Donnerstag, 11. April 2024

China unterstützt Russland, "wenn der Westen eskaliert" - LZ

 Entnommen: https://linkezeitung.de/2024/04/11/china-sendet-botschaft-dass-es-russland-unterstuetzt-wenn-der-westen-eskaliert/

China sendet Botschaft, dass es “Russland unterstützt”, wenn der Westen eskaliert

VERÖFFENTLICHT VON LZ ⋅ 11. APRIL 2024 ⋅ HINTERLASSE EINEN KOMMENTAR

von Ian DeMartino – https://sputnikglobe.com
Bild: Außenminister Sergej Lawrow während eines Treffens mit Chinas Präsident Xi Jinping, Peking, 9. April 2024. – Sputnik International, Pressedienst des Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten der Russischen Föderation
Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat sich am Dienstag mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping getroffen und damit dem Westen eine klare Botschaft übermittelt, dass die beiden Länder ihre strategischen Beziehungen fortsetzen werden. Das Treffen fand einen Tag nach der Reise von US-Finanzministerin Janet Yellen nach China statt, die das Land vor einer Partnerschaft mit Russland warnte.
Das Treffen zwischen Lawrow und Xi, insbesondere unmittelbar nach Yellens Besuch, sei eine “Botschaft” an den Westen, dass China “Russland den Rücken stärken wird”, wenn der Konflikt in der Ukraine vom Westen eskaliert werde, sagte der Anwalt und Journalist Dimitri Lascarus am Mittwoch in der Sputnik-Sendung “Die kritische Stunde”.
“Der Zeitpunkt solcher Ankündigungen sagt viel aus”, sagte Lascarus und verwies nicht nur auf Yellens Besuch, sondern auch auf die zunehmend provokativen Angriffe des ukrainischen Geheimdienstes auf Russland, wie etwa die Massenerschießung außerhalb Moskaus, für die Russland neben anderen Provokationen die Ukraine und ihre Unterstützer in den USA und Großbritannien verantwortlich gemacht hat.
“Natürlich haben wir dieses anhaltende Drama mit dem kleinen Napoleon in Frankreich [dem französischen Präsidenten] Emmanuel Macron, der darüber spricht, ein paar tausend französische Soldaten in Odessa in den Tod zu schicken”, erinnerte Lascarus. “Es würde mich nicht überraschen, wenn die russische und die chinesische Regierung dies als einen Versuch interpretieren würden, Russland zu einem direkten Angriff auf ein NATO-Land zu provozieren.”
“Ich denke, [China] sendet die Botschaft, dass China Russland den Rücken stärken wird, wenn die Situation eskaliert. Und darüber sollte sich niemand Illusionen machen”, erklärte Lascarus.
“Sie sehen, glaube ich, dass es hier eine Reihe von Eskalationen gibt und keine Erwachsenen im Raum sind, und sie müssen ein unmissverständliches Signal senden, dass China Russland den Rücken stärken wird, falls die Situation außer Kontrolle gerät”, fügte er hinzu.
Obwohl keine der beiden Regierungen “Vorbehalte gegen die Notwendigkeit” ihres Bündnisses hat, argumentierte Lascarus, dass der Westen sie durch sein aggressives Verhalten dazu zwingt, ihre Beziehungen zu stärken. “Jeden Tag handeln die westlichen Regierungen in einer Weise, die diese Partnerschaft für die russische und die chinesische Regierung noch zwingender macht.”
Da sich die öffentliche Stimmung sowohl in Europa als auch in den USA gegen das “ukrainische Desaster” wendet, stellte Lascarus fest, dass Umfragen zeigen, dass die große Mehrheit der französischen Bürger der Meinung ist, dass sich das Land in die falsche Richtung bewegt. “Frankreich war einer der Hauptverantwortlichen für diese katastrophale neokonservative Politik in der Ukraine”, erklärte er. “Wir sehen also schon jetzt, dass die politischen Tage dieser Figuren gezählt sind.”
“Die eigentliche Frage, der wir uns als Bürger des Westens stellen müssen, lautet: Haben wir eine echte, kompetente, ethische und prinzipientreue Alternative zu diesen Leuten? Ich weiß nicht, ob wir die haben. Aber eines ist sicher, die Öffentlichkeit hat genug und sie sind auf dem Weg nach draußen.”

https://sputnikglobe.com/20240410/china-sending-message-that-it-has-russias-back-if-west-escalates-1117838001.html


Dienstag, 9. April 2024

WAFFEN FÜR ISRAEL - Deutschland am Genozid beteiligt - rationalgalerie

 Entnommen: https://www.rationalgalerie.de/home/waffen-fuer-israel

WAFFEN FÜR ISRAEL

Deutschland am Genozid beteiligt

Autor: Uli Gellermann
Datum: 08.04.2024
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Ganz Deutschland ist stramm auf Israel Kurs. Wer TV sieht oder Zeitungen liest, wird mit einer deutschen Staatsräson belämmert, die für den Genozid an den Palästinensern Partei nimmt. Auch die Justiz ist auf dem Kriegspfad gegen die Palästinenser: Bei der Berliner Staatsanwaltschaft werden hunderte Verfahren gegen ProPalästina-Veranstaltungen geführt. Das ist die Software. Die Hardware hilft den Israelis beim Massenmord: Die Rüstungsexporte nach Israel haben sich im letzten Jahr fast verzehnfacht.

Israel besitzt U-Boote als Träger von Atomwaffen

Israels internationale Reputation lebt von einem Gründungsmythos, der sich auf die Morde an den europäischen Juden bezieht. Doch der Staat Israel ist längst von der Zuflucht für Menschen jüdischen Glaubens zu einer aggressiven Regionalmacht mutiert. Der Staat ist nicht nur zur Verteidigung bis an die Zähne bewaffnet, sondern besitzt in Deutschland hergestellte U-Boote, die als Träger von Atomwaffen einzusetzen sind.

Rassistische Unterdrückung der Palästinenser

In der israelischen Apartheid - einer rassistischen Unterdrückung der Palästinenser - liegt der Keim für die Gewalt der Hamas. Die Staatsgewalt Israels wird mit der Gewalt der Unterdrückten beantwortet. Dass in Israel Apartheid herrscht, bescheinigte, als man das noch durfte, selbst die „Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP)“, ein Beratungsgremium der Bundesregierung.

600 Bundesbeamte und Angestellte des öffentlichen Diensts gegen Waffenlieferung

Die Stiftung schrieb: „Prima facie (bis auf Widerruf) begeht Israel in den besetzten Gebieten das Verbrechen der Apartheid, das als Verbrechen gegen die Menschlichkeit eingestuft ist“. Diese Erkenntnis bewegt auch jene 600 Bundesbeamte und Angestellte des öffentlichen Diensts, die mit einem Brief an die Bundesregierung fordern, die Waffenlieferungen umgehend einzustellen: „Unsere Pflicht, der völkerrechtswidrigen Politik der Bundesregierung entschieden zu widersprechen, leitet sich nicht zuletzt auch aus § 60 Bundesbeamtengesetz in Verbindung mit Art. 25 GG sowie der Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes und der Eilrechtsschutzentscheidung des IGH vom 26.1.2024 ab“.

Waffenlieferanten des Feindes angreifen

Nächst der Verpflichtungen, die sich aus dem Grundgesetz ergeben, ist es die Verpflichtung der Bundesregierung, die deutsche Bevölkerung vor Schaden zu bewahren. Deshalb ist ein Stop aller Waffenlieferungen an Israel unbedingt erforderlich. Denn wer Waffen an das israelische System liefert, macht sich mitschuldig an den israelischen Kriegshandlungen. Die Gegner des israelischen Kriegs-Systems könnten auf die Idee kommen, die Freunde und Waffenlieferanten ihres Feindes auf deren Boden anzugreifen. Der Krieg muß nicht auf den Nahen Osten beschränkt bleiben.


Montag, 8. April 2024

Der Weg in den Krieg: Deutsche Medien lügen... LZ

 Entnommen: https://linkezeitung.de/2024/04/08/der-weg-in-den-krieg-deutsche-medien-luegen-ueber-den-beschuss-von-charkow-und-werden-nicht-rot/

Der Weg in den Krieg: Deutsche Medien lügen über den Beschuss von Charkow und werden nicht rot

VERÖFFENTLICHT VON LZ ⋅ 8. APRIL 2024 ⋅ HINTERLASSE EINEN KOMMENTAR


Von Wladislaw Sankin – https://meinungsfreiheit.rtde.life

Bild: Von “Qualitätsmedien” unterlassen: Zerstörtes ukrainischer Mehrfachraketenwerfer “Burewoj” vor dem Einkaufszentrum “Planeta Mall” in Norden Charkows.

Keineswegs Nebel des Krieges: Dieses Mal war der russische Angriff auf zwei ukrainische Mehrfachraketenwerfer im Stadtgebiet Charkow bestens dokumentiert. Später wurde zerstörte Militärtechnik auf Videos festgehalten. Trotz der Beweise für Kiews Lügen über den “russischen Terror” stellen sich deutsche Medien blind.

Inzwischen gehört es zu Binsenweisheit, dass moderne Kriege immer die Kriege der Bilder sind. Jede Kriegspartei sorgt dafür, die “richtigen” Bilder in den Köpfen der Menschen festzusetzen. Wie etwa bei der ARD-tagesschau am Samstag: Der riesige Bombenkrater vorn im Bild und das halb zerstörte Einkaufszentrum im Hintergrund versehen mit der Überschrift “Mehrere Tote beim russischen Angriff auf Charkiw”. In dieser Zusammenstellung kann die Meldung als gezielt aufbereitete Vorlage für das Aufwärmen der Debatte um militärische Unterstützung der Ukraine durch die NATO und den Westen dienen.

Aus der Ukraine “verschleppte” Kinder wollen nach Russland zurück – was sagt Strack-Zimmermann dazu?

Ob im Bundestag oder in Talkshows, das Drehbuch für solche Debatten ist immer das Gleiche. Sobald von Friedensverhandlungen mit Russland die Rede ist, zieht ein/e “Strack-Zimmermann” den entscheidenden Trumpf der “grausamen” Russland-Verbrechen. Mit dem Bösen verhandelt man nicht! Denn das Böse schießt ziellos, einfach nur aus Zerstörungswillen. Als Nächstes sind wir dran, denn Putin hasst auch uns. Uns hat er schon den Gas-Hahn abgedreht (Habeck), also müssen wir den Russen mit militärischen Mitteln in der Ukraine jetzt sofort stoppen.

So sieht die Argumentationskette aus, die mit dem Bild eines Kraters anfängt und in einem Krieg endet – womöglich in einem nuklearen NATO-Russland-Krieg. Da sie am Anfang dieser Kette stehen, sind die Medien schlussendlich diejenigen, die über den Krieg oder Frieden entscheiden. Ob es an fehlender Recherche liegt, bewusster Auslassung oder fanatischem Glauben an ukrainischen Edelmut oder russische Heimtücke, dass sie falsch berichten, spielt letztlich keine Rolle. Lüge bleibt Lüge und mit Lügen zieht man in Krieg.

Das Bild mit dem Krater ist eine Lüge. Denn die Wirklichkeit vor Ort und Stelle ist nicht nur eine andere, sie ist spiegelverkehrt. Noch Stunden zuvor stand an der Stelle des Kraters ein ukrainischer Mehrfachraketenwerfer, beladen mit 16 Raketen, die, gegebenenfalls in jener Nacht auf das russische Belgorod geschossen worden wären. Doch bevor sie zum Abschuss kamen, wurden sie – mitten im Schewtschenkowo-Bezirk im äußersten Norden Charkows – von einer Präzisionsrakete genau an dieser Stelle buchstäblich pulverisiert. Und letztere war mit großer Wahrscheinlichkeit keine umfunktionierte Flugabwehrrakete vom Typ S-300, wie ukrainische örtliche Offizielle meldeten, sondern eine Rakete des Typs Iskander – RT DE berichtete über den Vorfall.

Charkow: Russland zerstört ukrainische Mehrfachraketenwerfer mitten in Wohngebiet

Russland hat also ein militärisches Ziel getroffen, und zwar äußerst genau und nachweislich. Ebenso nachweislich war auch die Tatsache, dass die Ukraine voll beladene Artilleriesysteme mitten in ein Wohngebiet stellt, was nicht anders als bewusste Provokation zu deuten ist.

Aber wie kam es dann trotzdem zu dem Trugbild? Die Tagesschau wie auch das Redaktionsnetzwerk Deutschland und weitere Medien haben in ihrer Meldung einfach den kompletten Wortlaut der örtlichen Regierungsvertreter übernommen, der am frühen Morgen auf Telegram veröffentlicht worden war, und dazu ein Foto der nationalen Polizei. Um 12:54 Uhr war die Tagesschau-Meldung raus. Zu dieser Stunde geisterte aber seit mehreren Stunden im Internet ein Telegram-Video herum, das die ukrainische Version der Ereignisse in ihren Grundfesten komplett untergräbt. Um 10 Uhr wurde auf dem russischen Militärblog “Starsche Eddy” das Drohnenvideo Veröffentlicht, das die Zerstörung von zwei ukrainischen Mehrfachraketenwerfern an dem besagten Platz vor dem Einkaufszentrum “Planeta Mall” eindrücklich belegt.

Das Video haben alle russischen militärnahen Kanäle übernommen. In Russland wird nicht jedes Material vom Verteidigungsministerium veröffentlicht, viele Videos werden von Militärs direkt an befreundete Militärblogger oder Kriegsberichterstatter zur Weiterverbreitung übergeben. Diese haben ihrerseits ein Millionenpublikum und stellen ein großes mediales Gewicht dar – größer als Fernsehsender oder Zeitungen – und das wissen die deutschen Medien mit ihren vielen russischsprechenden Mitarbeitern auch. Die Informationen befinden sich buchstäblich einen Klick entfernt. Trotzdem werden sie komplett ignoriert.



Das ist sträflich, denn diese Medienlügen kosten die deutschen und anderen westlichen Steuerzahler Milliarden Euro und die Ukrainer und Russen unzählige Menschenleben. Womöglich werden sie künftig auch die Leben Deutscher kosten, wenn die Medien ihr Verhalten nicht ändern.

Dabei ist die Sache ganz einfach: Die Journalisten mögen ja pro Ukrainer sein, sie müssen ihre Überzeugungen deshalb ja nicht ablegen, sie müssen nur ihrem Recherche-Auftrag gerecht werden. Wenn sie das tun, werden sie schnell erkennen, dass die ukrainischen Offiziellen, die sie mit Informationen versorgen, oft nachweislich lügen.

