserungen der Lebenslage der Werktätigen abtrotzen. Sie kann jedoch die Verteilungsverhältnisse nur grundsätzlich ändern und neue Verteilungsverhältnisse schaffen, wenn sie das ganze System der Produktionsverhältnisse von Grund auf umgestaltet und die kapitalistischen Eigentums- und Produktionsverhältnisse durch sozia­listische ersetzt.

Wann ist eine Veränderung möglich?


Solange die Eigentumsverhältnisse kapitalistische sind, so­lange die Produktionsmittel in den Händen der Kapitalisten oder kapitalisti­scher Riesenmonopole konzentriert sind, solange sind auch die Verteilungs­verhältnisse kapitalistisch eingerichtet, solange eignen sich die Eigentümer den erzeugten Reichtum an und solange erhalten die Arbeiter in Gestalt des Lohnes lediglich den Preis für die von ihnen verkaufte Ware: ihre Arbeits­kraft. Erst die Schaffung des gesellschaftlichen Eigentums an Produktions­mitteln und der Übergang zu sozialistischen Produktionsverhältnissen ermög­lichen und erfordern Verteilungsverhältnisse, die durch das Leistungsprinzip gekennzeichnet sind: Jeder wird nach seinen Leistungen entlohnt; was der Gesellschaft nützlich ist, muß sich auch durch entsprechende Einrichtung der Verteilungsverhältnisse für den einzelnen als vorteilhaft erweisen, und um­gekehrt, was der Gesellschaft schadet, muß sich auch für den einzelnen nachteilig auswirken.

[23] Siehe Karl Marx: Das Kapital. Erster Baud. In: Marx/Engels: Werke, Bd. 23, S. 198,
[24] Karl Mari/Friedrich Engels: Die deutsche Ideologie. In: Werke, Bd. 3, S. 21.
[28] Karl Marx, Das Kapital. Dritter Band. In: Marx/Engels: Werke, Bd. 25, S. 799/ 800.

Quelle:
Marxistische Philosophie. Lehrbuch. Dietz Verlag Berlin, 1967, S.170ff. und 189ff. (gekürzt und bearbeitet, N.G.)



Noch drei Bemerkungen:


1.Es ist sehr interessant zu verfolgen, mit welcher wissenschaftliche Genauigkeit und Gründlichkeit sich der „Außerparlamentarische Corona Untersuchungsausschuß“ (ACU), unter Leitung der Rechtsanwälte Dr.Reiner Füllmich, Viviane Fischer und anderer, umfassend über die Hintergründe der angeblichen Pandemie ein Bild zu machen versucht, was auch immer vollständiger gelingt. Dazu tragen auch solche hervorragenden Persönlichkeiten wir Prof.Dr. Martin Schwab, Dr.med. Wolfgang Wodarg, Prof.Dr. Ulrike Kämmerer, Prof.Dr. Sucharit Bhakdi, Robert Kennedy Jr., Cathrin Austin Fitts, Ernst Wolff und viele andere bei.


2.Es handelt sich hierbei also nicht um ein gesundheitliches Problem, sondern um ein politisches Verbrechen. Mit klaren und deutlichen Worten charakterisiert Dr. Füllmich die verbrecherischen Absichten der „Corona-Sekte“ und stellt klar, daß der PCR-Test ein ungeeignetes Mittel ist, um Infektionen festzustellen, daß es zu keinem Zeitpunkt eine „epidemische Lage von nationaler Tragweite“ gegeben habe, und daß die derzeit an wehrlosen alten Menschen verabreichten Spritzen ein genmanipulierter Wirkstoff sind,  der schon in zahllosen Fällen zum Tode geführt hat. Schließlich wird klar, daß es sich bei der weltweiten Corona-Hysterie um ein Menschheitsverbrechen handelt, das vor einem 2. „Nürnberger Strafgerichtshof“ verurteilt zu werden gehört.


3.Wäre allerdings den Beteiligten klar, daß es sich im Wesentlichen um eine politische Erscheinungsform der „Krisenbewältigung“ im Imperialismus handelt, die mit juristischen Mitteln nicht aus der Welt zu schaffen ist, sondern einzig und allein auf revolutionärem Weg durch die Abschaffung der kapitalistischen Produktionsverhältnisse, müßte man sämtliche weiteren Maßnahmen in die Hände des revolutionären Proletariats legen, das es aber derzeit noch nicht gibt, denn wie Karl Marx schon sagte: „Die Arbeiterklasse ist revolutionär oder sie ist nichts.“ – (Quelle: Briefwechsel zwischen Marx und Engels. Marx an Engels in Manchester, 18. Februar 1865. In: Karl Marx/Friedrich Engels, Werke, Dietz Verlag Berlin, 1965, Bd.31, S.77.)
Siehe:
https://www.corona-ausschuss.de

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