Donnerstag, 12. Dezember 2019

2020: GRÖßTES MILITÄRMANÖVER IN DEUTSCHLAND



"Defender 2020": Deutschland wird Drehscheibe für NATO-Kriegssimulation gegen Russland

Europa wird im kommenden Jahr eines der größten Militärmanöver seit dem Kalten Krieg erleben. Die US-Armee will dazu 20.000 Soldaten über den Atlantik schicken. Simuliert wird ein Krieg mit Russland. Logistische Drehscheibe der Veranstaltung wird – Deutschland.



Die USA werden im Frühjahr des kommenden Jahres 20.000 Soldaten nach Europa entsenden. Dort sollen sie an einer der größten Militärübungen auf europäischem Boden seit dem Kalten Krieg teilnehmen, dem NATO-Manöver "Defender 2020". Das erklärte der US-Generalmajor Barre Seguin gegenüber der US-Nachrichtenagentur Reuters.

Das Manöver sei das größte seiner Art seit 25 Jahren. Mit der massiven Truppenentsendung unterstreiche die USA ihr Engagement für die NATO, erklärte Seguin, der die Operationen vom NATO-Militärhauptquartier in Belgien aus überwacht:
Dies zeigt wirklich die transatlantische Einheit und das Engagement der USA für die NATO.

Insgesamt sollen etwa 37.000 Soldaten an dem Manöver teilnehmen. Vorgebliches Ziel der Übung ist es, Russland von "einer erneuten Annexion" abzuschrecken. Die erste "Annexion" war nach Auffassung der USA und deren "Verbündeten" die Wiedervereinigung der Krim mit der Russischen Föderation im Jahr 2014, für die sich die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung der Halbinsel in einem Referendum ausgesprochen hatte.

Konkret will die US-Armee bei dieser Simulation eines Krieges gegen Russland ihre Fähigkeiten testen, ihre Truppen über den Atlantik nach Belgien und in die Niederlande zu bringen und von dort schnell weiter ostwärts durch Deutschland nach Polen und damit an die Ostflanke der NATO. Seguin sagte dazu:
Wir haben diese Fähigkeit zu einer schnellen Verstärkung aus einer transatlantischen Perspektive seit etwa 25 Jahren nicht unter Beweis gestellt.

Alexander S. Neu, MdB
@AlexanderSNeu
Antwort der Bundesregierung auf meine schriftl. Frage zum Planungsstand des  #Nato Manövers #DEFENDER2020, welches im nächsten Jahr stattfinden wird. Lasst uns gemeinsam dagegen mobil machen!

Aufgrund seiner Lage in der Mitte des Kontinents wird Deutschland bei dem Großmanöver eine zentrale Rolle spielen. Es wird als logistische Drehscheibe für die NATO-Truppen auf ihrem Weg nach Osten dienen. Wie die Bundesregierung auf eine Anfrage des Linken-Abgeordneten Alexander Neu mitteilte, wird die Bundeswehr die US-Truppen in großem Umfang unterstützen:
Die Bundeswehr leistet innerhalb Deutschlands Unterstützung im Rahmen Host Nation Support auf Grundlage US-amerikanischer Anforderungen.

Nach derzeitiger Planung werden Unterstützungsleistungen an 13 Standorten erbracht. Diese umfassen z. B. die Einrichtung und den Betrieb von drei Convoy Support Centern in Garlstedt, Burg und Oberlausitz sowie den Aufbau einer Tankanlage auf dem Truppenübungsplatz Bergen.


Die US- und NATO-Truppen sollen zu Luft, zu Wasser und über Land durch Deutschland transportiert werden. Die Regierung listet in ihrer Antwort die betroffenen Flug-, See- und Binnenhäfen auf, nennt auch die geplanten Achsen für die Verlegung der Soldaten über die Straße, die im Norden über Frankfurt (Oder) und Görlitz nach Polen führen.

Neu rief auf Twitter dazu auf, gegen das auf Russland zielende NATO-Manöver mobil zu machen. Unter seinem Post äußerten sich mehrere Nutzer ähnlich kritisch. Einer vermutete, dass die NATO-Präsenz in Ostdeutschland gegen den Zwei-plus-Vier-Vertrag verstoße. Ein anderer wies auf die Verschwendung von Ressourcen und die Umweltbilanz hin. Ein weiterer Nutzer kündigte an, sich mit einer russischen Fahne am Straßenrand zu postieren, damit die NATO-Truppen "genau sehen, wie erwünscht sie im Osten sind".

Mehr zum Thema - Geheime NATO-Übung: Bundeswehr trainiert mit Partnern den Einsatz von Atomwaffen in Europa


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Tags: Alexander Neu, Andreas Richter, Bundeswehr, Militär, NATO, Russland, USA
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Montag, 9. Dezember 2019

Satire: OPERATION AFFEN-DROHNE


OPERATION AFFEN-DROHNE


Unter diesem Titel veröffentlichte der Autor Harry Popow, Jahrgang 1936, ein Satire-Buch im epubli-Verlag, dem er aus aktuellen Erwägungen den Untertitel „DER-NEUE -MAUER-FALL“ hinzufügte.


Den Inhalt skizziert er mit folgenden Worten:



Es ist wieder soweit nach dem im Abfall gelandeten „NIE WIEDER“: Ein neuer Weltenkrieg zwischen den Kapitalmächtigen und dem weltweiten Volk ist am Laufen. Wer fragt da nach Ursachen, wer nach Lösungen? Fakt: Ein NEUER MAUER-FALL muss her. Was also tun?

Ein bisher in menschlichen Kinderhänden verbrachtes „Leben“ eines kleinen Affen mit Namen DIDA, angeblich geboren im fernen ALTAI-Gebirge, haucht der Mensch BENNO Leben ein und verbindet es mit ihrem Freund DADA und dem noch im Gebirge lebenden Urgroßvater SCHIMPF-PANSE, dem politisch Erfahrenen und Gebildeten.