“Unsere Kinder kriegt ihr nicht” – Mutige Berliner verurteilen deutsche Kriegspläne gegen Russland

So wurde in der Tageschau-Meldung der Bürgermeister Igor Terechow als zuverlässige Quelle zitiert. Am frühen Morgen eilte er höchstpersönlich zum Ort des Beschusses, stellte sich am Rand des Kraters vor Journalisten und sagte, dass dies ein Angriff auf zivile Ziele gewesen sei, der sechs Tote und elf Verletzte zur Folge hatte. Fotos und Videos, die die ukrainischen Medien posteten, waren dann so geschnitten, dass man den ausgebrannten Rumpf des zweiten Raketenwerfers, der nur wenige Meter entfernt von dem Krater lag, nicht zu sehen bekommt.

Dieses Verhalten lässt folglich an weiteren Meldungen der Ukrainer zumindest stark zweifeln. Doch, die Tatsache, dass sie lügen, ist zumindest nachvollziehbar. In dem Land herrschen beinahe diktatorische Verhältnisse und Offizielle müssen ihre Kriegspropaganda von Amts wegen verbreiten. Wieso aber ausgerechnet die deutschen Medien diese Propaganda eins zu eins übernehmen, ist dagegen nicht nachvollziehbar. Deutschland steht mit Russland nicht im Krieg. Russland hat weder Deutschland noch ein anderes NATO-Land angegriffen und hat es auch nicht vor. Russland will die Ukraine von NATO-Stellvertreter befreien und sich zu einer Sicherheitskonferenz an den Tisch setzen, wie diplomatisch am Jahreswechsel 2021/22 von Russland vielfach verlangt – nur Wochen und Monate vor der Eskalation im Februar.

Wenn die deutschen Medien weiterhin die Wahrheit über einen nicht deutschen Krieg derart verdrehen, werden sie eines Tages tatsächlich über einen deutsch-russischen Krieg als Teil eines NATO-Russland-Krieges berichten müssen. Dies dann aber wahrscheinlich nicht lange …

https://meinungsfreiheit.rtde.life/meinung/201858-weg-in-krieg-deutsche-medien-luegen-beschuss-charkow-werden-nicht-rot/


Samstag, 6. April 2024

Sie haben den Verstand verloren - Arnold Schölzel

 Entnommen: https://rotfuchs.net/files/rotfuchs-ausgaben-pdf/2024/RF-314-04-24.pdf


RotFuchs

Sie haben den Verstand verloren


In aller Seelenruhe diskutieren Bundeswehroffiziere darüber, wie russische Ziele mit dem Marschflugkörper „Taurus“ zerstört werden können. Sahra Wagenknecht sagte dazu am 14. März im Bundestag: „Der Skandal besteht nicht darin, daß sie sich dabei belauschen lassen, der Skandal besteht darin, daß es mittlerweile normal zu sein scheint, solche Debatten zu führen.“ Diese „Normalität“ skizzierte sie so: „Unsere grandiosen Militärexperten von den Grünen belehren uns jetzt seit zwei Jahren, welchen Game-Changer wir als Nächstes liefern müssen, damit die Ukraine damit garantiert den Krieg gewinnt. Die FDP gibt der Union und damit der Opposition inzwischen Formulierungshilfe, um einen Waffenantrag gegen den Kanzler durchzusetzen. In der CDU schwärmen Leute wie Herr Kiesewetter davon, mit deutschen Raketen Ministerien in Moskau zu zerstören. Wenn der Papst dann in diesen ganzen Wahnsinn hineinruft, daß Kiew lieber verhandeln sollte, als das Land in den Selbstmord zu treiben, dann wird sogar er von Ihnen allen als Putin-Troll niedergemacht.“ Dem ließ sie die rhetorische Frage folgen: „Also, wer diese Debatte verfolgt, der kann sich doch nur noch fragen: Haben Sie alle wirklich den Verstand verloren?“ Ja, läßt sich dem hinzufügen, es ist wieder einmal soweit: Die Strategen des deutschen Imperialismus haben den Verstand verloren. Die Kiesewetter (CDU), Strack-Zimmermann (FDP), Brugger (Bündnis 90/Die Grünen) oder Barley (SPD) haben allerdings kein medizinisches Problem, ihnen geht es vielmehr wie dem deutschen Generalstab von 1914, von 1939 oder dem Spalter- und Remilitarisierungskanzler Konrad Adenauer, der Atomwaffen am 5. April 1957 zur „Fortentwicklung der Artillerie“ und zu „beinahe normalen Waffen“ erklärte: Sie alle standen auf Kriegsfuß mit der politischen Realität, vor allem mit der in der Sowjetunion beziehungsweise in Rußland, erst recht aber mit der politischen Wirklichkeit in der Welt. Das gilt auch heute – von „Rußland ruinieren“ bis zur „Zeitenwende“, also der Absicht, eine Atommacht zu besiegen. Gemeint ist Revanche: In der Ukraine für die Niederlage nach 2014, als die vom Westen in Kiew an die Macht geputschten Nationalisten und Faschisten bei ihrem Krieg gegen die Aufständischen im Donbass steckenblieben. Global für den Machtverlust in immer mehr Regionen der Welt: Flucht aus Afghanistan 2021, Staatsstreiche in Mali, Burkina Faso und Niger, die u. a. zum Abzug der Bundeswehr aus Mali führten und zur Anwesenheit russischer Kontingente. Nur ein Detail: Am 16. März kündigte die Regierung von Niger mit sofortiger Wirkung ein Militärabkommen mit den USA und warf 1100 US-Soldaten aus dem Land. Das war vor zehn Jahren undenkbar. Einer Niederlage des Westens gleich kommt inzwischen der Völkermord in Gaza. Die beiden größten Waffenlieferanten Israels – USA und BRD – stehen international ebenso am Pranger wie das Netanjahu-Regime, das seine Sponsoren an der Nase durch den Kriegsring führt.

Auf dem Schlachtfeld im Krieg gegen Rußland droht das nächste Desaster; die Bundesregierung hat die deutsche Wirtschaftsleistung erfolgreich torpediert. Die Anhänger der „Zeitenwende“-Revanche quittieren das nicht mehr nur mit Durchhalteparolen, sondern mit irren Angriffsphantasien auf Moskau und Rußland. Insbesondere Grüne und CDU/CSU stehen im Wettbewerb um den gefährlichsten Blödsinn. Das nutzt der Kanzler, Urheber des Kriegsrauschs, für politische Zweigleisigkeit: Er beteuert, weiter gigantische Summen für die Aufrüstung Kiews hinauszuwerfen, und weigert sich zugleich, Waffen zu liefern, die dem „russischen Huhn den Kopf abschneiden“ Sie haben den Verstand verloren können (so ein Berater von Ronald Reagan 1982). Aber die Inszenierung von Scholz als „Friedenskanzler“, der mit „Besonnenheit“ agiert, kommt zu spät. Wer „Zeitenwende“ gesagt hat, muß klippschulmäßig „kriegstüchtig“ sagen und alles dafür tun, daß der Kriegsdurst des militärisch-industriellen und medialen Komplexes erfüllt wird. Sonst ist es mit der Kanzlerschaft aus.

Verstand setzte sich im deutschen Imperialismus im Ersten und Zweiten Weltkrieg nur mit Gewalt von außen durch. Bei Adenauers Kriegsphantasien griff man sich in Moskau und in Washington an die Stirn und machte ihnen am 13. August 1961 ein Ende. Heute muß der „Zeitenwende“-Wahn beendet werden, um Deutschland wieder zur Vernunft zu bringen. Offenbar geht das erneut nur durch Verständigung der Großmächte.

Arnold Schölzel


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Donnerstag, 4. April 2024

75 Jahre NATO: Die "blutige Geschichte" des angeblichen Verteidigungsbündnisses - LZ

 Entnommen: https://linkezeitung.de/2024/04/04/75-jahre-nato-die-blutige-geschichte-des-angeblichen-verteidigungsbuendnisses/

75 Jahre Nato: Die „blutige Geschichte“ des angeblichen Verteidigungsbündnisses

VERÖFFENTLICHT VON LZ ⋅ 4. APRIL 2024 ⋅ HINTERLASSE EINEN KOMMENTAR


Von Thomas Röper – www.anti-spiegel.ru

In diesem Jahr steht das 75-jährige Jubiläum der NATO an. Zu dem Anlass hat der Chef des russischen Sicherheitsrates ein Interview gegeben, in dem er die russische Sicht auf die NATO schonungslos erklärt hat.

Nikolaj Patruschew, der Chef des russischen Sicherheitsrates, hat einer russischen Zeitung aus Anlass des anstehenden 75. Geburtstages der NATO ein Interview gegeben, in dem er die russische Sicht auf die NATO aufgezeigt hat. Ich habe das Interview übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

„Blutige Geschichte“: Nikolai Patruschew erklärt, wozu die NATO in 75 Jahren gekommen ist
Am 4. April jährt sich die Gründung der Nordatlantikvertrags-Organisation – NATO – zum 75 Mal.

Der Sekretär des russischen Sicherheitsrates Nikolaj Patruschew erklärte gegenüber aif.ru, welche Rolle dieses Bündnis in der Weltpolitik gespielt hat und wie sein Hauptziel die „Eindämmung“ Russlands wurde.

Frage: Nikolai Platonovitsch, die Staatsoberhäupter der NATO-Mitgliedsstaaten planen, den Jahrestag im Juli während des Washingtoner Gipfels des Bündnisses zu feiern. Aber im Rest der Welt werden viele nicht feiern, denn in ihren Augen hat sich diese Organisation in diesen 75 Jahren einen Ruf als Hauptaggressor der Welt erworben. Sind Sie damit einverstanden?

Patruschew: Urteilen Sie selbst. Der Jahrestag der Gründung der NATO fiel praktisch mit dem 25. Jahrestag der groß angelegten Bombardierung Jugoslawiens zusammen, als die Flugzeuge der Nordatlantischen Allianz unter dem Deckmantel der „Verteidigung der Menschenrechte und der Demokratie“ unbewaffnete Menschen gnadenlos massakrierten. Bei den Bombardierungen wurden mehr als 2.500 Menschen getötet und mehr als 12.000 Zivilisten verletzt. Die genaue Zahl der Todesopfer der Operation steht noch nicht fest. Der Einsatz von Munition mit abgereichertem Uran führte zu einer Verseuchung des Bodens und einem mehrfachen Anstieg von Krebserkrankungen in der Bevölkerung, die auch ein Vierteljahrhundert nach der NATO-Aggression noch immer Menschen töten.

Die NATO hat in den 75 Jahren ihres Bestehens mehr als 20 größere militärische Operationen durchgeführt. Darüber hinaus haben sich einzelne Länder des Bündnisses wiederholt an Militärkoalitionen außerhalb des Blocks beteiligt, die von den USA gebildet wurden, um ihre globalen Ambitionen in verschiedenen Regionen der Welt zu befriedigen – in Vietnam, Irak, Libyen, Afghanistan und Dutzenden anderer bewaffneter Konflikte. Es ist daher lächerlich, dass der Block versucht, die Tatsachen der Zerstörung von Städten und Ländern und der Tötung Tausender Zivilisten zu leugnen und mehr noch, zu beschönigen.

Ich werde mich nicht in die blutige Geschichte der NATO vertiefen, aber man muss sie kennen, um das Wesen des Bündnisses als stabile, immerwährende Quelle von Gefahren, Krisen und Konflikten zu verstehen.

Frage: Nach dem Text des Nordatlantikvertrags ist das Bündnis nicht nur ein militärisches, sondern auch ein politisches Bündnis. Wie sieht Ihrer Meinung nach seine Politik aus?

Patruschew: Die gesamte Politik der NATO beruht auf den Anweisungen Washingtons. Washington nutzt das Bündnis, um seine bewaffnete Präsenz in Europa aufrechtzuerhalten und um zu demonstrieren, dass seine Satelliten seine Unverzichtbarkeit bei der Gewährleistung der Sicherheit dieses Kontinents unterstützen. Darüber hinaus soll der von den USA kontrollierte Militärblock mit Hilfe militärischer, wirtschaftlicher, informationeller und sonstiger Mittel ungebührlichen Druck des so genannten „kollektiven Westens“ auf die souveränen Staaten der Welt ausüben.

Die NATO wird als Instrument Washingtons zur Führung „hybrider Kriege“ eingesetzt. Ihre Mitglieder befolgen gehorsam die Anweisungen zur Verhängung von Wirtschaftssanktionen, zum „Einfrieren“ von Finanzmitteln, zur Durchführung von nachrichtendienstlichen Aktivitäten, psychologischen Operationen und Cyberangriffen und beteiligen sich an Aktionen zur Untergrabung und Desorganisation des Systems der staatlichen Verwaltung von Ländern, die nicht mit der Politik der Angelsachsen einverstanden sind. Dabei schreckt das Bündnis auch nicht davor zurück, Terrororganisationen für seine Interessen einzusetzen.

Frage: Es ist bekannt, dass ursprünglich zwölf Länder Europas und Nordamerikas der NATO beigetreten sind, um dem Einfluss ihres vorherigen Verbündeten in der Anti-Hitler-Koalition, der Sowjetunion, entgegenzuwirken…

Patruschew: Früher waren die USA, England und ihre Satelliten sich nicht zu schade, verlogen zu behaupten, das Bündnis sei gegründet worden, um den „aggressiven Bestrebungen“ des Warschauer-Paktes entgegenzuwirken. Dabei verschweigen sie, dass der Warschauer Pakt am 14. Mai 1955 unterzeichnet wurde, also sechs Jahre nach der Gründung der NATO. Es sei daran erinnert, dass dank der Gründung des Warschauer-Paktes viele Jahre lang militärische Gleichheit und Frieden in Europa herrschten.

Von seiner Gründung bis zum Ende des Kalten Krieges wuchs die NATO um nur vier Mitglieder. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und der Auflösung des Warschauer-Paktes durchlief die NATO mehrere Erweiterungswellen, vor allem durch die Aufnahme ehemaliger europäischer Verbündeter der UdSSR. Heute umfasst die NATO 32 Staaten mit insgesamt etwa vier Millionen Soldaten in den Streitkräften. Weitere fünf Staaten nehmen an den Programmen zur Erweiterung der NATO-Partnerschaft teil.

Frage: Der NATO-Block, eine Erfindung des Kalten Krieges, schien nach dem Zusammenbruch der UdSSR und des Warschauer-Paktes den Sinn seiner Existenz verloren zu haben. Sogar die Frage eines NATO-Beitritts Russlands wurde ernsthaft diskutiert. Wer hat Ihrer Meinung nach davon profitiert, dass wir wieder zu Gegnern geworden sind?

