Mittwoch, 4. November 2015

Hannas Kommentar zur "Fehlberichterstattung"

Lieber Harry,
 
die Leute können es einfach nicht lassen: Kritisieren sie das Westfernsehen, fehlt niemals der unvermeidliche Hieb auf das DDR-Fernsehen. 
 
Nein, Unwahrheiten wurden von der Aktuellen Kamera nicht verbreitet, was der Zuschauer allenfalls bemängeln kann, ist die Unterdrückung von Nachrichten, die Auswahl, die sich aus der Schwerpunktsetzung ergibt. Dass die Medienpolitik der DDR aufgrund bestimmter Umstände wenig professionell war, ist ja nun wahrlich keine Neuigkeit. Und schließlich sollte der User mutterheimat sich bewusst sein, dass die Aktuelle Kamera kein Spiegel der Tagesschau sein konnte und auch nicht sein wollte, denn schließlich handelte es sich bei ihr um die Nachrichtensendung der sozialistischen DDR und nicht um die der kapitalistischen BRD. Es ergab sich aus diesem Grund zwangsläufig, dass in den Nachrichtensendungen gegensätzliche Schwerpunkte gesetzt wurden. Ich nehme an, allzuviele Aktuelle Kameras hat der Mann wohl nicht gesehen, er gibt hier nur in der üblichen Weise wieder, was nicht nur am Stammtisch so geschwatzt wird.
 
Zur Antwort des ZDF wäre lediglich zu bemerken, dass sie mich nicht verwundert, sie ist symptomatisch, oder hatte der User mutterheimat erwartet, dass die dortigen Herrschaften nun vor Scham bis in die Haarspitzen erröten und Punkt für Punkt seine Kritik „abarbeiten“ würden? Zumindest muss ihm klargeworden sein, dass das öffentlich-rechtliche ZDF in seiner Nachrichtengebung nicht nur platte Lügen an die Zuschauer zu bringen versucht, und das nicht erst seit jetzt, sondern dass das heute-journal täglich zur Manipulation der Bevölkerung missbraucht wurde und wird. Was angesichts der verlogenen ZDF-Sendungen aber nun der Hinweis auf das DDR-Fernsehen bewirken soll, darüber sollte der User mutterheimat in einer ruhigen Stunde mal nachdenken, vielleicht versteht er sich dann selbst besser.
 

Lieben Gruß, Hanna