Die Höhlenbewohner müssen mit Bitterkeit erfahren, dass der Klimawandel sowie viel Kriegsgeschrei auch sie erwischt hat. Eine eilig zusammengerufene Vollversammlung beschließt: Wir müssen erkunden, ob es Schuldige gibt an der Erderwärmung. Ob Überirdisches im Spiel ist  oder gar die Menschen, unter denen der SCHIMPF-PANSE einst gelebt hatte? DIDA soll sich mit ihrem Freund DADA auf die mit Drohnen angetriebene Lanze setzen. Sie mögen Ursachenforschung betreiben, besonders wegen der zunehmenden Kriegsgefahr – gemeinsam mit ihrem Bekannten, dem Menschen BENNO.

Satire, Sarkasmus und Humor, gemixt mit treffenden Zitaten aus Wissenschaft und Literatur, ergibt ein spannendes Kaleidoskop von Eindrücken und Nachdenkenswertem, das hinführt zur Einsicht: Es gilt, den Planeten und die Menschen zu retten vor dem unglaublichen Raubzug der Profitgier der „Kraken“. Jeder tue, was er kann. Doch letztendlich  gibt es eine Überraschung...



LESE-SPLITTER


Seiten 176/177: Über Megaphon heißt es: „Kommt morgen hierher zur Demo vor den Toren der Eliten-Festung und stimmt mit uns ein in das neue Lied: Alles muss raus!!! Das schuftende Volk bietet den Schuldigen für Armut und Krieg Migrantenplätze im Altaigebirge an, wo sie ohne Privateigentum, aber mit eigener Muskelkraft auf dem Feld oder in der Höhle bei Handarbeiten ein bekömmliches Auskommen haben!! Macht mit bei diesem Volksentscheid!“

DIDA, die Pfiffige, bekommt große Ohren. Das ist es doch. Sie wird sich diesen Aufruf merken. Inzwischen lenkt BENNO die fragenden Blicke seiner beiden Zöglinge auf eine hoch herausgeputzte und einigermaßen schöne Dame. Sie wässert mit einer Gießkanne den Vorgarten der Festung. Warum? BENNO legt den Zeigefinger an seine Lippen, denn neuerdings haben selbst so manche Straßenbäume kleine winzige Ohren, die jeden verdächtigen Laut an die unterirdische Geheimzentrale weiterleiten. 


BENNO hatte davon gehört: Das seien jene, die ganz offensichtlich etwas am Auge haben. Sie sehen geflissentlich nach rechts gar nichts und tolerieren rechtes Geschehen, während sie nach links so scharf gesehen werden muss, dass selbst ein in der Abendsonne rot  gefärbtes Sandkorn verteufelt und bekämpft werden muss. So seien die Mächtigen in die Lage gekommen, sogenannte Gefährder bald zu entlarven und, falls die Sicherheit des Geldeintreibens gefährdet ist, diese hinter Schloss und Riegel zu bringen.

Sie konnten noch nicht ahnen, dass die Dame mit der Gießkanne eine Kriegskönigin allererster Güte ist und bei weitem die Erfolgsleiter noch viel höher klettern sollte. Sie wird über kurz oder lang – so war zu vermuten - Arm in Arm mit einem gewissen Generalsekretär zu sehen sein, wobei sie darauf während der Übergabe des Bambi 2019 an die EU den Volksmassen betörend flötete: Im Interesse der EU müssten alle an einem Strang ziehen. Der hochgestellte Mann der NATO wird ergänzend prompt mit dem inhaltsschweren Satz hinzufügen: „Einer für alle und alle für einen“.



Seiten 147/148

Auch will man Hilfskräfte anfordern, um die unter Brücken Pennenden endlich mal zu zählen in dieser auch von Flüchtlingen überschwemmenden Stadt. Dem Vernehmen nach sollen überall, wo es möglich ist, Kunstrasen ausgelegt werden, um stürzenden Leuten und Parteien auf diese Art den seelischen und körperlichen Schmerz zu lindern. Mit großem Medienrummel wird auch dies angekündigt: Ein neues Ministerium soll sich um all die kleinen Unwägbarkeiten, um all diese Symptome von Freiheit in dieser so gut funktionierenden Demokratie demnächst kümmern. Es soll sich „Das Pflasterministerium“ nennen. Deren erste Aufgabe: Die Tafeln besser unterstützen, statt sie abschaffen zu wollen. „Siehste“, ruft ein etwas angetrunkenes Männlein, „man kümmert sich...“ Vereinzelt fröhlicher Beifall ringsumher.






Harry Popow: „OPERATION AFFEN-DROHNE“, epubli-Verlag, Erscheinungsdatum: 09.12.2019, ISBN: 9783750261105,
Bindungsart: Softcover, Format: DIN A 5 hoch, 288 Seiten, Einzelpreis: 18,99 €
https://www.epubli.de//shop/buch/OPERATION-AFFEN-DROHNE-Harry-Popow-9783750261105/93263?utm_medium=email&utm_source=transactional&utm_campaign=Systemmail_PublishedSuccessfully





Samstag, 7. Dezember 2019

Landesfürstin contra Stalin



Landesherrin contra Stalin


Die Landesherrin, mit Recht weinend und trauernd in Auschwitz, betont die SCHULD der Deutschen. Sie widerspricht Stalin, der da in der Stunde des Sieges 1945 weitsichtig meinte, dass die Hitler kommen und gehen, das deutsche Volk aber bleibe. So unterschied er zwischen Volk und dem Großkapital.