Patruschew: In den 1990er Jahren haben die NATO-Mitglieder bewusst versucht, uns davon zu überzeugen, dass sie Pragmatiker sind, die an einer gemeinsamen militärischen und politischen Zusammenarbeit mit Russland interessiert sind, um Frieden und Stabilität in Europa zu bewahren. In Wirklichkeit sah der Westen den Zusammenbruch der Sowjetunion nur als eine der Etappen der Konfrontation mit Russland. Die Schwächung unseres Landes als wirtschaftlicher und politischer Konkurrent und seine anschließende Entfernung von der politischen Weltkarte durch seine Zerstückelung waren die langfristigen strategischen Ziele Washingtons, Londons und der von ihnen kontrollierten Länder des kollektiven Westens. Deshalb haben die Verantwortlichen in Brüssel unseren Staat als die Hauptquelle der Bedrohung für die europäische Sicherheit bezeichnet und dies ausdrücklich im strategischen Konzept der NATO verankert.

Frage: Neulich erklärte der Leiter des NATO-Militärausschusses, Rob Bauer, dass die NATO für einem offenen Krieg mit Russland bereit sei. Es sieht so aus, als ob sie nicht an eine Aussöhnung denken?

Patruschew: Diese Aussage steht im Einklang mit der gesamten NATO-Politik. Im März legte NATO-Generalsekretär Stoltenberg einen Jahresbericht über die Aktivitäten der Organisation im vergangenen Jahr vor. Das gesamte Dokument konzentriert sich auf die Hauptaufgabe – die „Eindämmung“ Russlands und insbesondere Chinas, die NATO ist also unverblümt über ihr geografisches Mandat hinausgegangen und hat ihre globalen Ambitionen offen verkündet.

Die NATO verstärkt systematisch ihr militärisches Potenzial entlang unserer Grenzen von der Barentssee bis zum Schwarzen Meer. Sogar der Begriff „Ostflanke der NATO“ taucht in den Reden und Dokumenten der führenden Politiker des Bündnisses auf, zu dem alle osteuropäischen Länder gehören, die an Russland und das verbündete Weißrussland grenzen, sowie Rumänien und in jüngster Zeit auch Schweden und Finnland. Die Führung des Bündnisses macht keinen Hehl daraus, dass das größte Militärmanöver in der Nähe der russischen Grenzen seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion, „Steadfast Defender 2024“, das derzeit in Europa stattfindet, darauf abzielt, Russland „einzudämmen“. Allein im letzten Jahr haben die NATO und ihre Mitgliedsstaaten 130 Bündnis- und über 1.000 nationale Manöver und Trainingseinheiten durchgeführt. Wohlgemerkt, nicht in einem Jahrzehnt, sondern in einem Jahr, in 2023.

Frage: Viele Menschen in Russland sind davon überzeugt, dass Washington seit den ersten Jahren nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion versucht, die Ukraine zu einem militärischen Brückenkopf für eine strategische Niederlage unseres Landes zu machen. Teilen Sie diese Meinung?

Patruschew: Seit 1995 finden regelmäßig NATO-Manöver in der Ukraine statt. Und 2004 hat die Werchowna Rada ein Gesetz über den freien Zugang der NATO-Streitkräfte zum Hoheitsgebiet der Ukraine verabschiedet und damit die Souveränität des Landes zugunsten des Bündnisses geopfert.

Die verstärkte Militarisierung der Ukraine begann nach dem Staatsstreich des Westens in Kiew im Februar 2014 und dem von den Ukronazis verübten Völkermord an der russischsprachigen Bevölkerung. Es gibt unwiderlegbare Beweise dafür, dass Kiew auf Geheiß der USA und der NATO die Absicht hatte, das Problem mit den „widerspenstigen“ Regionen mit äußerster Gewalt zu lösen.

Die NATO ist de facto eine Partei im Ukraine-Konflikt und ist aktiv an der Organisation des Beschusses russischer Gebiete durch Neonazis beteiligt. In ihrem Rahmen werden kollektive Beschlüsse über neue Waffenlieferungen gefasst, deren technische Fähigkeiten und Reichweite erhöht werden, und NATO-Ausbilder in mehreren Ländern bilden Söldner und Saboteure für ihre Teilnahme an antirussischen Operationen aus.

Der Plan der USA und der NATO besteht darin, die Ukraine, oder zumindest einen Teil davon, als antirussisches Gebiet, das ganz im Dienste der Interessen des nordatlantischen Blocks steht, vollständig unter ihrer Kontrolle zu halten. In diesem Zusammenhang bleibt die Aufgabe der Entmilitarisierung der Ukraine aktuell.

Frage: Martin Wijnen, der Befehlshaber der niederländischen Armee, sagte, dass dringend bis zu 3.000 Freiwillige rekrutiert werden müssen, die bereit sind, an einem bewaffneten Konflikt mit Russland teilzunehmen. Glauben Sie, dass die Europäer ernsthaft in den Kampf ziehen werden?

Patruschew: Das Schüren von Russophobie, die Einschüchterung der eigenen Bürger durch die imaginäre „russische Bedrohung“, ist zum wichtigsten Bestandteil der Politik der europäischen Regierungen geworden, die auf diese Weise versuchen, die Aufmerksamkeit der Menschen von den wachsenden innenpolitischen und wirtschaftlichen Problemen abzulenken.

Darüber hinaus wird die Russophobie von Washington und London genutzt, um andere NATO-Länder durch wirtschaftliche Verpflichtungen fest an sich zu binden. Die USA profitieren davon, indem sie die Kapazitäten des militärisch-industriellen Komplexes ausbauen und ihren Verbündeten die Bedingungen für den Kauf ganz bestimmter Arten von Waffen und Uniformen von ihren Herstellern diktieren.

Die Verteidigungsausgaben der NATO-Mitgliedstaaten sind in diesem Jahr auf 50 Prozent der weltweiten Gesamtausgaben gestiegen. Der Haushalt des Bündnisses ist das neunte Jahr in Folge gewachsen und wird im Jahr 2023 mehr als 1,1 Billionen Dollar erreichen.

Neulich erklärte die estnische Premierministerin, dass sie die Militärausgaben erhöht und dafür die Steuern im Land anhebt. Sie sei zu diesem politischen Selbstmord gezwungen, da die Mitglieder des Bündnisses verpflichtet sind, der Block-Disziplin zu gehorchen, indem sie die Militärausgaben erhöhen. In diesem Jahr haben bereits 18 Länder des Bündnisses die „Anweisung“ Washingtons erfüllt, indem sie die Militärausgaben der NATO auf zwei Prozent des BIP erhöht haben.

Frage: Glauben Sie, dass die europäischen Staats- und Regierungschefs bereit sind, die Anweisungen des Weißen Hauses gehorsam zu erfüllen, auch wenn dies ihren Ländern schadet?

Patruschew: Die europäischen Länder des Blocks haben schon vor langer Zeit viele Elemente ihrer Souveränität verloren und sind faktisch nur noch eine wirtschaftliche und politische Stütze des Bündnisses. Unter diesen Bedingungen werden alle militärischen Pläne der NATO von den europäischen Regierungen, für die die Ideale der Unabhängigkeit und der Verantwortung gegenüber den Menschen in ihren eigenen Ländern und deren Zukunft dem Wunsch gewichen sind, den globalen Ansprüchen Washingtons zu genügen, gehorsam erfüllt.

Die internationale Sicherheit sollte im Gegenteil als ein einziges und unteilbares Gut betrachtet werden, das ausnahmslos allen Staaten gleichermaßen zugute kommen sollte. Genau diesen Ansatz verfolgt Russland, und unser Land hat eine große Zahl von Gleichgesinnten, und sie wächst weiter.

Ende der Übersetzung

https://www.anti-spiegel.ru/2024/die-blutige-geschichte-des-angeblichen-verteidigungsbuendnisses/


Freitag, 29. März 2024

"TEUFELSPACK IN ATEMNOT" - Buchtipp & Rezension

 

BUCHTIPP



TEUFELSPACK IN ATEMNOT

Vom Erwachen des Dr. FAUSTUS“



Wahres & Fiktives




556 Seiten

Format: Taschenbuch 125x190 Hardcover 90g weiß, matt
Erscheinungsdatum: 05.08.2023
ISBN: 9783757575588
Sprache: Deutsch
Herausgeber ‏ : ‎ epubli; 1. Edition (5. August 2023)
Preis: 44,99 Euro

Zu bestellen: https://www.epubli.com/shop/teufelspack-in-atemnot-vom-erwachen-des-dr-faustus-9783757575588



Klappentext



(…) Doch schweig ich noch von dem / was ärger als der Tod /

Was grimmer denn die Pest / und Glutt und Hungersnoth
Das auch der Seelen Schatz / so vielen abgezwungen.

(Sonett von Andreas Gryphius)


Nach nahezu 200 Jahren völliger Stille in der Gruft von Dr. Faustus, den Goethe als den modernen Menschen darzustellen versuchte, erwacht Faust durch ungeheuren Lärm. Neue Särge werden in den Friedhof verbracht und neue Gräber geschaufelt. Bis das Getöse immer aufdringlicher wird. Er hält es nicht mehr aus - der Greis im Oberrock des 18. Jahrhunderts. Klettert aus der Grube und will es wissen: Was passiert in der Welt? Manche schreien außerhalb des Friedhofs das Wort „Pandemie“, andere wieder „Klima“, andere wieder „Krieg“, dazu fuchtelt die Politik hilflos mit den Armen und jagt den Völkern Angst ein. Im Streben nach Erkenntnissen will Faust ein Mensch bleiben. In dieser 556 Seiten umfassenden Lektüre bemüht sich Dr. Faustus – gemeinsam mit seinen gleichgesinnten Freunden – um die Dialektik der Widersprüche, um die Lösung der Menschheitsfragen.


Kurzvita des Autors

Geboren 1936 in Berlin Tegel, erlebte Harry Popow noch die letzten Kriegsjahre und Tage. Ab 1953 war er Berglehrling im Zwickauer Steinkohlenrevier. Eigentlich wollte er Geologe werden, und so begann Harry Popow ab September 1954 eine Arbeit als Kollektor in der Außenstelle der Staatlichen Geologischen Kommission der DDR in Schwerin. Unter dem Versprechen, Militärgeologie studieren zu können, warb man ihn für eine Offizierslaufbahn in der KVP/NVA. In den bewaffneten Kräften diente er zunächst als Ausbilder und danach 22 Jahre als Reporter und Redakteur in der Wochenzeitung „Volksarmee“. Das Zeugnis Diplomjournalist erwarb der junge Offizier im fünfjährigen Fernstudium an der Karl-Marx-Universität Leipzig. Nach Beendigung der fast 32-jährigen Dienstzeit arbeitete er bis Ende 1991 als Journalist und Berater im Fernsehen der DDR. Von 1996 bis 2005 lebte der Autor mit seiner Frau in Schweden. Beide kehrten 2005 nach Deutschland zurück. Sie sind seit über 60 Jahren sehr glücklich verheiratet und haben drei Kinder, zwei Enkel, zwei Enkelinnen und einen Urenkel.

Rezension 

„Teufelspack in Atemnot – Vom Erwachen des Dr. Faustus“  - Autor: Harry Popow

DER PAKT MIT
DEN KONZERNEN

Buchtipp von Elke Bauer

„Abstand halten!“ Hört man allerorts. Ein Schrei voller Unterwürfigkeit. Das angstmachende Gesäusel in den Medien, Kriegsgeschrei gegen Russland, Drohungen gegen Ungeimpfte, gegen Linke, dazu die Phrasendrescherei der Politiker...“Mehr Zukunft wagen“. Und wer mit Worten Fragen stellt, Zweifel äußert, der sogar friedlichen Widerstand leistet sei ein Antidemokrat. Oder sogar ein Volksfeind...

Der Ausweg? Abstand halten zum Pakt mit den Konzernen, den eigentlichen Verursachern und Gewinnern der Krise. Das wäre dringend geboten. Ich las zwei von zahlreichen im Netz gelesenen kritischen Beiträgen, die jenen Michels, die noch im Dunkeln umherirren, ein Licht aufsetzen könnten. Der erste stammt von Egon Krenz, veröffentlicht im Dezemberheft der Zeitschrift „RotFuchs“, der zweite ist eine Buchankündigung mit dem Titel „Der Mensch im Teufelskreis“. Also zweimal Gegenwehr gegen Volksverdummung. Vom Letzteren soll hier die Rede sein.

Es umfasst 556 Seiten und überzeugt, das sei vorangestellt - durch seine Tiefgründigkeit und polemische Auseinandersetzung mit geschichtlichen und gegenwärtigen gesellschaftlichen Erscheinungen. Der Autor identifiziert sich aus alter Liebe zur klassischen Literatur mit Goethes Faust, mit seinem Wissensdrang, die Welt in ihren Zusammenhängen zu verstehen und zu verbessern. Er lässt ihn aus seiner Gruft auferstehen.
Das Buch vermeidet,  trotz Herausarbeitung klassischer Ansichten der Geistesgeschichte, in Rückbesinnung zu versinken. Im Gegenteil. In der Gegenüberstellung der Gesellschaftsentwicklung vor zweihundert Jahren, gelingt es dem Autor, die heutigen Verhältnisse klar und kritisch herauszuarbeiten. Deshalb beginnen die Berichte im Buch mit den heutigen, die Menschen bewegenden Ereignissen. Bereits im ersten Kapitel "Friedhofslärm" stellt er die gespenstischen Vorgänge der stärker zunehmenden Beerdigungen dar. So würden die Friedhofsangestellten bald keinen Platz mehr für die zunehmende Anzahl von Coronatoten haben. Einige in der Menge der auf dem Friedhof arbeitenden Bestatter wollen vom "Grufti" Faust nichts hören und sehen. Andere sind sehr angetan von seiner Auferstehung, weil er gegen Mephisto, das Böse im Menschen und der Gesellschaft, angetreten ist und sie  betonen, dass diese Haltung in der Gegenwart ganz besonders nötig sei. Es ist ein Aufschrei an die Heutigen, sich mit dem gegenwärtig Bösen auseinanderzusetzen.

Faust erklärt, er sei aufgewacht, die Erdenkinder vor Unheil zu schützen. Damit ist unter Zuhilfenahme einer klassisch positiven Menschheitsperson, dem Faust, der Grundtenor des Buches gekennzeichnet, mit ihm die negativen Zeiterscheinungen aufzuzeigen und mögliche Wege zu Überwindung. Um sein Anliegen noch stärker zu formulieren, bringt er den deutschen Dichter Andreas Gryphius ins Spiel, der mit seinem Sonett "Thränen des Vaterlandes" bedauernwerte Zustände des menschlichen Lebens beschreibt : "Doch schweig ich noch von dem / was ärger als der Tod / was grimmer denn die Pest / und Glutt und Hungersnoth: Das auch der Seelen Schatz / so vielen abgezwungen."

