Mittwoch, 4. März 2020

DAS GLITZER-IRRENHAUS - Dr. Wolfgang Schacht




Textauszug

Dr. Wolfgang Schacht:

Die bunte Glitzer-Welt des Westens hat sich als ein Irrenhaus erwiesen

Wenn wir die Dauer-Grinser im deutschen Fernsehen sehen und hören, die uns pausenlos ihre Märchen erzählen, dann schalten wir es ab. Grundsätzlich! Konsequent! Oder glauben Sie tatsächlich, dass der syrische Präsident ein Massenmörder ist, der sein eigenes Volk vernichten will? Die deutsche Berichterstattung über die Geschichte und die Ursachen des Krieges in Syrien schreit zum Himmel und ist eine einzige nicht endende Lüge! Die älteren Menschen erinnern sich beim Ansehen/Anhören der „Tagesschau der ARD“ sofort an die faschistische Berichterstattung in der Zeit von 1933 bis 1945! Ist das nicht ein Treppenwitz? Für diese Lügen müssen wir auch noch Geld bezahlen. Jeden Monat, jedes Jahr!

Haben unsere Bürgerinnen und Bürger die Lügen über den polnischen Überfall auf den Sender Gleiwitz am 31. August 1939 tatsächlich schon vergessen? Denken wir tatsächlich, dass die Syrier ein dummes Volk sind? Syrien besaß vor dem Beginn des vom amerikanischen Establishment organisierten Krieges im Jahre 2011 (zynisch und sadistisch von ihnen „Arabischer Frühling“ genannt) ein ausgezeichnetes und für den arabischen Raum vorbildliches Bildungs- und Gesundheitssystem. Die von den USA und ihren Vasallen aufgerüsteten und finanzierten „gemäßigten“ Terroristen haben in 9 Jahren ein friedliches und blühendes Land gemeinsam in Schutt und Asche gelegt! Im Verlaufe dieses schrecklichen Krieges starben mehr als 370.000 Menschen, darunter 112.000 Zivilisten. Ca. 4 Millionen haben das Land als Flüchtlinge verlassen.

(…)


Gorbatschow – Präsident der UdSSR vom 15. März 1990 bis 25. Dezember 1991 – erhielt offensichtlich die Aufgabe, das Zerstörungswerk von Chruschtschow fortzusetzen und die Existenz der Sowjetunion als Bastion des sozialistischen Lagers ein für allemal zu beenden. Deshalb hatte er auch keinen Plan für die „Perestroika“! In seinem letzten Interview als Präsident der UdSSR sagte er: „Die wichtigste Aufgabe meines Lebens ist erfüllt“. Es entsteht der Eindruck, dass die Vernichtung der UdSSR „die wichtigste Aufgabe“ in seinem Leben war [2]. Alexander Jakowlew, der Chef-Ideologe der Perestroika, der sich im Gegensatz zu Gorbatschow nicht als Dissident bezeichnete, sagte geradezu offen: „Aber wie sollten wir es (das sowjetische System) beenden. Es gibt verschiedene Wege, z.B. durch Meuterei. Aber das ist perspektivlos. Man musste von innen wirken. Für uns gab es nur einen einzigen Weg – das totalitäre System von innen mit Hilfe der Disziplin der totalitären Partei zu zerstören. Wir haben unsere Sache so gemacht.“ Im Ergebnis der Handlungen von Chruschtschow und Gorbatschow wurde das Hauptziel vom „Dulles-Plan“, die Zerstörung und Kolonisierung der UdSSR, erreicht. Der Präsident der USA, George W. Bush erklärte nach dem Untergang der UdSSR, dass „die Vereinigten Staaten für die Liquidierung der Sowjetunion im Zeitraum von 1945 bis 1991 die gigantische Summe von 5 Trillionen Dollar (5.000.000.000.000.000.000 $) ausgegeben haben“.