Er täuschte sich gewaltig. Geblieben sind beide, die LETZTEREN und die zahmen Lämmer und Michels. Handwerker und Arbeiter, Bauern und Städter, Mütter und Väter. Zieht also alle an einem Strang, damit wir stets vereint sind, denn wir alle tragen Schuld. Weint und lasset uns beten. So erweist sich die Landeskönigin als die Beschützerin der Herrschaft der Kraken, die nach mehr VERANTWORTUNG in der Welt schreien. Auch mit Waffen. Eine NEUE MAUER steht. Und steht. Und steht...

Und will nicht zertrümmert werden...
H. Popow

Donnerstag, 5. Dezember 2019

STOPP DER MILITARISIERUNG - Jürgen Todenhöfer



Nein zur hirnlosen Militarisierung Deutschlands


VERÖFFENTLICHT VON LZ ⋅ 5. DEZEMBER 2019

von Jürgen Todenhöfer – https://www.gruppe-wagenknecht.de

Liebe Freunde, Merkel und AKK militarisieren Deutschland jeden Tag ein Stück mehr. Das müssen wir verhindern. Wir brauchen keine Aufrüstungskanzler und keine Kriegsminister. Wir brauchen kluge Friedenspolitiker, Abrüstungspolitiker.

Wir wollen keinen Militärstaat



Heute wird die Bundesregierung auf dem Londoner NATO-Gipfel kräftig Beifall bekommen. Weil sie kräftig aufrüstet. Und dabei clever vorgeht. Vergangene Woche sagte die Aufrüstungskanzlerin im Bundestag – ohne rot zu werden: „Europa kann sich zur Zeit alleine nicht verteidigen“. Das ist eine Lüge. Die Waffenlobby dürfte sich vor Freude auf die Schenkel geklatscht haben. Sie liebt Volksverdummer, die ihr die Kassen füllen.

Die europäischen NATO-Staaten sind Russland mehr als 4-fach überlegen



2019 geben die europäischen NATO-Staaten nach eigenen Angaben 284 Mrd. Dollar für Rüstung aus. Unser angeblicher „Feind“ Russland hatte 2018 Rüstungsausgaben von 61 Mrd. Dollar, nachdem er 2017 noch 66 Mrd. Dollar und 2016 sogar 82 Mrd. Dollar für Rüstung ausgegeben hatte. Tendenz also fallend! Die europäischen NATO-Staaten sind damit – gemessen an ihren Rüstungsausgaben – Russland mehr als 4-fach überlegen. Unsere Aufrüstungskanzlerin nennt Europa trotzdem „verteidigungsunfähig“.

Amerikas Politik des dicken Knüppels



Die USA geben laut NATO 2019 730 Mrd. Dollar aus. Rund 12 Mal mehr als Russland. Mit dieser gigantischen Überlegenheit terrorisieren die USA die halbe Welt. Diese „Außenpolitik des dicken Knüppels“ wollen sie mit Hilfe der Europäer nun weiter ausbauen. Nach dem Steinzeit-Motto: Wer den dicksten Knüppel hat, bekommt immer recht. Insgesamt beträgt die Überlegenheit aller (!) NATO-Staaten (USA + Kanada + europäische NATO-Staaten) gegenüber Russland 16:1. Das gibt keiner unserer Aufrüstungs-Politiker zu. Wer behauptet, man müsse trotzdem weiter aufrüsten, ist ein schamloser Lügner. Oder ein trickreicher Militarist.

Unser Verhältnis zu den USA überdenken und neu gestalten



Den USA geht es nicht darum, Europa besser zu verteidigen. Sie wollen mehr völkerrechtswidrigen Druck auf Lateinamerika, den Mittleren Osten, den Iran und China ausüben können. Da sollten wir nicht mitmachen. Der größte Friedensfeind der Welt heißt nicht Russland, sondern USA.

Das 2-Prozent-Ziel ist nur ein Feigenblatt



Offiziell rüsten wir wegen des formalen NATO-Beschlusses vom September 2014 auf. Der fordert, die Verteidigungshaushalte aller Mitgliedsstaaten auf 2% ihres Bruttosozialprodukts zu erhöhen. Dieser Beschluss hat längst seine sicherheitspolitische Bedeutung verloren. Russland hat seinen Militärhaushalt gegenüber 2014, als es 71 Mrd. Dollar ausgab, nicht erhöht, sondern verringert. Verteidigungshaushalte müssen sich nach der tatsächlichen Bedrohung richten, nicht nach dem Bruttosozialprodukt. Und nicht nach aufgebauschten Feindbildern. Russland bedroht uns nicht. Es wird Zeit, das 2-Prozent-Ziel einzustampfen.

Auf Entspannung, Abrüstungsverhandlungen und Partnerschaft mit Russland setzen



Das würde den Frieden sicherer machen und deutlich weniger kosten. Hatten wir Russland so etwas Ähnliches nicht versprochen, als die russische Führung damals überraschend Ja zur deutschen Wiedervereinigung sagte? Auch dieses Versprechen haben die USA gebrochen, genauso wie ihre Versprechen gegenüber dem Iran. Man kann sich schon lange nicht mehr bedingungslos auf die USA verlassen.

Reine Landesverteidigung statt Militärinterventionen



Statt die Bundeswehr für oft völkerrechtswidrige Einsätze auf der ganzen Welt aufzuplustern, sollten wir sie auf die Verteidigung Deutschlands ausrichten. Auf echte Landesverteidigung. Das ist laut Grundgesetz ihr einziger Auftrag. In Asien, in Afrika und im Mittleren Osten hat die Bundeswehr nichts verloren.