Es ist meine Absicht als Rezensentin, die Aufklärung der bedauernswerten Zustände in der Gesellschaft durch den Autor zu verfolgen. Doch möchte ich jene Leser warnen, die seichtes Geplänkel auf dem Niveau der gegenwärtigen Parteienpolitik erwarten und als Lektüre bevorzugen. Das richtige Mass an das Buch zu legen heißt: Es bringt hohen geistigen Gewinn, denn nur so kann man die gesellschaftlichen Verhältnisse wahrhaft beleuchten.
Faust will gemeinsam mit gleichgesinnten Freunden Schritt für Schritt und tiefschürfend das gesellschaftliche Leben im 21. Jahrhundert mit seinen Kämpfen um die Macht, mit seinen geistigen Triebkräften  erkunden. Es geht dabei weniger um Handlungsabläufe als vielmehr um vielfältige Schauplätze, die jeweils neue Gesichtspunkte, Denkanstöße für Streitbares und Korrekturen für bisherige und veraltete Einsichten bieten, wobei  die Satire nicht zu kurz kommt. Es geht vor allem  um die Philosophie und um die Ökonomie, um die Dialektik der Widersprüche, um die sich bereits das Denken von Goethe und fortschrittlichen deutschen Dichtern und Denkern gedreht hat. Faust und seine Gesinnungsfreunde stoßen auf Konflikte, lösbare und unlösbare. Im letzteren Fall auf eine bodenlose Ignoranz gegenüber den friedlichen Interessen des Volkes, das im Teufelskreis der Geldherrschaft nach wie vor gefangen ist und sein Dasein fristet.

Faust wird bei seinem Aufstieg in die Welt auf dem Friedhof sofort mit der Pandemie konfrontiert. Das entspricht ja auch dem Sinn dieses Buches: Mit den Augen eines Zeitgeistes vor 200 Jahren, die gegenwärtigen Verhältnisse zu untersuchen, den bürgerlichen Humanisten Faust auf die heutigen gesellschaftlichen Zustände blicken zu lassen. Sein Erschrecken ist sehr verständlich, denn er will als Humanist die Angelegenheiten der Menschen geregelt sehen und ist als erstes ob der ihm menschenverachtenden Zustände auf Friedhöfen (Verbringung der Toten in Plastesäcken, wie eine Bestatterin beklagte) und zugehörigen Verhältnissen entsetzt. Das betrifft die  "staatlichen Zwangsmaßnahmen", die nötig sind. Solche hat schon 1871 Bismark zur Beherrschung der Pockenepidemie verordnen müssen und diese so ausgemerzt. Aber es muß darauf hingewiesen werden, dass das chaotische Umgehen mit den Verhältnissen eine Folge der kapitalistischen Gesundheitspolitik ist, die möglichst wenig Geld den Versicherungskonzernen und - kassen abverlangen will und mit katastrophalem Unvermögen gegen die gewinnorientierte Gesundheitsvorsorge im Land vorgeht. Das macht die staatlich Agierenden zu Kaspern der Gesundheitskonzerne, sowohl der Pharmazie als auch der stationären und ärztlichen Bemühungen. Somit sind die" Plastesäcke" ein Nichtbeherrschen der Pandemie durch die, die in der Gesellschaft das Sagen an sich gerissen haben.

Der "Buchnarr", er ist auch der Autor, stellt dem Faust am Ehrenmal im Treptower Park seine Freunde und Bekannten vor. Es sind vor allem die Nachkriegskinder, die den Aufbau in der DDR, die Liquidierung des Kapitalismus, des faschistischen Gedankengutes sowie mit Entsetzen die wachsende Aggressivität der BRD gegenüber der DDR miterlebten und in Form des Sinnbildes vom Bogenschützen die DDR auch zu verteidigen wußten. Dabei spielt auch die Mutter des Buchnarren eine Rolle, die in der Krypta als Wandgemälde verewigt wurde.  

Auf der Straße. Faust wird zum Ersten mit einer sichtbaren Erscheinung der Zeit (Obdachlosigkeit) in Bekanntschaft gebracht und so stellt sich ihm die Frage: Warum gibt es Obdachlose? Warum speist man sie mit Almosen ab, statt ihnen Arbeit zu geben? Faust hält der Gesellschaft deutsche Geister vor, Kant, Hegel, Schiller,...die Humanität forderten und diese Humanität er auch heute noch vermisst. Der Buchnarr nimmt Faust mit zu den „Errungenschaften“ des Sozialstaates, z.B. der "Tafel der Armen", der intensiven Bekanntschaft mit Obdachlosen, die Kreation von 15 qm Holzhäusern für freies Wohnen - wo steht in solchen eigentlichen "Gartenhäuschen" die Badewanne, das WC, der Ofen und Herd - auf 15 qm?

Faust erlebt die Siegermentalität einiger Bundesbürger beim Gartenfest. Dabei lernt er die wirklichen Sorgen der Menschen in diesem Wohlstandsstaat BRD kennen. Wie sie sich zum Beispiel die User Alex, Hanna, Judith und Lotti mit dem Buchnarr Gedanken darüber machen, was schief läuft im Lande. Aber auch kluge Warner über die Schieflagen der Gesellschaft, wie Rainer Mausfeld und Daniela Dahn, Dr. Hartmut König und Dr. Wolfgang Bittner werden im Anhang zitiert und denen zur Kenntnis gebracht, die immer nur die regimetreuen Veröffentlichungen und Bücher lesen. Nachdenklich und auffordernd bringt die Figur des Buchnarren und seiner Frau Greta viele gesellschaftliche Erscheinungen aufs Tapet und wohl dem, der aus humaner Lebenshaltung, ebenso wie aus sehr progressiver/auch linker Auffassung heraus, am Nachdenken über die Zeit, an Zeitereignisse interessiert ist. Die Leser können sich auf sehr hohem Niveau mit dem Gedankengut bekannmachen und weiterdenken. Es ist jedem klugen Geist geraten und möglich, sich in diesem Buch mit deutscher geistiger und staatsmännischer Haltung und dem Wissen zu beschäftigen, um den eigenen Standpunkt zu ergänzen oder in Frage zu stellen.
Als nach Wahrheit Strebenden lässt es Faust keine Ruhe, in die Tiefe der gesellschaftlichen Zusammenhänge zu dringen. So lernt er mit Hilfe des Buchnarren und kluger und bewußter Männer und Frauen aus der einstigen DDR nicht nur das verlogene Menschenbild des Imperialismus, (siehe im Kapitel “Pfundsachen“) sondern auch im Verlies der „Festung“ den Ursprung der Machtgier in der Marktwirtschaft kennen.

Im Kapitel „Das Gespenst“ beschäftigen sich die Freunde des Dr. Faustus mit den für Faust noch unbekannten Philosophen Marx und Engels. Die literarische Gestalt Goethes erkennt, dass es seit der Pariser Kommune und mit dem „Kommunistischen Manifest“ bei den Völkern - trotz technischer und sozialer Fortschritte - angesichts des global würgenden Finanzkapitals keinen Klassenfrieden zwischen Oben und Unten geben kann.
Sowohl im „Auerbachs Keller“ als auch in der Berliner Gaststätte „Zur letzten Instanz“ stoßen die Freunde mit Faust auf geschichtliche und philosophische Zusammenhänge an, auf die eigentlichen Ursachen  von Ausbeutung und Kriegen.

Sehr gut ist die Darstellung der Warnung Goethes vor der Vereinnahmung des Menschen durch Geld und Gier, die die Menschen in tiefes Unglück stürzen. Der Autor lässt Faust aufstehen, um sich die Welt anzusehen (nicht nur anzugucken). Dass er nicht als Rächer, Aufklärer, Nörgler oder gar Besserwisser und Politiker oder gar als Rebell agieren will ist ein guter Einstieg. Verbunden mit dem Willen, Widersprüche zu erkennen und Lösungen zu suchen. Damit hat der Autor das Ziel seines Buches erreicht: Den strebenden, friedliebenden und liebenden Menschen in den Focus zu rücken. Er legitimiert sein Buch damit, dass Goethisches Bestreben im Sinne des gesellschaftlichen Fortschritts immer hochaktuell ist und in Kämpfen stets neu erstritten werden muß.

Faust muss sich am Ende des Buches fragen, ob sein Ausstieg aus der alten Gruft nunmehr zu einer größeren und digital von Konzernen gesteuerten führen kann? Erst tot und dann noch toter? Wer lässt sich das schon gefallen? Er wird weitermachen, sich nicht unterbuttern lassen. Weitere Gesinnungsfreunde suchen. Mit dafür sorgen, zum Pakt mit den Konzernen Abstand zu halten und gleichzeitig aufzuklären. Damit der Mensch aus dem jahrzehntelangen Teufelskreis entkommen kann. Nunmehr endgültig gewappnet mit gehörigen Lehren.   

Kurzvita der Rezensentin:  Elke Bauer, geb. 1939, Abitur 1953, Bibliothekar an allgemeinbildenden Bibliotheken der DDR/ Fachschule für Bibliothekare Leipzig 1961, Diplomkulturwissenschaftler/Universität Leipzig 1970, Bibliothekar in ltd. Funktion bis 1991, Aufbau einer eigenen Buchhandlung, selbstständige Buchhändlerin 1991 bis 2001, Rentnerin.








Donnerstag, 28. März 2024

Aufruf zur Großdemonstration am 3. August in Berlin - NRhZ

 Entnommen: http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=29005

Aufruf zur Unterstützung der Großdemonstration am 3. August 2024 in Berlin
Für Frieden, Freiheit und Demokratie


Von Querdenken-711

Der 3. August 2024 kann zu einem Signal werden, das nicht zu überhören und zu übersehen ist. An diesem Tag kann sich zeigen, wie stark in Deutschland die Kräfte für Frieden, Freiheit und Demokratie sind - aller Propaganda, die Tag für Tag auf uns einprasselt, zum Trotz. An diesem Tag kann sich erweisen, dass es gelingt, die auch in die Protestbewegungen hineinwirkende, spaltende und damit schwächende Desinformation beiseite zu wischen und eine kraftvolle außerparlamentarische Opposition entstehen zu lassen, die sich nicht mehr bremsen lässt. Der Initiator, Michael Ballweg, wurde im November 2023 von der Neuen Rheinische Zeitung für seinen Einsatz für Demokratie mit dem nach Karl Marx benannten Kölner Karlspreis ausgezeichnet. Zu den Unterstützern der Demonstration am 3. August 2024 in Berlin, die darauf ausgerichtet ist, verschiedene Protestbewegungen zusammenzuführen, rechnen sich die Neue Rheinische Zeitung (NRhZ), die Grundsatzschrift über die Freiheit des Denkens DAS KROKODIL, der Bundesverband Arbeiterfotografie, Bündnis gegen Krieg Basel, Koblenz: im Dialog, die AG Frieden Köln der Partei dieBasis, der Stadtverband Köln der Partei dieBasis und SelberDenken Köln. Wir von der NRhZ gehen davon aus, dass eine ungewohnt breite Unterstützungsbewegung entsteht. Jede und jeder möge dazu beitragen. Es folgt die Pressemitteilung von Querdenken-711 vom 24. Februar 2024.


Michael Ballweg, der Gründer der Querdenken-Bewegung, bekannt für sein Engagement für Freiheit, Frieden und Demokratie, hat eine Großdemonstration in Berlin ab dem 3. August 2024 angekündigt. Diese Demonstration zielt darauf ab, ein starkes Zeichen für Frieden, Freiheit und eine innovative Gesellschaft zu setzen, sowie die Vielfalt und Kraft dezentraler Organisationen zu vereinen.

Ballweg, der sich seit 2020 unermüdlich für eine freie Gesellschaft einsetzt, setzt trotz persönlicher Hindernisse seine Mission fort. Seine Inhaftierung in Folge der Organisation großer Demonstrationen hat die Solidarität seiner Unterstützer entfacht. Die Energie einer Demonstration am 10.12.2023 in Karlsruhe sowie das Vorhaben, die seit Anfang 2020 bestehenden Ziele für eine offene Debattenraum und eine freie menschliche Gesellschaft zu erreichen, haben ihn dazu motiviert, seine Aktivitäten zu intensivieren.

Mit der Rückgewinnung eines Teils seines Vermögens setzt Ballweg erneut seine Ressourcen für die Bewegung ein, dieses Mal für eine weitere große Demonstration in der Hauptstadt. Er appelliert an Unternehmer, Bauern, Studenten, Beamte und Oppositionsparteien, sich friedlich der Demonstration anzuschließen und sich für Grundrechte, ihre Menschenrechte und eine zukunftsfähige Gesellschaft einzusetzen.

Ein Einsatz für den Mittelstand und die Landwirtschaft

Ballweg betont die Bedeutung des Mittelstands und der Freiberufler als Rückgrat einer freien Gesellschaft und warnt vor Bestrebungen, diese durch konzernähnliche Strukturen zu ersetzen. Er ruft Unternehmer und Bauern auf, sich an der Demonstration zu beteiligen und für die Freiheit des Unternehmertums und einen rücksichtsvollen und bewussten Umgang mit der Natur zu aufzustehen. Gute Lebensmittelproduktion, so Ballweg, ist essenziell für eine gesunde Gesellschaft.

Aufruf an Studenten, Beamte und die Opposition

Ballweg ermutigt Studenten, an der Demonstration teilzunehmen, um sich für die Freiheit von Wissenschaft und Forschung zu engagieren. Er hebt hervor, dass die aktuelle Situation an Universitäten eine offene Diskussion erschwert und ruft dazu auf, für eine offene Zukunft eines freien Bildungswesens einzustehen. Beamte, die sich kritisch äußern und mit Jobverlust rechnen müssen werden aufgefordert, sich friedlich den Demonstrationen anzuschließen. Die Berliner Polizei fordert er auf, das Versammlungsrecht zu gewährleisten. Ebenso lädt Ballweg Oppositionsparteien ein, sich zu beteiligen, um das politische System kritisch zu hinterfragen und demokratisch zu erneuern.

Einladung an alle zur Teilnahme und Mitgestaltung

Die Demonstration am 3. August 2024 wird Auftakt für ein mehrtägiges Ereignis sein. Initiativen und Einzelpersonen sind eingeladen, eigene Themen und Ideen auf Demonstrationstrucks vorzustellen. Diese Plattform soll dazu dienen, den von der Regierung immer weiter eingeschränkten Debattenraum zu öffnen, fortschrittliche Konzepte für eine bessere Gesellschaft zu teilen und Mitmachangebote zu schaffen. Ballweg erinnert an die erfolgreiche Idee des verbotenen Querdenken-Camps von 2020 und kündigt an, auch dieses Jahr wieder einen Raum für Austausch und Gemeinschaft zu bieten.