Die Gründe für die erbarmungslose Annexion der DDR durch die BRD, für die einseitige Auflösung des Warschauer Vertrages, für den erniedrigenden Abzug der sowjetischen Truppen aus unserem Land und für die Ausdehnung des aggressiven NATO-Blocks auf fast alle ehemaligen sozialistischen Bruderländer, für die schier unfassbare Tatsache, dass deutsche Truppen im Rahmen der NATO seit 1941 erstmals wieder an der Grenze Russlands stehen, sind in diesem Zusammenhang nur die bittere Konsequenz aus diesem beispiellosen Verrat. Ein Verrat, der auch in unseren eigenen Reihen um sich griff und vor nichts und niemanden Halt machte!

Sind wir nur Opfer des Kalten Krieges? Nein und nochmals nein! Wir sind selbst schuld, weil wir uns als äußerst dumme, beschränkte, unbelehrbare, naive und sehr unaufmerksame Schüler der deutschen Geschichte erwiesen haben. Das Sein und Werden unseres ersten deutschen Arbeiter- und 4 Bauernstaates ist noch heute untrennbar mit der Persönlichkeit Walter Ulbrichts verbunden. Sein Wissen, seine Energie, seine Zielstrebigkeit, sein schöpferischer Geist prägten unsere großen Errungenschaften in der Kultur, in der Wissenschaft und in der Wirtschaft. Seine Sorge um unsere Kinder, um unsere Jugend und um unsere älteren Bürger waren beispielhaft. Unser Schulsystem, unser Gesundheitswesen und unser Sport waren weltweit Musterbeispiele, die unsere ideologischen und politischen Gegnerzur Nachahmung zwangen. Er lehrte uns die Spreu vom Weizen zu trennen und die marxistische Dialektik von Wesen und Erscheinung sogar in der Finsternis zu verstehen. Seine Bemühungen, alle Klassen und Schichten in den Aufbau des Sozialismus einzubeziehen führte zu der damals sehr klugen und mutigen Entscheidung, nach der Enteignung der Konzerne und Großbetriebe (z.T. durch Volksentscheide) die mittleren und kleineren privaten Betriebe, Geschäfte und Handelsunternehmen weiter bestehen zu lassen. Er hielt an dieser Linie bis zu seiner beschämenden Ablösung fest und erklärte immer wieder, dass in der sozialistischen Gesellschaft alle Menschen gebraucht werden und eine Perspektive haben [3]. Heute wissen wir, dass der Paradigmenwechsel vom „Neuen Ökonomischen System der Planung und Leitung“ von Walter Ulbricht zur „Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik“ von Erich Honecker mit hoher Wahrscheinlichkeit zur Beschleunigung des politischen Untergangs der DDR beigetragen hat. Die Geschichte kann sehr schmerzhaft, aber auch sehr lehrreich sein!

Wen wundert es, dass über den am 1. August 1973 verstorbenen großen Politiker Walter Ulbricht in den bundesdeutschen Medien nur mit Hass, Verachtung und bösartigem Spott berichtet wird. Respekt und Pietät gegenüber den Toten gibt es im kapitalistischen Deutschland schon lange nicht mehr. Das gleiche gilt für Moral, Ethik und Menschlichkeit. Im Zuge der Globalisierung entwickelt sich die Menschheit schrittweise in eine unifizierte graue Masse ohne Nationalität, Traditionen, Werte, Religionen, Familien, Kinder und Geschlechtsmerkmale [4].

Verehrter Leser, diejenigen, die das dumme Geschwätz über Walter Ulbricht nicht nachplappern wollen, empfehlen wir dringend, das Buch von Egon Krenz „Walter Ulbricht – Zeitzeugen erinnern sich“ [3] zu lesen.

Dr. Wolfgang Schacht 01. März 2020

Quellen

[1] Prevent the Re-Emergence of a New Rival, NYT 8.3.92
[2] http://www.allcossacks.ru/publications/dalles2.pdf
[3] „Walter Ulbricht – Zeitzeugen erinnern sich“ Herausgegeben von Egon Krenz, Das Neue Berlin, 2013
[4] http://www.dr-schacht.com/Kapitalismus_-_das_ist_materieller_Wohlstand.pdf

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