Abenteuerliches Missmanagement



Dass unsere Flugzeuge nicht fliegen und unsere Panzer nicht fahren ist keine Geldfrage, sondern abenteuerliches Missmanagement. Im „Beschaffungswesen“ der Bundeswehr ist vieles faul. Normalerweise haften Waffenfirmen für das einwandfreie Funktionieren der gelieferten Waffen. Und nicht der Steuerzahler. Hat die Waffenindustrie auch in Deutschland zu viel Macht? Zu gute Beziehungen? Zu fette Verträge? Auch das „Instandhaltungswesen“ der Bundeswehr zeigt große Mängel. Ungewöhnlich oft fehlt es an Ersatzteilen. Das sind typische, manchmal sogar groteske Managementfehler. Pfuscher pfuschen auch dann, wenn man ihnen noch mehr Geld zum Pfuschen gibt. Für reine Landesverteidigung wäre genug Geld da. Es müsste nur sinnvoller und kompetenter eingesetzt werden. Von Profis, die etwas von Verteidigungspolitik verstehen.

In die Zukunft investieren, nicht in die Vergangenheit



Wir leben in Zeiten eines epochalen technologischen Umbruchs. Wer wie Merkel und AKK auf Aufrüstung und Militarismus setzt, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt. In den Bereichen Bildung und Forschung wären die zusätzlichen Finanzmittel viel wertvoller. Deutschland ist hier im europäischen Vergleich allenfalls Mittelmaß. Mit Forschung und Bildung ließe sich die Welt verbessern. Mit Waffen für Angriffskriege nicht.

Unsere Soldaten müssen im Verteidigungsfall ihr Leben riskieren. Sie haben eine kompetente politische Führung verdient. Keine Laiendarsteller.

Nein zur hirnlosen Militarisierung Deutschlands







NATO-GRIFF in den WELTRAUM - Arnold Schölzel




DER SCHWARZE KANAL


Neues NATO-Kampfgebiet


Von Arnold Schölzel


Unter dem Titel »Operationsgebiet Weltall« schreibt Zeit-Redakteur Gero von Randow am Mittwoch auf Zeit online: »Auf ihrem nächsten Gipfel will die NATO den Weltraum zum Operationsgebiet erklären. Das ist kein rein symbolischer Akt, sondern könnte zu einem Wettrüsten im All führen.« Nach Schätzungen schwebten zur Zeit etwa 180 Militärsatelliten über der Erde (von insgesamt etwa 2.000). Der Weltraumvertrag von 1967 verbiete zwar Atomwaffen im All, aber nicht Atomantriebe, und lasse nur eine friedliche Nutzung zu. Aber z. B. die USA behaupteten, Verteidigung und Sicherheit seien nicht aggressiver Natur: »Insofern seien Militärbasen und andere Kriegseinrichtungen im All statthaft, nur eben nicht auf anderen Himmelskörpern.« Der Autor zitiert den Chef des US Space Command, der den Weltraum ausdrücklich als Gebiet der Kriegführung sieht. Der NATO-Beschluss, so von Randow, zeige, dass »das System der internationalen Beziehungen schweren Schaden genommen« habe, »wenn es überhaupt noch eines ist«. Hinzufügen lässt sich: Der Westen setzt mit dem NATO-Beschluss die Zerstörung dieses Systems fort.

Noch deutlicher als von Randow wird der freie Wissenschaftsjournalist Karl Urban in einem Beitrag, der am 1. Dezember vom Deutschlandfunk ausgestrahlt wird. Das Manuskript wurde vorab auf der Internetseite des Senders veröffentlicht und trägt die Überschrift »Das Säbelrasseln im All«. Darunter heißt es: »Im März bewies Indien mit einem Raketentest, feindliche Satelliten abschießen zu können. Auch die USA und Frankreich kündigten bereits Programme zur Aufrüstung im All an. Jetzt ziehen die NATO-Mächte nach. Auf dem Gipfel kommende Woche beschließen sie ihre Weltraumstrategie.«

Das Wort »nachziehen« an dieser Stelle widerspricht dem Inhalt von Urbans Text. So heißt es bei ihm: »Es ist März 2018, als Donald Trump vor eine Gruppe gut gelaunter Marines tritt: ›Meine neue nationale Strategie begreift das All als Kampfgebiet, genau wie die Luft und das Meer. Wir könnten auch eine Space Force haben, die wäre zu entwickeln.‹« Im August 2018 habe dann US-Vizepräsident Michael Pence auch gesagt, »gegen wen sich diese Politik richte«: Russland und China. Urban kommentiert, die US-Regierung trumpfe zwar noch nicht mit neuen Waffensystemen für das All auf, forsche im geheimen aber »durchaus an taktischen Fähigkeiten im All«. So sei am 27. Oktober »ein unbemanntes Spionage-Spaceshuttle, von dem keiner weiß, welche Aufgabe es hat«, nach 25 Monaten im All auf Cape Canaveral gelandet. Es war bereits die fünfte Mission.

Tatsache ist: Mehrere Länder, darunter Russland und China, haben mehrfach Resolutionen vorgelegt, die Waffen im Weltraum verhindern sollen. Erst am 5. November stimmten in der UN-Vollversammlung 124 Länder erneut für eine solche Erklärung, die USA, Israel und alle EU-Staaten einschließlich Deutschland dagegen. In der Pressekonferenz des Auswärtigen Amtes am folgenden Tag erklärte dessen Sprecher Christofer Burger auf Nachfrage von RT Deutsch-Redakteur Florian Warweg u. a., Berlin bemühe sich, das Thema »voranzubringen«, aber es bestehe ein Unterschied zu Russland: »Wir finden, es ist zu eingeschränkt, zu begrenzt, sich sozusagen auf einzelne technische Varianten von Militarisierung des Weltalls zu konzentrieren.« Die Ausrede ist nicht nur grotesk, sondern enthält auch eine Lüge.

So startet z. B. laut von Randow in gut zwei Jahren der deutsche Spionagesatellit »Georg« (Geheimes Elektro-Optisches Reconnaissance System Germany). Er werde »exklusiv dem Bundesnachrichtendienst gehören« und nicht der Bundeswehr. Damit entfällt die Pflicht zur Weitergabe von Informationen an Verbündete. Im Gefolge der USA rüstet die Bundesrepublik längst im Weltraum auf. Am 4. Dezember wird das formal abgesegnet.