"Es waren immer die Außenseiter, die die Welt verändert haben", betont Ballweg. Mit der bevorstehenden Großdemonstration in Berlin beabsichtigt er, diese These erneut zu bestätigen und zu zeigen, dass der Drang nach Freiheit und Veränderung mächtiger ist als jede Form von Unterdrückung. Berlin wird ab dem 3. August nicht nur Schauplatz einer Demonstration sein, sondern auch ein lebendiges Symbol der Hoffnung und des Neuanfangs


Michael Ballweg in Berlin am 1. August 2020


Ralf Ludwig und Michael Ballweg in Berlin am 1. August 2020


Siehe dazu:

VideoDoku der Konferenz FRIEDEN OHNE NATO
#6 MICHAEL BALLWEG erhält Kölner Karlspreis
https://youtu.be/6on9uLjtSnE


Mittwoch, 27. März 2024

Scholz will `Blitzkrieg``, Macron will Odessa - Größenwahn auf unsere Kosten - LZ

 Entnommen: https://linkezeitung.de/2024/03/27/scholz-will-blitzkrieg-macron-will-odessa-groessenwahn-auf-unsere-kosten/

Scholz will ‚Blitzkrieg‘, Macron will Odessa – Größenwahn auf unsere Kosten

VERÖFFENTLICHT VON LZ ⋅ 27. MÄRZ 2024 ⋅ HINTERLASSE EINEN KOMMENTAR


Von TIBURSEIN – https://frieden-mit-russland.com

NATO-Bodentruppen in der Ukraine und was zu erwarten steht. Jetzt spricht auch die russische Seite von einem Krieg, wo vorher von „spezieller Militäroperation“ die Rede war. Regierungssprecher Peskows Begründung: Die militärische Einmischung des Westens hat wegen umfangreicher Waffenlieferungen und direkter Intervention auch seitens ihrer Söldnerabteilungen einen solchen Grad erreicht, daß es angemessen ist, von einem Krieg des Westens gegen die Russ. Föderation zu sprechen. Dies ist eine nicht unbedeutende offizielle Aufwertung des Konflikts! Zumal:

„Reguläre Truppen aus Frankreich, Deutschland und Polen sind auf dem Schienen- und Luftweg in Tscherkassy, südlich von Kiew, eingetroffen. Eine beträchliche Truppe. Keine Zahlen wurden bekannt gegeben. Sie werden in Schulen untergebracht. In der Praxis handelt es sich um eine NATO-Truppe.“ (vgl. hier bei P. Escobar in LINKEZEITUNG.DE).

Ein ähnliches Vorpreschen wird auch aus der britischen Militärplanung für die Kiewer Gegend und die Grenzgebiete zu Belarus berichtet. (Vgl. hier  bei Th. Röper/ anti-spiegel.ru).

Auf die westlichen Interventionen angesprochen, fügte der stets für stark akzentuierte Einlassungen bekannte russische Ex-Präsident Dimitri Medwedew in den letzten Wochen mehrfach hinzu, daß allein die russische Seite den Zeitpunkt und die Mittel angemessener Reaktion bestimmen wird. Dies sei eine Antwort auf die Zunahme der tödlichen Raketen- und Droheneneinschläge im russischen Grenzgebiet (v.a. Belgorod, Kursk etc.) und speziell gegen die Krim. Alle diese Attacken wurden ja im wesentlichen mit frisch gelieferten NATO-Waffen verübt.

Die NATO startete eine Bodenoffensive am Dnjepr

Stand heute ist, daß die NATO bisher mit den weiteren Waffenlieferungen eingestandenermaßen sozusagen im Vorkrieg bereits mehrfach gescheitert war – nun möchte man also in diesem Krieg mit Bodentruppen erfolgreich sein. Die ukrainischen Militärs haben nach Abbruch ihrer Sommeroffensive, die ja nur als ein propagandisticher Versuch stattfand, und nach vollständiger Vernichtung ihrer Waffenbestände aus Sowjetzeiten inzwischen auch bereits ein gutes Drittel der inzwischen schon mehrfach nachgelieferten NATO-Ausrüstung eingebüßt sowie zwischen einer halben und einer Million Militärs. Die von den NATO-Kommandeuren erwartete Mobiliserung von 300-500.000 weiteren Militärs scheiterte bisher ebenfalls trotz terroristischem Druck der Verwaltungen auf den Straßen und Plätzen, und es scheiterten ebenfalls die Versuche der Herstellung eigener Waffenproduktion.

Die ehemalige Ukraine hat unterdessen ihre gesamte industrielle Fertigung eingebüßt, das Staatswesen gilt beim Internationalen Währungsfond (IWF) als ‚failed state‘. Steuereinnahmen gibt es kaum noch, die Bezahlung der Staatsbeamten gilt seit Monaten als gefährdet und wird gelegentlich regional oder branchenweit ausgesetzt. Der Staatshaushalt wird zu über 80% und das Militär wird längst vollständig vom Westen alimentiert.

Die russische Seite agiert langsam und effektiv

Die russischen Militärs dagegen bewegen sich zielstrebig und besonnen Stadt um Stadt und Gemeinde um Gemeinde von Osten her vorwärts und räumen die ethnisch-russischen Siedlungsareale von den ukronazistischen Militärs, langsam aber effektiv und die eigenen Verbände schonend.

Es scheinen sich auch deren Anstrengungen in Hinblick auf die Schonung der Zivilisten vielfach zu bestätigen. Jugendliche Partygänger in Odessa z.B. meldeten sich über ukrainische Kanäle mehrfach von ‚Nachtparties‘ auf den Straßen, während im Hintergrund die bis dato angeblich schwersten Bombardements russischer Raketen gegen Miliärmagazine und -Produktionsstätten sowie Flughäfen zu vernehmen waren. Der bekannte ukrainische online-Kanal strana.ua meldete bei dem schwersten Angriff „sieben Verletzte“. Ähnlich wie nach dem letzten heftigen russischen Luftangriffen auf Ziele in Kiew, als dessen Bürgermeister und Obernazi Klitschko eine starke Beschädigung von Infrastruktur der Stadt beschrieb und auf die Frage, ob es Opfer gegeben habe, mit „zehn“ antwortete und auf Nachfrage eher kleinlaut „zehn Verletzte“ hinzufügte.

Die russische Seite geht offenbar weiterhin von dieser zielstrebigen und besonnenen militärischen Taktik einer ‚offensiven Defensive‘ aus mit lediglich zurückhaltenden aber gezielten Infanterieeinsätzen, keiner Großoffensive wie zu Beginn von 2022, bei starken Anwendungen neuester Artillerietechnik mit lenkbaren Mega-Bomben, bei Anwendung von Luft-Boden-Einsätzen der Heeresfliegerei bzw. Boden-Boden-Artillerie sowie von ballistischer Raketen- und einer inzwischen sehr diversifizierte Drohnentechnik sowie deren Fokussierung auf das ukrainische Hinterland.

D.h. Russland schafft mit all dem politisch und militärisch die Bedingungen für die Besetzung mindestens der Oblast Odessa (…mit Landbrücke nach Transnistrien), sowie der Oblaste Charkow, Sumy und Tschernigow. Es soll im Resultat um das Zurückdrängen der ukrainischen Verteidigungslinien deutlich hinter den Dnjepr, d.h. hinter die Schußdistanz der schweren NATO-Artillerie ggfls. bis in die Westukraine, gehen.

Scholz und Macron inszenieren sich als Aufschneider

Was die Herren Scholz und Macron derzeit zum Ukrainekonflikt von sich geben, so ganz ohne den kranken Sugardaddy aus Washington und seine begrenzten Ressourcen, entpuppt sich bei näherer Betrachtung der aktuellen militärischen Lage eher als inszenierte Aufschneiderei. Und es ist ihnen dabei offenbar egal, was sie da in der Konsequenz für eine Giftbrühe anrühren, weil sie heftig ihrem russophoben Irrglauben verfallen sind.



Was steht seitens des Westens unmittelbar bevor bzw. ist praktisch bereits auf den Weg gebracht ? Weitere F16-Lieferungen für die Beförderung von Marschflugkörpern inkl. ‚Taurus‘, neue ergänzende schwere Artillerie und eine Bodenoffensive an die ukrainisch-belarussischen Grenze, um die Oblaste Kiew sowie Odessa unter Teilnahme von bereits vor Ort befindlichen US-amerikanischen Spezialverbänden, der französischen Fremdenlegion sowie polnischer und baltischer Einheiten.

Unklar ist derzeit, ob diese Offensive in einer Art westlichem Minimalkonsens gerade noch erreichen solll, daß die russische Initiative zum Schutz der ethnisch-russischen Bevölkerung, zur Föderung von Entmilitarisierung und Entnazifizierung der Ukraine an der Dnjepr-Kiew-Linie blockiert werden soll ?

Dies, damit wenigstens eine wenn auch nur geschrumpfte Restukraine als verbliebener westlicher Störenfried in diesem Raum übrig bleibt und damit das Schwarze Meer dem Westen irgendwie als Aufmarschgebiet erhalten bleibt (vgl. dazu die komprimierte  Darstellung von Dagmar Henn). Oder ob der Westen nicht tatsächlich willens ist, entlang des Dnjepr die atomare Karte zu ziehen, die Existez Russlands aufs Spiel zu setzen und damit Russland gezwungen wird, taktisch ebenfalls die atomare Sperre zu errichten. Diese Art Sperre wäre dann allerdngs eine, die nicht am Dnjepr stattfinden würde, sondern in Polen und Deutschland.

Klar ist dagegen jetzt schon, daß hauptsächlich Deutschland für solch ein denkbares Ensemble westlichen Freiheitsdrangs pekuniär verantwortlich wird. Genauer: Daß wir den skizzierten westlichen Überfall auf die Ukraine westlich des Dnjepr in allen Belangen zu finanzieren haben. Dies gilt so lange bis es in der Bundesrepublik nicht ernsthaft und wirksam Widerstand gegen die Verstrickung in NATO-Kriegspolitik gibt.

Kiew muß bedingungslos kapitulieren – der einzige erfolgversprechende Weg

Von der Ukraine, wie wir sie heute als Restbestand kennen, und von dem NATO-Schergen Selenski wird in absehbarer Zeit nicht mehr die Rede sein.

Und nebenbei: Was wollen die rechtgläubigen Peaceniks eigentlich, die v.a. zu Ostern von ‚Waffen niederlegen!‘ halluzinieren und zu Verhandlungen zwischen der russischen und der ukrainischen Seite aufrufen, wenn letztere Seite gar nicht mehr vorhanden ist. Diese Peaceniks haben schon seit 2014, als der Westen mit dem Maidan-Putsch den Krieg gegen Russland aufzusetzen begann, nichts mehr so richtig bemerkt.

Der Konflikt ist längst weit über diesen Zenit und über diesen Staatsschauspieler hinausgelangt. Heute ist die NATO unter Führung der USA im Krieg mit Russland und nur diese können bei möglichen Verhandlungen ernsthaft Garantiemächte sein. (Vgl. auf dieser website unter „Gegen Wunschdenken…„).

Zu beenden ist der Krieg praktisch nur über eine bedingungslose Kapitulation, um weitere Opfer dort und überhaupt in Europa zu vermeiden. Was haben ausgerechnet Scholz oder Macron da noch zu bestellen ? Glauben die wirklich, daß Russland sich noch einmal auf so etwas wie Minsker Vereinbarungen einlassen kann mit diesen beiden Witzfiguren als Repräsentanten von Garantiemächten ? Da die USA derzeit aber global nicht oder nicht mehr unengeschränkt aktiv sein können, wird sich die russische Führung doch daran erinnern müssen, daß auch Kiew ein ethnisch-russisches Siedlungsareal ist. Wird Medwedew doch recht haben, als er erklärte, es sei nach der bedingungslosen Kapitulation doch am besten, wenn die Restukraine doch wieder in den Staatsverband der Russ. Föderation zurückkehrte, der Westen müsse sich allerdings an den Wiederaufbaukosten beteiligen…


https://frieden-mit-russland.com/2024/03/25/scholz-will-blitzkrieg-macron-will-odessa-groessenwahn-auf-unsere-kosten/


Dienstag, 26. März 2024

Putin: Der Westen steckt hinter dem Terroranschlag - LZ

 Entnommen: https://linkezeitung.de/2024/03/26/putin-beschuldigt-den-westen-hinter-dem-terroranschlag-zu-stecken/

Putin beschuldigt den Westen, hinter dem Terroranschlag zu stecken

VERÖFFENTLICHT VON LZ ⋅ 26. MÄRZ 2024 ⋅ HINTERLASSE EINEN KOMMENTAR


Von Thomas Röper – http://www.anti-spiegel.ru

Der russische Präsident Putin hat bei einer Besprechung mit Leitern der Sicherheitsbehörden den Westen beschuldigt, hinter dem Terroranschlag in Moskau zu stehen. Hier zeige ich, was Putin genau gesagt hat.

Der Kreml veröffentlicht von praktisch jeder Regierungssitzung, an der Putin teilnimmt, die Eingangserklärungen Putins und anderer Beteiligter. Meistens sind das trockene Texte, aber bei der heutigen Sitzung Putins mit den Leitern der russischen Sicherheitsbehörden über den Stand der Ermittlungen zum Terroranschlag von Moskau, hat Putin einige sehr brisante Dinge gesagt.

Putin begann mit einer erneuten Beileidsbekundung für die Opfer und ihre Familien und mit dem Dank an die Sicherheits- und Rettungskräfte für ihren professionellen und schnellen Einsatz. Danach kam Putin zum Terroranschlag selbst und seinen Hintergründen. Ich werde diesen Teil seiner Erklärung gleich komplett übersetzen, aber vorher will ich darauf hinweisen, welche Passagen ich warum spannend und vielsagend fand. Sie können am Ende dieses Artikels entscheiden, ob Sie meiner Meinung folgen oder zu anderen Schlüssen kommen.

Putin: „Die Täter sind radikale Islamisten“
Putin hat damit begonnen, dass der Terroranschlag von „radikalen Islamisten“ begangen wurde, was nicht allzu sehr überrascht, denn die Täter sind alle Moslems, die nach ihrer Festnahme ausgesagt haben, auf Telegram für nur 500.000 Rubel (ca. 5.000 Euro) für den Terrorakt angeworben worden zu sein. Um ins Visier solcher Anwerber zu kommen, muss man in den entsprechenden Kreisen und vor allem den entsprechenden Telegram-Gruppen sein, weshalb es zu vermuten war, dass die Täter den radikalen Islam nahe stehen.

Putin sagte dazu, man wisse, wer die Tat begangen hat („wessen Hände sie begangen haben“), aber er fügte das Offensichtliche hinzu: Die gefassten Täter haben das nicht aus eigenem Antrieb getan, es gab Hintermänner, die die Tat organisiert und dafür einige radikale Dummköpfe als Täter angeworben haben. Daher sagte Putin, es gehe darum, herauszufinden, wer die Tat angeordnet und organisiert hat.