Mittwoch, 4. Dezember 2019

RotFuchs: Krieg oder nicht Krieg?



Krieg oder nicht Krieg?

Geschichte wiederholt sich nicht, Klasseninteressen aber bleiben konstant. Das gilt auch für den deutschen Imperialismus. Vor allem mit Hilfe der USA wurde er nach 1945 in der BRD wieder auf die Beine gestellt. Denn die von den Westmächten z. B. im Münchner Abkommen von 1938 gestützte Mission Adolf Hitlers, die Sowjetunion sowie Ost- und Südosteuropa zu kolonisieren, war nicht erfüllt. Vielmehr stand die Rote Armee an der Elbe und machte den Weg frei für den ersten deutschen Friedensstaat. Die Westalliierten und ihr Bundeskanzler Konrad Adenauer erhoben zur außenpolitischen Doktrin: Erst wenn die UdSSR auf die Grenzen von 1939 zurückgeht, kann uns ganz Deutschland gehören.

Die Konterrevolution in der DDR und die Zugeständnisse Michail Gorbatschows an den Westen erfüllten 1990 diese Vorbedingungen. Seitdem hat sich aber das Verhältnis von deutschem und US-Imperialismus geändert: Elemente der Konkurrenz treten deutlich neben die der Kooperation. Die überwiegt in den gemeinsamen Kriegen wie im Nahen Osten beim Versuch, Syrien zu zerstückeln, oder bei den Sanktionen, um Venezuelas sozialistische Regierung zu erwürgen, oder denen gegen Rußland, Kuba und andere unbotmäßige Länder. Die Konkurrenz begann mit dem deutschen Vorpreschen bei der Anerkennung der Unabhängigkeit Sloweniens und Kroatiens 1991. Heute möchten die USA erneut einen „begrenzten“ Atomkrieg gegen Rußland führen können, was selbst der deutschen Großmannssucht nicht paßt. Deutschland wäre Schlachtfeld. Da hätten einige doch lieber eine eigene deutsche Atombombe. Trumps nationalsoziales Programm zur Belebung der US-Industrie schafft zusätzliche Probleme.

Auch in der Bundesrepublik hat sich eine nationalsoziale Fraktion, die früher zu CDU und CSU gehörte, in der AfD selbständig gemacht. Ihre Propagandalüge, die Bundesrepublik zahle für alles Elend der Welt und erleide durch Einwanderung den „Volkstod“, mobilisiert bundesweit bis zu 25 Prozent der Wähler. Nazis verstecken sich längst nicht mehr nur in der Anonymität des Internet, sondern zeigen sich demonstrativ im Alltag wie in Parlamenten.

Die deutsche Großbourgeoisie hat vorläufig ein taktisches Verhältnis zu ihnen. Sie schwankt zwischen transatlantischem Treuebekenntnis und Unterordnung unter Washingtons Wünsche einschließlich Kriegsvorbereitung gegen Rußland und der Gier nach Profit auf dem russischen Markt.

Ein Beispiel für erstere Haltung: Die FAZ veröffentlichte am 1. November einen Artikel unter der Überschrift „Zur Abwehr bereit“. In der Unterzeile heißt es: „Das amerikanische Heer verlegt im nächsten Frühjahr Tausende Soldaten zum Manöver nach Europa. Rußland soll wissen: Wir wollen und wir können noch.“ Der Text liest sich nicht nur wie seinerzeit „Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt“, es ist auch so gemeint. Kostprobe: „Jeder Angreifer, gemeint sind hier natürlich russische Verbände, soll wissen, daß man es beim Angriff auf einzelne Truppenteile des Bündnisses alsbald mit der ganzen Wucht der NATO zu tun bekommt.“ Die Wucht sieht beim geplanten Manöver an der russischen Grenze so aus: „Rund 33 000 Panzer, gepanzerte Fahrzeuge, Lastwagen, Jeeps und Material-Container, von denen zwei Drittel ebenfalls über den Atlantik verschifft werden.“ So liest sich Größenwahnsinn.

Faschisten, die noch nicht an der Macht sind, müssen ihre Abhängigkeit von der Bourgeoisie verdecken. Ein erprobtes Mittel ist die Spaltung der Arbeiterbewegung und aller Friedenskräfte durch Rassenwahn und Nationalismus. Die Großbourgeoisie ist es gewohnt, die eigenen Interessen dagegen vergleichsweise klar zu formulieren, läßt aber Rassisten und Hetzer gern gewähren. Die kämpfen nicht um höhere Löhne und um die Macht. Geschichte wiederholt sich nicht, aber die Stoßrichtung nach Osten, die Jagd unter Migranten und Linken auf der Suche nach Sündenböcken für Mißstände sind gleichgeblieben. Die Strategen gehen längst anderen Fragen nach: Krieg oder nicht Krieg? Arnold Schölzel

Freitag, 29. November 2019

Liebe Greta, Zeit für UMKEHR - Claudia von Werlhof



Zweiter Offener Brief an Greta Thunberg



Greta und die große Ver(w)irrung



Von Claudia von Werlhof und Diskussionsgruppe der „Planetaren Bewegung für Mutter Erde“