Wer sind die Hintermänner?
Weiter stellte Putin die klassische Frage eines jeden Ermittlers, die Frage nach dem Motiv, die Frage nach dem „Cui bono?“. Und als er diese Frage stellte, sagte er den in meinen Augen entscheidenden Satz:

„Diese Gräueltat kann nur ein Glied in einer ganzen Reihe von Versuchen derer sein, die sich seit 2014 durch die Hände des Neonazi-Regimes in Kiew Krieg gegen unser Land führen.“

Putin beschuldigt also nicht Kiew, sondern die Strippenzieher hinter der ukrainischen Regierung, den Terroranschlag angeordnet zu haben. Das deckt sich mit dem, was ich gerade erst geschrieben habe, denn der IS hatte in der Vergangenheit massive Unterstützung aus den USA, als es darum ging, den syrischen Präsidenten Assad zu stürzen. Das ist weder meine schmutzige Fantasie, noch ist es russische Propaganda, sondern das war die CIA-Operation „Timber Sycamore“, in der die USA radikale Islamisten für den Kampf gegen die syrische Regierung bewaffnet hat, woraufhin der IS mit diesen von den USA gelieferten Waffen zur stärksten Rebellengruppe in Syrien wurde.

Und der Teil des IS, der laut den USA den Terroranschlag in Moskau ausgeführt haben soll, ist der IS-K, der in Afghanistan gegen die Taliban kämpft, mit denen die USA bekanntlich eine innige Feindschaft verbindet. Es wäre nicht das erste Mal, dass die USA einen Gegner (den IS-K) bewaffnen, um einen anderen Gegner (die Taliban) zu bekämpfen. Dafür liegen mir derzeit keine Belege vor, aber ich halte das für sehr wahrscheinlich.

Die USA als Strippenzieher?
Wenn es also so ist, dass die USA den IS-K zu dem Terroranschlag in Moskau bringen konnten, dann wäre es auch kein Problem für die USA, Kiew anzuweisen, den Tätern die Flucht in die Ukraine zu ermöglichen.

Bei den Tätern selbst handelte es sich sicher nicht um Mitglieder des IS-K, denn die wären nicht geflohen und hätten sich nicht widerstandslos festnehmen lassen, sondern hätten sich aller Wahrscheinlichkeit nach am Tatort oder spätestens bei der Festnahme in die Luft gesprengt.

Ich sage es deutlich: An dieser Version ist noch vieles äußerst spekulativ und wir müssen abwarten, was sich noch ergibt, aber ich halte diese oder eine ähnliche Version für sehr wahrscheinlich.

Nun kommen wir zur Übersetzung des Teils von Putins Ansprache, in dem es um dieses Thema geht.

Beginn der Übersetzung:

Wir wissen, dass dieses Verbrechen von radikalen Islamisten begangen wurde, deren Ideologie die islamische Welt selbst seit Jahrhunderten bekämpft. Aber wir sehen auch, dass die USA versuchen, ihre Satelliten und andere Länder der Welt über verschiedene Kanäle davon zu überzeugen, dass nach ihren Geheimdienstinformationen beim Moskauer Terroranschlag angeblich keine Spur nach Kiew gibt und dass der blutige Terroranschlag von Anhängern des Islam, von Mitgliedern der in Russland verbotenen Organisation Islamischer Staat verübt wurde.

Wir wissen, wessen Hände diese Gräueltat gegen Russland und sein Volk begangen haben. Uns interessiert, wer sie angeordnet hat. Im Rahmen der gemeinsamen Arbeit unserer Geheimdienste und Strafverfolgungsbehörden müssen wir Antworten auf eine ganze Reihe von Fragen erhalten.

Zum Beispiel: sind radikale und sogar terroristische islamische Organisationen wirklich daran interessiert, Russland anzugreifen, das heute für eine gerechte Lösung des eskalierenden Nahostkonflikts eintritt? Und wie kommen radikale Islamisten, die sich übrigens als gläubige Muslime positionieren, die sich zum sogenannten reinen Islam bekennen, dazu, während des heiligen Monats Ramadan, der allen Muslimen heilig ist, schwere Gräueltaten und Verbrechen zu begehen?

Auf diese und andere konkretere Fragen muss eine objektive Untersuchung des in Moskau begangenen Verbrechens Antworten geben. Eines ist absolut klar: Das schreckliche Verbrechen, das am 22. März in der russischen Hauptstadt begangen wurde, war, wie ich bereits sagte, ein Akt der Einschüchterung.

Und es stellt sich sofort die Frage: wer profitiert davon? Diese Gräueltat kann nur ein Glied in einer ganzen Reihe von Versuchen derer sein, die seit 2014 durch die Hände des Neonazi-Regimes in Kiew Krieg gegen unser Land führen. Und Nazis haben bekanntlich nie gezögert, wenn es darum ging, die schmutzigsten und unmenschlichsten Mittel zur Erreichung ihrer Ziele einzusetzen.

Erst recht heute, wo ihre viel propagierte Gegenoffensive völlig gescheitert ist. Das haben bereits alle anerkannt und es ist unbestritten. Die russischen Streitkräfte haben die Initiative entlang der gesamten Kontaktlinie in der Hand und alle Maßnahmen des Gegners zur Stabilisierung der Front waren erfolglos.

Daher die Versuche, in unsere Grenzgebiete einzudringen und dort Fuß zu fassen, der Beschuss ziviler Wohngebiete und ziviler Infrastrukturen, einschließlich der Energieversorgung, auch mit Mehrfachraketen, und die Versuche, Raketenangriffe auf die Krimbrücke und die Halbinsel selbst zu starten.

Blutige Einschüchterungsversuche wie der Terroranschlag in Moskau fügen sich logisch in diese Reihe ein. Das Ziel ist es, wie ich bereits sagte, Panik in unserer Gesellschaft zu säen und gleichzeitig der eigenen Bevölkerung zu zeigen, dass für das Kiewer Regime noch nicht alles verloren ist.

Sie müssen nur den Befehlen ihrer westlichen Strippenzieher folgen, bis zum letzten Ukrainer kämpfen, dem Befehl aus Washington folgen und ein neues Mobilmachungsgesetz verabschieden, so etwas wie eine Hitlerjugend schaffen, natürlich in ihrer Neuauflage. Sie wollen unter diesem Vorwand neue Waffen und zusätzliches Geld herausschlagen, von dem sie einen beträchtlichen Teil klauen und, wie es heute in der Ukraine üblich ist, in die eigenen Taschen stecken können.

Ende der Übersetzung


https://www.anti-spiegel.ru/2024/putin-beschuldigt-den-westen-hinter-dem-terroranschlag-zu-stecken/


Donnerstag, 21. März 2024

Der Westen ist im Krieg gegen Russland - Thomas Röper, LZ

 Entnommen: https://linkezeitung.de/2024/03/21/der-westen-ist-im-krieg-gegen-russland/


Der Westen ist im Krieg gegen Russland

VERÖFFENTLICHT VON LZ ⋅ 21. MÄRZ 2024 ⋅ HINTERLASSE EINEN KOMMENTAR


Von Thomas Röper – http://www.anti-spiegel.ru

Der Westen führt in der Ukraine einen Krieg gegen Russland. Das wird im Westen noch bestritten, ist aber vollkommen offensichtlich. In diesem Artikel zeige ich auf, warum und in welchem Ausmaß der Westen bereits im Krieg mit Russland ist.

Westliche Medien und Politiker behaupten, der Westen befände sich nicht im Krieg mit Russland. Das ist Irreführung der Öffentlichkeit, wie ich in einer zweiteiligen Artikelserie aufzeigen werde. Im diesem ersten Teil zeige ich, wie sehr der Westen bereits in den Krieg mit Russland verstrickt ist und im zweiten Teil zeige ich, wie die westliche Öffentlichkeit darauf vorbereitet wird, diese Tatsache zu akzeptieren, denn dass der Westen im Krieg mit Russland ist, lässt sich nicht mehr verheimlichen.

Das Scheitern des Westens

Dass der Westen im Krieg mit Russland ist, ist eine Tatsache. Die Versuche des US-geführten Westens, die Ukraine trotz aller Warnungen aus Russland vor dieser roten Linie in die NATO zu ziehen, sind am 24. Februar 2022 gescheitert, als Russland keine andere Wahl mehr gesehen hat, als seine nationale Sicherheit mit Gewalt zu schützen. Der US-geführte Westen konnte oder wollte keinen Schritt zurück machen und ist daher „all in“ gegangen, wie man beim Poker sagen würde.

Der Westen hat den Krieg gegen Russland begonnen, indem er zunächst – außer der Entsendung eigener Soldaten – alle Mittel gegen Russland eingesetzt hat, die man einsetzen kann: Die härtesten Wirtschaftssanktionen der Geschichte (Wirtschaftskrieg), eine diplomatische Offensive mit dem Ziel, Russland international zu isolieren und eine anti-russische Propagandakampagne, die so weit ging, dass beispielsweise Facebook offene Gewaltaufrufe gegen Russen nicht mehr als Hassrede eingestuft hat.

Bekanntlich ist die Strategie des US-geführten Westens gescheitert. Der Versuch, Russlands Wirtschaft mit den Sanktionen zu zerschlagen, hat sich ins Gegenteil verkehrt und Europa leidet mehr unter den eigenen Sanktionen als Russland. Der Westen ist international isoliert, der globale Süden wendet sich immer mehr vom Westen ab, weil man dort die Genese des Ukraine-Konfliktes versteht und die Schuld des US-geführten Westens an der Eskalation sieht. Das Verhalten des Westens gegenüber dem Völkermord, den Israel in Gaza durchführt, hat den Prozess noch verstärkt.

Als seine Strategie zu scheitern begann, hat der Westen begonnen, der Ukraine Waffen im Wert von ungezählten Milliarden zu liefern. Außerdem bildet der Westen ukrainische Soldaten aus, liefert der Ukraine Geheimdienstinformationen über russische Ziele, ist an der Ausarbeitung ukrainischer Offensiven beteiligt und so weiter. All das macht den Westen aus völkerrechtlicher Sicht zur Kriegspartei gegen Russland.

Der Westen ist im Krieg gegen Russland

Offiziell hat der Westen bisher keine Soldaten in die Ukraine geschickt, aber es war lange ein offenes Geheimnis, dass westliche Soldaten in der Ukraine gegen Russland kämpfen, indem sie westliche Waffen bedienen oder sogar an der Front aktiv sind, wobei diese Soldaten offiziell als Söldner bezeichnet werden, um die westliche Kriegsbeteiligung zu vertuschen.

Inzwischen ist es jedoch kein Geheimnis mehr, dass Soldaten aus NATO-Ländern in der Ukraine gegen Russland kämpfen. Das wurde im Westen längst offen gesagt, wie ich anhand einiger Beispiele zeigen will,

Am 28. Februar berichtete die Times, dass der Chef der britischen Streitkräfte der Ukraine bei der Erstellung von „Schlachtplänen“ und bei der „Strategie zur Zerstörung russischer Schiffe und zur Öffnung des Schwarzen Meeres“ geholfen habe. Der Pressesprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin kommentierte das wie folgt:

„Es ist überhaupt kein Geheimnis, dass die Briten verschiedene Formen der Unterstützung bieten … Leute vor Ort, Geheimdienst und so weiter und so fort. Das heißt, sie sind tatsächlich direkt in diesen Konflikt involviert.“

Am 1. März wurde das Telefonat der Führung der deutschen Luftwaffe mit den Angriffsplänen auf die Krimbrücke öffentlich, in dem die deutschen Generäle auch ganz offen darüber gesprochen haben, dass zumindest britische Soldaten am Krieg gegen Russland beteiligt sind, weil sie die Angriffsziele in ihre an die Ukraine gelieferten Strom Shadow-Marschflugkörper einprogrammieren.

Am 10. März sagte der polnische Außenminister Sikorski, dass NATO-Soldaten bereits in der Ukraine aktiv sind.

Am 18. März berichtete die spanische Zeitung El País, dass aktive und ehemalige Soldaten aus NATO-Staaten seit Langem in der Ukraine aktiv sind und den Einsatz der vom Westen gelieferten Waffen beaufsichtigen. Die US-geführte NATO sei neben aktiven Kampfhandlungen „in praktisch jeden möglichen Aspekt“ der Feindseligkeiten involviert. Dazu gehören die Lieferung von Waffen, die Bereitstellung von Zielinformationen und die Ausbildung ukrainischer Soldaten in der Ukraine. Aus westlichen Streitkräften ausgeschiedene Soldaten, die sich den ukrainischen Streitkräften als „Freiwillige“ angeschlossen haben, dienen laut El País auch als Agenten für ihre Heimatländer. Sie stellen „Wissen über die Situation an der Front zur Verfügung, um die Wirksamkeit der gelieferten Waffen und mögliche Probleme bei ihrer Verwendung zu ermitteln“, so die Zeitung. Die Anwesenheit aktiver und ehemaliger NATO-Truppen sei von offizieller Seite stillschweigend zugegeben worden, berichtete El País außerdem.

Das Schweigen der deutschen Medien

Das waren nur Beispiele, aber sie zeigen, dass der Westen längst im Krieg mit Russland ist, was in Russland schon länger offen gesagt wird, im Westen aber bisher bestritten wurde. Inzwischen gibt man es aber auch im Westen zu, auch wenn die deutschen Medien das bisher noch verschämt verschweigen.

Es ist immer wieder faszinierend, wie gut die deutschen Medien ihre Leser und Zuschauer dumm und uninformiert halten. Die Idee eines Krieges gegen Russland ist in Deutschland – höflich ausgedrückt – höchst unpopulär. Deutsche Journalisten geben sich zwar alle Mühe, in Kommentaren und Kolumnen Stimmung zu machen und jeden als „zu zögerlich“ zu diskreditieren, der sich beispielsweise gegen die Lieferung der Taurus-Raketen ausspricht, aber der gewollte Erfolg, den Deutschen eine Kriegsbeteiligung gegen Russland schmackhaft zu machen, will sich nicht einstellen.

Die aktuelle Bundesregierung ist die unbeliebteste Bundesregierung der deutschen Geschichte und die Kanzler-Partei SPD ist in den Umfragen im Sturzflug. Trotzdem macht die SPD in aktuellen Umfragen wieder ein wenig Boden gut, weil sich Kanzler Scholz offiziell gegen die Lieferung der Taurus an die Ukraine stellt, während die Parteien, die für die Lieferung sind, an Beliebtheit verlieren.

Da ein Krieg gegen Russland in Deutschland so unpopulär ist, dass derzeit sogar die Partei des äußerst unbeliebten Kanzlers ein wenig Boden gut machen kann, verschweigen die deutschen Medien ihren Lesern und Zuschauern konsequent alle Meldungen über die Kriegsbeteiligung des Westens. Die oben genannten Beispiele sind ja keine russische Propaganda, es sind Meldungen renommierter westlicher Medien wie Times, El País und so weiter.