Liebe Greta Thunberg, einen 1. Offenen Brief am Beginn Deiner steilen „Karriere“, die gerade in der Anerkennung des alternativen Nobelpreises gipfelt, hast Du nicht beantwortet. Ich schreibe trotzdem einen 2. Ich hatte Dich voller Sympathie für Deinen Aufbruch als eine Art Großmutter angesprochen, die Dir als einer Art Enkelin einen Rat erteilen möchte. Er bestand darin, Dir bessere Informationen über den wirklichen Zustand von Mutter Erde zu beschaffen, denn mir war aufgefallen, dass Du diese offenbar nicht hattest. Diesmal will ich Dich lieber in meiner Eigenschaft als Wissenschaftlerin ansprechen, die ich ja auch bin. Denn wie ich höre, suchst Du den Rat der Wissenschaft, denn Du scheinst auf Deinen Geist zu vertrauen. Das ist gut und absolut notwendig. Allerdings gibt es immer zwei Sorten von Wissenschaft: eine, die für nichts Geringeres als den gefährdeten Zustand von Mutter Erde selbst verantwortlich ist, und eine, die etwas dagegen hat. Zur letzteren Sorte gehöre ich. Deswegen war ich früher auch immer eine begeisterte Demonstrantin und Demonstrations-Rednerin und war zunächst einfach nur froh, wie die Jugend überall massenhaft auf Deinen Protest reagierte. Endlich eine Bewegung und auch noch für Mutter Erde! Etwas Schöneres konnte mir, zumal als Gründerin der „Planetaren Bewegung für Mutter Erde“, ja gar nicht passieren.

Aber inzwischen sehe ich, eben als Wissenschaftlerin, wie viele Verirrungen und Verwirrungen bei Dir und den „Fridays for Future“ immer noch bestehen, und ich nicht erkennen kann, dass sie von Dir und Euch aufgearbeitet werden. Ja, die wahren Gefahren für uns und Mutter Erde werden verdrängt und vertuscht, diejenigen nämlich, die uns wirklich bedrohen. Das Wissen darüber braucht man aber, wenn man so auftritt wie Du und darüber hinaus eine Verantwortung für eine zunehmende Anhängerschaft hat. Du und die „Fridays for Future“-Bewegung sorgt Euch also um den Zustand der Erde und seine Ursachen, scheint aber genau davon gar nichts zu wissen!

Im Gegenteil, ihr habt Euch der Behauptung von internationalen Organisationen, ganz bestimmten Wissenschaftlern der Sorte 1 des IPCC, des Weltklimarates, sowie von Konzernen und Finanzleuten bzw. Finanzinstitutionen angeschlossen, dass das CO2 das Haupt-, ja einzige Problem des Planeten sei, und mit einem O,04 Prozent Anteil in der Atmosphäre (davon nur 10-20 Prozent überhaupt menschengemacht) gar einen planetaren „Klimawandel“ zur Folge habe. Dieser ruiniere die Lebensbedingungen auf der Erde und nehme demnächst in Form einer Erderwärmung lebensbedrohliche Ausmaße an. Deswegen müsse, wie auf der UNO-Konferenz in Paris 2015 beschlossen, dagegen vorgegangen werden, indem die CO2-Emmissionen massiv verringert werden. Im Namen eines angeblich „grünen“ New Deal soll dafür nun ein „Systemwandel“ gegen diesen „Klimawandel“ und seine kapitalistischen Ursachen initiiert werden. Dieser Systemwandel bestehe darin, dass in der Gesellschaft ein „nachhaltiger Lebensstil“ eingeführt werde, bei dem auf den Konsum und Gebrauch von besonders CO2-intensiven Produkten verzichtet wird bzw. höhere Steuern zu entrichten sind. Dadurch soll der „Klimawandel“ angeblich beendet und die Erde „gerettet“ werden.

Soweit zur „Logik“ der Argumente von oben, die Ihr ja nahtlos und erstaunlich brav, also ohne jeden Widerspruch, übernommen habt.


Was ist daran falsch? Ziemlich viel:

1. Dem anvisierten Systemwandel durch Abbau des Energieverbrauchs steht nämlich auf der anderen Seite der massive Aufbau gerade von den aller energie-intensivsten high-tech-Dimensionen im Alltag gegenüber, der in die Digitalisierung aller Lebensbereiche, das Projekt der entsprechenden „Smart Cities“ und die Installierung der dafür benötigten elektromagnetischen Bestrahlung auf 5G-Niveau führen soll. Dieser Ab-, aber auch Um- sowie der Neu-Aufbau der Industriegesellschaft sind bereits ein Riesengeschäft, bei dem es um Billionen Dollar geht (1) und ganz gewiss nicht um etwas „Grünes“ und die Rettung der Erde! Ja, die 5G-Frequenz erfordert das Fällen der Bäume in den Städten und ist bisher nur im militärischen Bereich zur Anwendung gekommen, also eine Waffe, die in einem noch unbekannten Ausmaß das Leben auf der Erde sogar zerstören wird, von Insekten, Vögeln und Babys im Mutterleib und danach angefangen bis zu den Alten, wobei die in der Mitte mit schweren Beschädigungen ihrer Gesundheit zu rechnen haben werden (2).

Die Pläne für das, was der „Systemwandel“, den Ihr wollt, bedeuten soll, sind also längst da, haben gar nichts mit einer Abschaffung des Kapitalismus zu tun und werden bereits mit voller Wucht durchgesetzt. Dabei gibt es mehrere, erst einmal ganz einfache Fragen: Was ist daran „nachhaltig“? Wo soll die Energie dafür herkommen? Für wen soll sie reserviert werden? Denn dieses Energieniveau ist ohne fossile und nur mit erneuerbaren Energien auf keinen Fall zu erreichen, wobei die fossilen ohnehin ihrem Ende entgegen sehen und die erneuerbaren unter anderem nur durch Umwidmung von Landwirtschaft in Energiewirtschaft und von Wäldern in Palmölplantagen – also durch massive Zerstörung und Hungerproduktion weltweit – vergrößert werden können, von den Schäden etwa mit Windrädern, oder gar von denen durch Staudämme für die „alternative“ Wasserversorgung ganz zu schweigen. Also geht es dann um einen Ausbau der Atomenergie, an dem vor allem auch das Militär interessiert ist? Ja, was ist das für ein Systemwandel, was ändert der am „Klima“ als einem planetaren Großsystem, und wer fällt raus? Die 5G-Opfer, große Regionen des Südens, die Opfer radioaktiver Verseuchung und… und und?