Trotzdem haben deutsche Medien darüber nicht berichtet. Wer beispielsweise bei Google unter dem Suchbegriff „Sikorski“ danach sucht, dass der polnische Außenminister schon vor zehn Tagen offen gesagt hat, dass NATO-Soldaten bereits in der Ukraine aktiv sind, der findet in den deutschen Mainstream-Medien keine Meldungen darüber. Darüber haben lediglich einige wenige, nicht zum Mainstream gehörende Medien wie der Anti-Spiegel, die Berliner Zeitung oder in der EU zensierte russische Medien wie RT-DE berichtet.

Die deutschen Mainstream-Medien haben lediglich berichtet, dass Sikorski den Vorschlag von Macron unterstützt, die Entsendung von europäischen Truppen in die Ukraine nicht auszuschließen, aber dass Sikorski auch gesagt hat, dass NATO-Soldaten bereits in der Ukraine aktiv sind, wissen die Konsumenten der deutschen Mainstream-Medien bis heute nicht.

Wie Westen die Öffentlichkeit auf Krieg einschwört

Der Westen führt in der Ukraine einen Krieg gegen Russland. Das wird im Westen noch bestritten, ist aber vollkommen offensichtlich. In diesem Artikel zeige ich auf, wie die europäische Öffentlichkeit darauf vorbereitet wird, dass der Westen bereits im Krieg mit Russland ist.

Westliche Medien und Politiker behaupten, der Westen befände sich nicht im Krieg mit Russland. Das ist Unsinn, wie ich in einer zweiteiligen Artikelserie aufzeige. Im diesem ersten Teil habe ich aufgezeigt, wie sehr der Westen bereits in den Krieg mit Russland verstrickt ist und in diesem zweiten Teil zeige ich, wie die westliche Öffentlichkeit darauf vorbereitet wird, diese Tatsache zu akzeptieren, denn dass der Westen im Krieg mit Russland ist, lässt sich nicht mehr lange verheimlichen.

Macrons Vorstoß

Der französische Präsident Macron hat Ende Februar Schlagzeilen gemacht, als er nach einem EU-Gipfel erklärt hat, er schließe die Entsendung europäischer Bodentruppen in die Ukraine nicht mehr aus. Ich habe danach sofort in einem Artikel festgestellt, dass Macron dafür Gründe hatte, denn in der Ukraine sterben inzwischen offensichtlich französische Soldaten. Im Januar hat Russland gemeldet, bei einem Raketenangriff auf ein Ziel Charkow „60 überwiegend französische Söldner getötet und 20 verletzt“ zu haben. Es besteht der Verdacht, dass es sich bei diesen „Söldnern“ in Wahrheit um Einheiten der französischen Fremdenlegion, also um reguläre französische Soldaten, gehandelt hat.

Außerdem dürften die F-16-Kampfjets, die der Westen der Ukraine liefern will, kaum ohne westliches Personal auskommen, weshalb man die westliche Öffentlichkeit darauf vorbereiten muss, dass westliche Soldaten in der Ukraine aktiv werden. Und es kommt hinzu, dass inzwischen immer offener eingestanden wird, dass reguläre westliche Soldaten schon lange in der Ukraine aktiv sind, wie ich in Teil 1 dieser Artikelserie aufgezeigt habe. Da es dabei zwangsläufig zu Verlusten kommt, muss die westliche Öffentlichkeit darauf vorbereitet werden, dass europäische Soldaten in Zinksärgen aus der Ukraine zurückkehren.

Am 15. März gab es, unbeachtet von den westlichen Medien, russische Raketenangriffe auf ein Ziel in Odessa, bei dem hochrangige ukrainische Offiziere, Kriegsgerät, Kämpfer der Nazi-Terrormiliz Ljut und an die einhundert westliche Söldner vernichtet wurden. Allem Anschein nach handelte es sich um zwei unterschiedliche Objekte. Örtliche Medien hatten von zwei Explosionen in Odessa berichtet, die wenige Minuten auseinanderlagen. Bei der ersten Explosion kamen 14 bis 20 Mann ums Leben, darunter der Kommandeur des Nazi-Bataillons Tsunami. Verwundet wurden über 50 Mann. Örtliche Medien bemängelten, dass die Toten und Verwundeten entgegen allen Sicherheitsbedenken an einer Massenveranstaltung teilgenommen haben.

Russische Medien bezeichneten den Angriff als „freundlichen Gruß an Macron“, weil der angekündigt hatte, französische Truppen in die Ukraine zu schicken, wenn Russland auf Kiew oder Odessa vorrücken sollte.

Der Westen ist im Krieg mit Russland

Ich habe im ersten Teil dieser Artikelserie bereits erklärt, dass der Westen bereits Kriegspartei ist und dass auch westliche Truppen bereits in der Ukraine sind. Dass der Westen Kriegspartei ist, zeigt auch die Rhetorik der westlichen Politiker. Angefangen bei den USA, wo erklärt wird, man wolle Russland eine strategische Niederlage zufügen, bis hin zu Macron, der erklärt, man müsse einen russischen Sieg in der Ukraine verhindern.

Man stelle sich einmal vor, Russland, China und der Iran hätten eine solche Rhetorik angewendet, als der Westen Krieg in Afghanistan geführt hat und hätten die Gegner der NATO mit Waffen und Geheimdienstinformationen gegen die NATO versorgt und offen mit der Entsendung von Truppen gegen die NATO-Einheiten in Afghanistan gedroht. Hätte der Westen das als Kriegsteilnahme gewertet?

Man kann entgegen aller Beteuerungen der westlichen Medien und Politiker, der Westen sei nicht im Krieg mit Russland, ganz objektiv feststellen, dass der Westen bereits im Krieg mit Russland ist.

Die Ukraine als Instrument der Westens

Worum es dem US-geführten Westen in der Ukraine wirklich geht, wird immer wieder offen gesagt. Am 2. März sagte der französische Außenminister Stéphane Séjourné beispielsweise:

„Ein russischer Sieg in der Ukraine könnte sehr teuer werden. Unsere kollektive Sicherheit würde nicht mehr zwei Prozent des BIP erfordern, sondern viel mehr. Wirtschaftlich gesehen wäre die Situation katastrophal. Allein in der Landwirtschaft könnte Russland beispielsweise mehr als 30 Prozent des Weltweizenmarktes kontrollieren und seine Marktposition gegen uns Europäer einsetzen“.

Auch der CIA-Chef hat sich zu Wort gemeldet und am 12. März bei einer Anhörung des Geheimdienstausschusses des US-Kongresses erklärt:

„Ich meine, dass wir durchaus in der Lage sind, die Ukraine weiterhin in dem Konflikt zu unterstützen, dessen Auswirkungen weit über die Ukraine und die europäische Sicherheit hinausgehen. Die fortgesetzte Unterstützung für die Ukraine geht nicht nur nicht auf Kosten der Eindämmung Chinas, sondern trägt sogar zur Eindämmung Chinas bei. Sei es in Bezug auf Taiwan, das Südchinesische Meer oder an anderen Orten. (…) Unsere Einschätzung ist, dass Xi Jinping ernüchtert ist. Vor allem durch die Geschehnisse im ersten Kriegsjahr.“

Nach Ansicht des CIA-Chefs hat Xi Jinping nicht mit den Maßnahmen gerechnet, die Kiew und der Westen, vor allem die USA, ergriffen haben, nachdem Russland die Militäroperation gestartet hatte. Wenn Washington die umfangreichen Waffenlieferungen an Kiew nicht wieder aufnehme, werde der Westen mit Konsequenzen sowohl in Europa als auch „in allen Regionen des Indischen und Pazifischen Ozeans“ rechnen müssen, sagte Burns. Seiner Ansicht nach wird die Weigerung der USA, die Ukraine weiter zu unterstützen, nicht nur die Zweifel an der Verlässlichkeit der USA bei ihren Verbündeten im asiatisch-pazifischen Raum verstärken, sondern auch „die Ambitionen der chinesischen Führung“ in Bezug auf Taiwan und das Südchinesische Meer schüren.

Das waren nur zwei Beispiele, die zeigen, worum es dem Westen in der Ukraine wirklich geht. Es geht um geopolitische Interessen und den Kampf gegen Russland und China. Es geht um Profite westlicher Konzerne und um den Kampf um Märkte. Der Westen will seine dominante Rolle beispielsweise bei der Lebensmittelproduktion nicht verlieren, weil Lebensmittel sich als Druckmittel gegen „ungehorsame“ Staaten einsetzen lassen. Und die USA sehen den Kampf gegen Russland als Teil des Kampfes gegen China, das der wahre Konkurrent der USA ist. Um die Ukraine geht es hingegen nicht, die wird für diesen Kampf geopfert.

EU-Ratspräsident Charles Michel hat in einem Artikel gefordert, die EU solle auf Kriegswirtschaft umschalten. Der Spiegel hat sich dabei mal wieder wichtig gemacht und den Artikel von Michel übersetzt und als „Gastbeitrag von Charles Michel“ bezeichnet und seinen Lesern suggeriert, das sei ein extra für den Spiegel geschriebener Artikel.

Kriegsbereit werden

Die Kriegsrhetorik wird im Westen immer lauter. Dass der deutsche Verteidigungsminister fordert, nicht nur die Bundesweher, sondern auch alle Deutschen sollten wieder kriegsbereit sein, sind Töne, die man in Deutschland seit Jahrzehnten nicht mehr gehört hat und die an die finstersten Zeiten der deutschen Geschichte erinnern.

Und auch der deutsche Gesundheitsminister Lauterbach, der in Deutschland ohnehin eine sehr umstrittene Figur ist und der in seinem Ressort bisher keinerlei Erfolge vorweisen kann, weil in Deutschland immer mehr Krankenhäuser pleite gehen, was die medizinische Versorgung immer weiter verschlechtert, hat in den Chor der Kriegstreiber eingestimmt, als er gefordert hat, auch das deutsche Gesundheitssystem müsse kriegsbereit und auf die Versorgung tausender verwundeter vorbereitet werden.

Sogar der Hauptgeschäftsführer des deutschen Städte- und Gemeindebundes hat erklärt, Deutschland brauche neue Bunker. Er forderte mindestens eine Milliarde Euro, um alte Bunker wieder in Betrieb zu nehmen und neue zu bauen. Und auch in Estland wird der Bau von Bunkern gefordert. Die estnische Regierung will die Pflicht einführen, dass jedes Gebäude mit mindestens 1.200 Quadratmetern Fläche auch einen Bunker haben muss.

Die europäische Öffentlichkeit wird mit solchen Meldungen, von denen ich nur Beispiele gezeigt habe, an den Gedanken gewöhnt, dass es auch in Europa zu einem Krieg kommen kann. Und diese Möglichkeit ist vor dem Hintergrund, dass europäische Soldaten in der Ukraine schon lange gegen Russland kämpfen und inzwischen sogar die Entsendung regulärer Bodentruppen diskutiert wird, immer realer.

Truppen in die Ukraine schicken

Da die europäischen Bevölkerungen nicht begeistert davon sind, für die Ukraine zu sterben, versuchen die Befürworter der Entsendung europäischer Truppen in die Ukraine die Menschen damit zu beruhigen, es handele sich dabei nicht um Kampftruppen, sondern um Grenzschützer, Ausbilder, Wartungspersonal und Minenräumer, die ukrainische Soldaten ersetzen sollen, damit die an die Front geschickt werden können. Selbst wenn das stimmen würde, wären diese europäischen Soldaten, sobald sie diese Aufgaben in der Ukraine von der ukrainischen Armee übernehmen, für Russland legitime Ziele, was eine weitere Eskalation unvermeidbar machen würde.

Trotzdem wächst die Unterstützung für Macrons Vorstoß. Am 15. März hat der lettische Präsident erklärt, er unterstütze Macron, und er fügte hinzu, die Europäer sollten sich bei der Unterstützung der Ukraine keine roten Linien setzen. Am gleichen Tag stieß die finnische Außenministerin ins gleiche Horn und erklärte, man solle „langfristig“ nichts ausschließen, auch nicht die Entsendung von Bodentruppen in die Ukraine.

Der einflussreiche ukrainische Abgeordnete Alexej Gontscharenko hat am 20. März, während er in Frankreich an der Arbeit eines Ausschusses der PACE teilnahm, erklärt, die französische Regierung erwäge, eine europäische Militärmission in die an Weißrussland angrenzenden ukrainischen Regionen zu entsenden, um die dort stationierten ukrainischen Truppen für den Kampf gegen Russland freizustellen:

„Ich spreche mit den französischen Kollegen. Und schon jetzt kann ich sagen, dass alles ernst ist. (…) Es gibt Gespräche über eine Mission europäischer Soldaten an der Grenze zu Weißrussland, die das ukrainische Militär aus dieser Abschnitt entlasten wird. Das wird die östlichen und südlichen Abschnitte stärken.“,

Nach seinen Angaben sagten seine Gesprächspartner, dass der französische Präsident in der Frage der Entsendung von Soldaten in die Ukraine „sehr entschlossen“ sei. Außerdem wolle Macron in der Ukraine auch „einen gemeinsamen Stützpunkt für die Ausbildung von Soldaten und die Herstellung von Munition“ einrichten. Dafür würden zwei Standorte im Westen des Landes in Betracht gezogen.

Gontscharenko sagte auch, Frankreich wolle eine Koalition von Verbündeten für die Entsendung von Truppen in die Ukraine schaffen, zu der wahrscheinlich auch Polen und die baltischen Staaten gehören würden. Es werde noch nach anderen europäischen Ländern gesucht. Deutschland sei dagegen, weil es das für eine unnötige Eskalation halte, schrieb Gontscharenko.

Die französischen Pläne

Am 16. März versuchte Macron wieder, die Menschen zu beruhigen, indem er erklärte:

„Wir werden nicht den Weg der Eskalation gehen, weil wir keinen weiteren Krieg wollen, aber wir sind bereit, zu sagen, dass wir keine Limits haben und bereit sind, je nach den Aktionen Russlands zu reagieren. Die Ukrainer müssen am Ende des Krieges in einer starken Position sein, wenn sie einen dauerhaften Frieden aushandeln. Aber ich bin noch nicht bereit, offensive Initiativen zu ergreifen.“

Entscheidend dürfte sein, dass Macron „noch nicht bereit“ ist. Allerdings laufen die Vorbereitungen in Frankreich auf Hochtouren. Schon am 8. März berichtete Politico, dass die französische Armee Manöver unter realitätsnahen Bedingungen durchführt, bei denen ein Konflikt hoher Intensität mit einem Feind simuliert wird, der an Feuerkraft nicht zurücksteht. Die Fläche des Manövergebietes betrage 120 Quadratkilometer und sei damit größer als Paris. Das sei ein Sonderfall für Frankreich, denn nur hier operieren Infanterie, gepanzerte Fahrzeuge, Artillerie und andere Truppengattungen, die normalerweise getrennt in verschiedenen Regionen des Landes ausgebildet werden, gemeinsam.