Warum sagst Du nichts zu diesem „Systemwandel“, Greta?

Aber es ist noch viel schlimmer. Denn auch die allem zugrunde gelegte CO2-These stimmt ja gar nicht!

2. Es ist ja gerade NICHT so, dass das CO2 die Erde bedroht. Ja, die Erde würde derzeit sogar mehr CO2 benötigen für ihre Pflanzen und das Leben allgemein, denn CO2 ist ein unsichtbares Pflanzengas und kein Dreck, der aus Schornsteinen kommt, wie dauernd suggeriert wird (3), über den selbst man aber gar nicht redet. CO2 ist auch insofern kein Treibhausgas, als die Erde zum Himmel offen und damit gerade kein Treibhaus ist. Der Treibhauseffekt kann also auf einem Planeten gar nicht eintreten. Ja, das CO2 sorgt dafür, dass wir Sauerstoff zum Atmen haben, denn die Pflanzen wandeln es in eben diesen um. Wenn ihr also dafür eintretet, dass das CO2 möglichst verschwindet, dann würden wir am Ende alle samt dem Leben auf dem Planeten eingehen, indem wir schließlich ersticken! Also ist an der ganzen Argumentation etwas grundfalsch. Sie steht auf tönernen Füßen!

Wenn Du an die Wissenschaft glaubst, wie Du immer sagst, dann solltest Du nicht an den IPCC glauben, denn der ist keine wissenschaftliche, sondern eine politische Organisation. Tausende von WissenschaftlerInnen in der Welt haben sich inzwischen gegen ihn ausgesprochen (4), eben weil der IPCC behauptet, das CO2 sei schuld an diesem „Klimawandel“. Die nicht dem IPCC und seiner Politik verpflichteten WissenschaftlerInnen verteidigen dagegen das CO2, so wie ich es soeben getan habe. Andere sagen, ein Klimawandel könne höchstens von einer veränderten Sonnenaktivität kommen. Diese können sie aber für die fraglichen Zeiten nicht feststellen. So ist die vom IPCC behauptete Erwärmung der globalen Durchschnittstemperatur in den letzten 20 Jahren auch gar nicht eingetreten, sagt wiederum die Raumfahrtbehörde der USA, die NASA. Abgesehen davon ist eine Durchschnittstemperatur für den ganzen Planeten natürlich ein ungeeigneter, ja unsinniger Maßstab, weil er von den jeweiligen Mess-Stationen abhängt, die auch noch verändert wurden, und weil er riesige Unterschiede bloß einebnet und am Ende gar keine Aussagekraft hat.

3. Was die meisten WissenschaftlerInnen aber nicht sagen, ist, wie denn dann die spürbaren WETTER-Veränderungen zu interpretieren seien, die wir ja alle beobachten. Denn diese stehen außer Frage, sind aber nicht mit dem globalen Klimasystem in eins zu setzen, das ja viel umfassender und dessen willentliche Beeinflussung wohl nicht so leicht und schon gar nicht durch ein einzelnes Pflanzengas denkbar ist. Das sind einfach andere, nicht vergleichbare Dimensionen. Also ist die Frage, woher denn dann diese Wetterveränderungen kommen, sei es in Gestalt von Dürren, Überschwemmungen, regionalen Hitze- oder auch Kältewellen, Stürmen und lange am Ort bleibenden Unwettern, die krass über allen sonstigen Temperaturen liegende Erwärmung der Arktis (zumindest bis 2012), die angeblichen „Wald“-Brände in Kalifornien, Australien und Portugal, welche Häuser bis auf die Grundmauern vernichteten und Autos geschmolzen, aber die Bäume darum herum meist intakt gelassen haben (5), von den katastrophalen Urwaldbränden im Amazonas, in Afrika und Südasien ganz zu schweigen. Auch das massive Aussterben von Tieren und Pflanzen, z.B. Insekten, Vögeln, Korallen und Bäumen sowie der auch sonst rapide ansteigende Artenschwund können ja in keiner Hinsicht mit CO2 erklärt werden! Das ist vollkommen unmöglich und einfach Unsinn. Das gilt genauso für die Verschmutzung der Luft, des Bodens und des Wassers mit nicht nur Feinstaub, sondern einem alle Organe bis ins Gehirn durchdringenden Nanofeinstaub aus Aluminium, Strontium, Barium, Lithium, Polymeren, Kohlenasche, genetisch veränderten Stoffen, Bakterien und vielen weiteren Substanzen, die seit nunmehr 2 und mehr Jahrzehnten, unter anderem durch die Ausbringung von Aerosolen in der Atmosphäre vor allem der Nordhalbkugel, nachgewiesen wurden. Die Methode hat den wissenschaftlichen Namen SRM, Solar Radiation Management, und wird angeblich für die Abblockung der Sonneneinstrahlung zugunsten niedrigerer Temperaturen auf der Erde empfohlen – in Wahrheit aber schon längst und offenbar für ganz andere Zwecke eingesetzt, jedenfalls solche, die allem Leben auf der Erde bis hin zu ihrer Auslöschung schaden und sehr viele Krankheiten in inzwischen epidemischen Ausmaßen nach sich ziehen (6). Dazu kommt, schließlich, die – entgegen der Prognosen – in den letzten Jahren wieder wachsende Zerstörung der Ozonschicht in der Atmosphäre, welche dazu führt, dass schädliche UV-Strahlung nun auch auf der Nordhalbkugel überall ungefiltert bis auf die Erde hinunterkommt und vor allem die Kleinstlebewesen bedroht. So ist bereits die Nahrungskette an Land und in den Ozeanen angegriffen, und Korallen „verhungern“ (7). Wenn also nicht bald etwas passiert, um die Ozonschicht dauerhaft, nämlich über die nächsten Jahrzehnte zu stärken, wozu gehört, dass man weiß und auch zugibt, worunter sie wirklich leidet – und das ist sicher nicht nur das dafür angeblich verantwortliche zivile FCKW, und CO2 hat damit gar nichts zu tun –, dann haben wir bald schon allein deswegen ausgesorgt, weil die Landwirtschaft ganz plötzlich an toxischer UV-B und -C- Strahlung eingehen kann. Eine Stärkung der Ozonschicht kann allerdings nicht durch künstliche Zuführung von Ozon in die Stratosphäre erfolgen, sondern nur dadurch, dass damit aufgehört wird, diese dünne, aber absolut lebensnotwendige Schicht zu beeinträchtigen – etwa durch Radioaktivität, die Aufheizung der Ionosphäre, Mikrowellen, den Flugverkehr, Raketentreibstoffe und Überschallflüge.