In dem Bericht hieß es, dass die Manöver darauf abzielen, den Kampf gegen eine Armee wie die russische zu trainieren, wobei die französische Führung den potenziellen Gegner nicht nenne. Wie Offiziere anmerken, werden die Erfahrungen aus dem Ukraine-Konflikt aktiv in die Ausbildung einbezogen. Sie sind der Meinung, dass der Verlauf der Ausbildung die Bedeutung der Koordination zwischen den Einheiten und der gemeinsamen Aktionen aller Truppengattungen und -bereiche bestätigt.

Genau das ist eine große Schwäche der NATO, denn die NATO hat in den letzten 30 Jahren nicht mehr trainiert, große Truppen zu koordinieren, sondern ihre Truppen auf begrenzte Operationen mit Spezialeinheiten und Luftwaffe vorbereitet. Das waren die Kriege, die die NATO in den letzten Jahrzehnten geführt hat, aber einen großen Krieg mit tausend Kilometer langen Fronten und zehntausenden Soldaten hat die NATO schon lange nicht mehr geübt, weil sie von ihrer Überlegenheit so überzeugt war.

In einem Artikel für Le Monde hat der Generalstabschef der französischen Armee, General Pierre Schill, nun erklärt, Frankreich sei nicht immun gegen die Spannungen auf der Welt und es habe Verpflichtungen gegenüber Ländern, die ernsthaft bedroht seien. Der General sagte weiter:

„Um sich gegen Angriffe zu verteidigen und die Interessen zu schützen, bereitet sich die französische Armee auf die schwierigsten Schlachten vor.“

Die Drohung mit Atomwaffen

Ein anderer französischer Offizier drohte Russland im Fernsehen offen mit dem Einsatz von Atomwaffen in der Ukraine. In einer Folge von „Le Club Info“ des Fernsehsenders Direct LCI stellte der Oberst a. D. der französischen Armee, Vincent Arbaretier, zwei Szenarien für den Einsatz französischer Truppen in der Ukraine vor. Erstens die Stationierung von Truppen entlang des Dnjepr und zweitens an der Grenze zu Weißrussland, wovon auch der ukrainische Abgeordnete Gontscharenko berichtet hat. Der ehemalige französische Oberst sagte im Fernsehen:

„Im Übrigen glaube ich, dass die beiden Optionen zu einem bestimmten Zeitpunkt gemischt werden können. Das heißt, entlang des Dnjepr und um Kiew herum französische Truppen zu stationieren, um den Russen zu sagen: Geht nicht weiter, sonst riskiert ihr, unter unser Feuer zu geraten, einschließlich unserer nicht konventionellen Waffen.“

Man muss sich das auf der Karte anschauen, denn der Dnjepr teilt die Ukraine ungefähr in der Mitte. Offenbar ist Frankreich bereit, Russland bis zum Dnejpr vorrücken zu lassen, will aber eingreifen, sollte Russland den Dnjepr überschreiten und Richtung Kiew oder Odessa vorrücken.

Das Problem ist, dass Frankreich Russland militärisch im Grunde nichts entgegensetzen kann. Frankreich verfügt über etwas über 200 Panzer und etwa 200 Kampfflugzeuge. Russland hingegen verfügt über etwa 14.000 Panzer, von denen vor der Eskalation in der Ukraine etwa 10.000 eingelagert waren, aber inzwischen wieder betriebsbereit sein dürften. Und Russland hat über tausend Kampfflugzeuge und die modernste Luftabwehr der Welt, die von der NATO zu Recht gefürchtet wird.

Da Frankreich Russland militärisch im Grunde nicht viel entgegensetzen kann, droht Frankreich – wenn auch bisher nur in Person eines pensionierten Offiziers – schon mal mit dem Einsatz von Atomwaffen in der Ukraine. Zur Erinnerung: Angeblich will der Westen der Ukraine helfen, aber von welcher Ukraine kann denn noch die Rede sein, wenn Frankreich dort tatsächlich Atomwaffen einsetzen sollte?

Die französischen Hitzköpfe sollten das lieber nicht ernsthaft ins Auge fassen, denn laut der russischen Atomdoktrin dürfte auf den Einsatz französischer Atomwaffen in der Ukraine oder gar gegen russisches Gebiet ein nuklearer Angriff auf Ziele in Frankreich folgen.

Macrons Dilemma

Dass Macron die Entsendung von Bodentruppen in die Ukraine ins Spiel gebracht hat, weil die hohe Zahl der in der Ukraine getöteten Soldaten nicht mehr lange geheim halten kann, habe ich schon früher erwähnt. Le Monde am bereits am 1. März unter Berufung auf ihre Quellen berichtet, dass die französische Regierung erwägt, einer kleine Militärtruppe in die Ukraine zu schicken. Sie soll als Ausbilder für die ukrainischen Streitkräfte und als „Abschreckung“ für Moskau dienen, berichtete die Zeitung. Laut Le Monde seien Frankreichs Spezialeinheiten auch an der Ausbildung ukrainischer Soldaten im benachbarten Polen und an der Eskortierung von Waffenlieferungen an Kiew beteiligt. Sie hätten jedoch immer „an der ukrainischen Grenze Halt gemacht“.

Sergej Naryschkin, der Chef des russischen Auslandsgeheimdienstes SVR, teilte am 19. März mit, Frankreich plane bereits die Entsendung von 2.000 Mann seiner Spezialkräfte in die Ukraine:

„Die derzeitige Führung und die Generäle des Landes kümmert der Tod von einfachen Franzosen nicht. Nach den Informationen, die der russische SVR erhalten hat, wird bereits ein Kontingent vorbereitet, das in die Ukraine geschickt werden soll. In der Anfangsphase wird es sich auf etwa 2.000 Personen belaufen.“

Nach Angaben des SVR-Direktors befürchtet das französische Militär, dass eine so große Einheit nicht unbemerkt in die Ukraine verlegt und dort stationiert werden könnte und er fügte in Anspielung auf Napoleon und die französischen Freiwilligen in Hitlers Waffen-SS hinzu:

„Damit wird sie zu einem vorrangigen legitimen Ziel für Angriffe der russischen Streitkräfte. Und das bedeutet, dass sie das Schicksal aller Franzosen erwartet, die irgendwann mit einem Schwert auf das Gebiet der russischen Welt gekommen sind.“

Über die Gründe, warum Macron die Soldaten nun schicken will, sagte Naryschkin:

„Macron wird die unangenehme Wahrheit früher oder später enthüllen müssen, aber er wird versuchen, die ‚Geständnisse‘ so weit wie möglich hinauszuzögern. Wie man im Elysee-Palast sagt, hat die Zahl der französischen Toten ‚bereits eine psychologisch bedeutsame Schwelle überschritten‘. Die Veröffentlichung so sensibler Daten könnte die Bürger zu Protesten provozieren, insbesondere vor dem Hintergrund der Massendemonstrationen der Bauern im ganzen Land gegen die Regierung.“

Nach Angaben des russischen Geheimdienst-Chefs ist die französische Armee inzwischen „sichtlich besorgt über die steigende Zahl von Franzosen“, die in der Ukraine getötet wurden:

„Es wird darauf hingewiesen, dass allein bei der Zerstörung des vorübergehenden Aufmarschplatzes von Ausländern in der Nähe von Charkow durch die russischen Streitkräfte am 17. Januar ‚Dutzende französischer Staatsbürger‘ getötet wurden, und dass solche Angriffe im Ukraine-Konflikt normal geworden sind‘. Wie das französische Verteidigungsministerium inoffiziell einräumt, hat das Land seit dem Algerienkrieg in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts im Ausland keine derartigen Verluste mehr erlitten. (…) Die militärische Führung befürchtet auch Unzufriedenheit unter den aktiven Offizieren der mittleren Ränge. Unter den Toten seien ‚unverhältnismäßig viele‘ von ihnen und schon jetzt gebe es Probleme, ‚Freiwillige‘ für die Rotation und den ‚Ersatz‘ der im ukrainischen Einsatzgebiet ‚Ausgeschiedenen‘ zu finden.“

Der SVR-Direktor wies auch darauf hin, dass Paris nicht nur die Zahl der Verluste, sondern auch das französische militärische Engagement in der Ukraine sorgfältig verheimlicht:

„Deshalb bemühen sich die beteiligten Behörden, Lösungen für die praktischen Fragen zu finden: Die Toten müssen begraben werden, die Familien müssen entschädigt werden und die Invaliden müssen eine Rente erhalten. All das erfordert eine ordnungsgemäße Dokumentation und eine weitere ‚doppelte Buchhaltung des Todes‘ birgt die Gefahr von Klagen verärgerter Angehöriger.“

Medwedew trollt Frankreich

Die hohe Zahl der französischen Soldaten, die in der Ukraine gefallen sind, hat auch der ehemalige russische Präsident Medwedew aufgegriffen. Auf Telegram schrieb er:

„Eigentlich wäre es gut für die Sache, wenn die wilden Franzosen ein paar Regimenter nach Banderaland schicken würden. So eine Anzahl von Truppen zu verstecken, ist sehr problematisch und daher wäre ihre systematische Vernichtung nicht die schwierigste, sondern die wichtigste Aufgabe.

Aber welchen Nutzen das hätte!

Bei so vielen Särgen, die aus dem fernen Ausland nach Frankreich geliefert werden, wird es unmöglich, den massenhaften Tod von Berufssoldaten zu verbergen. Dabei würden die Hinweise, da würden angeblich Söldner ihr Schicksal und ihr Recht auf Leben selbst wählen, sinnlos. Diese unglücklichen Menschen würden zu vollwertigen Kämpfern im Interventionskontingent. Ihre Vernichtung wird die vorrangige und glorreiche Aufgabe unserer Streitkräfte.

Aber für die Hähne der französischen Führung wird das gleichbedeutend mit der Guillotine. Sie werden von deren wütenden Verwandten und den wütenden Mitgliedern der Opposition, denen man vorgegaukelt hat, dass sich Frankreich nicht im Krieg mit Russland befindet, in Stücke geschnitten. Und das wird eine gute Lektion für die anderen wilden Idioten in Europa.“

Damit hat Medwedew das Dilemma der französischen Regierung recht treffend beschrieben.

Westliche Truppen sind schon lange in der Ukraine aktiv

Ich habe im ersten Teil dieser kleinen Artikelserie bereits ausführlich über Meldungen aus dem Westen berichtet, dass westliche Truppen bereits in der Ukraine aktiv sind. Am 20. März ist noch eine Meldung hinzu gekommen. Der polnische Außenminister Sikorski hat die Anwesenheit von Soldaten aus westlichen Ländern in der Ukraine gegenüber der deutschen Nachrichtenagentur DPA erneut bestätigt:

„Wie Ihr Kanzler sagte, gibt es bereits einige Einheiten aus großen Ländern in der Ukraine. Im Polnischen haben wir den Begriff Tajemenica Polizynela, der ein Geheimnis beschreibt, das jeder kennt.“

Am 26. Februar begründete Scholz seine Weigerung, Kiew mit Taurus-Raketen zu beliefern, damit, dass das, was die Briten und Franzosen für die Zielführung ihrer Raketen in der Ukraine tun, für Deutschland unmöglich sei. Damit hatte Scholz eingestanden, dass britische und französische Soldaten bereits aktiv am Krieg gegen Russland in der Ukraine teilnehmen.

Wenn der Westen einen Sieg Russlands in der Ukraine noch abwenden oder auch nur hinauszögern will, was ohne die Entsendung großer Einheiten aus westlichen Staaten unmöglich ist, dann hat der Westen wahrscheinlich nicht mehr viel Zeit. Die ukrainische Front bröckelt nicht nur wegen des Mangels an Munition und Waffen, sondern vor allem wegen dem Mangel an Soldaten. Die Ukraine ist ausgeblutet.

Rajmund Andrzejczak, der frühere Chef des polnischen Generalstabs, schätzt, dass die ukrainischen Verluste der Ukraine im Konflikt mit Russland „in die Millionen gehen“. Kiew sei dabei, „den Krieg zu verlieren“, und habe nicht die Ressourcen, um den Kampf gegen Russland aufrechtzuerhalten, fügte er in einem Interview mit dem Sender Polsat hinzu. Dabei beschrieb er die Lage auf dem ukrainischen Schlachtfeld als „sehr dramatisch“.

Die europäische Öffentlichkeit wird auf Krieg eingeschworen

„Die Ukrainer verlieren diesen Krieg“, erklärte Andrzejczak und verwies darauf, dass Kiew keine Flugabwehrraketen mehr zur Verfügung stehen, um sich vor russischen Angriffen zu schützen. In den letzten Wochen rief er dazu auf, die Rüstungsproduktion anzukurbeln, und argumentierte, dass sich der Westen auf einen umfassenden Konflikt mit Russland innerhalb von zwei oder drei Jahren vorbereiten solle.

Die westlichen Medien und Politiker versuchen derzeit, die Öffentlichkeit in Europa auf einen heißen Krieg gegen Russland vorzubereiten, Sie behaupten, Russland wolle nach der Ukraine auch NATO-Staaten angreifen, was natürlich Blödsinn ist, solange die nicht Russland angreifen. Und genau das scheinen sie in der Ukraine nun tun zu wollen.

Da vielen das nicht bewusst ist, sei es hier noch einmal erwähnt. Die USA, um deren Interessen es in der Ukraine geht, sagen in aller Deutlichkeit, dass sie keine Truppen in die Ukraine entsenden werden. Wenn beispielsweise Frankreich das zusammen mit anderen europäischen Staaten tut, dann wäre das deren Entscheidung und eine militärische Reaktion Russlands wäre kein Grund für die Ausrufung des NATO-Bündnisfalles gemäß Artikel 5 des NATO-Vertrages.

Diese Länder stünden dann alleine gegen Russland, denn die USA wollen keinen Atomkrieg. Aber nachdem sie in der Ukraine bis zum letzten Ukrainer gegen Russland gekämpft haben, haben sie kein Problem damit, diesen Kampf bis zum letzten Franzosen oder Polen weiterzuführen.

Außerdem hätte das aus amerikanischer Sicht einen großen Vorteil, denn die USA hoffen, im Falle eines Atomkrieges diesen auf Europa begrenzen zu können. Sollte Frankreich Atomwaffen einsetzen, hoffen die USA, dass die russische Reaktion nur Frankreich treffen würde.

Aber ob sie damit Recht haben, steht in den Sternen und ich hoffe, dass wir nie an den Punkt kommen, an dem wir die Antwort auf diese Frage erfahren.

 

https://www.anti-spiegel.ru/2024/teil-1-der-westen-ist-im-krieg-gegen-russland/

https://www.anti-spiegel.ru/2024/teil-2-wie-westen-die-oeffentlichkeit-auf-krieg-einschwoert/