Von den vielen Kriegen in der Welt und den irreversiblen Folgen des dabei verbreiteten Einsatzes von abgereichertem Uran, einem Abfallstoff aus Atomkraftwerden, etwa, ist hier noch gar nicht die Rede (8).

Du siehst, man hat Euch entscheidende Informationen über die wirkliche Situation des Planeten und ihre Gefahren sowie deren Ursachen vorenthalten, alles mit CO2 erklärt, egal, was es war, und Ihr habt es einfach geglaubt. Bis heute bist Du und seid Ihr mit der Behauptung unterwegs, den Kern der Sache verstanden zu haben und das vertreten zu müssen, was daraus zu folgen scheint. Ich verstehe auch, dass man mit 16 Jahren nicht alles wissen kann. Aber das, was Du und die anderen wissen müsst, wenn Ihr wirklich eine sich ihrer Verantwortung bewusste Bewegung für Mutter Erde und nicht auch noch gegen sie sein wollt, dieses Wissen gibt es! Also beschafft es Euch, wenn Ihr es ernst meint mit Eurer Bewegung. Denn sonst ist Eure Glaubwürdigkeit bald unweigerlich dahin (9). So wird man auch relativ bald feststellen, ob CO2-Reduktionen irgendwelche Wirkungen auf das „Klima“ bzw. das Wetter haben, was natürlich gar nicht der Fall sein wird, da es nicht die Ursache der Probleme ist.

4. Das Euch unbekannte Wissen ist vor allem zustande gekommen, weil sich Dr. Rosalie Bertell, die ich Dir bereits in meinem 1. Brief empfahl, und die vor 33 Jahren übrigens auch den alternativen Nobelpreis bekam, als Biometrikerin und Umweltwissenschaftlerin für die UNO mit der Geschichte der Militärtechnologien seit dem 2. Weltkrieg in Ost und West befasst hat. Diese Technologien sind der Schlüssel zur Antwort auf die Frage nach einer Erklärung dessen, was heute geschieht bzw. gemacht werden kann, damit es geschieht. Sie nennt neben den Schäden durch nukleare Eingriffe, z.B. der Explosion von über zweitausend Atom- und Wasserstoffbomben in der Atmosphäre und auf der Erde, die ein halbes Jahrhundert andauerten, vor allem die postatomaren Technologien. Das sind solche, die für „Wetterkriege, Plasmawaffen und das militärische Geoengineering“ eingesetzt werden, die in den letzten 70 Jahren insbesondere auf der Basis der Entdeckung des Umgangs mit elektromagnetischen Wellen durch den Physiker Nikola Tesla erfunden wurden und inzwischen immer mehr und überall auf dem Planeten angewandt werden, z.B. durch die immer zahlreicher werdenden Installationen der sogenannten „Ionosphärenheizer“.

All das wird allerdings öffentlich nicht zugegeben! Aber es ist der Fall, nachlesbar etwa auch in der sogenannten ENMOD-Konvention der UNO von 1977, der Environmental Modification Convention, oder dem Bericht „Weather as a Force Multiplier – Owning the Weather in 2025“ der US Air Force von 1996. Diese Technologien wurden z.B. schon zweimal im Europaparlament diskutiert, 1999 und 2013, bis die EU-Kommission 2016 eine weitere Beschäftigung des EP damit verbot (!). Die der Öffentlichkeit unterschlagenen militärischen Aktivitäten erklären jedenfalls alles, was wir in der Realität vorfinden und generell als „Klimawandel“ bezeichnet wird. Dieser ist also das Ergebnis eines bereits jahrzehntelangen Krieges gegen die Erde und ihre Verwandlung in eine buchstäbliche „Kriegswaffe“ des Militärs in Ost und West.

Rosalie Bertell, die 2010, kurz vor ihrem Tod anlässlich des 30-jährigen Bestehens des alternativen Nobelpreises aus den USA nach Deutschland gekommen war, rief daher bei einer Diskussion zum Thema in die Runde der ebenfalls preisgekrönten KollegInnen:


„Es ist nicht CO2! Es ist das Militär!“

Und sie hing eine Petition aus, die von allen Anwesenden unterschrieben wurde. Sie lautet: „Es ist moralisch verwerflich und eine Kampfansage an die Menschheit und die Erde, in das normale Funktionieren der planetaren Ordnung einzugreifen, indem Stürme, Hurrikane, Tsunamis, Monsune, Erdrutsche, Dürren, Überschwemmungen, Erdbeben oder Vulkanausbrüche verursacht oder verstärkt werden!“

Wenn Du und Eure Bewegung also aus der Ver(w)irrung und dem unreflektierten Übernehmen der Slogans von oben in die Wahrheit kommen und das tun wollt, was Mutter Erde jetzt braucht, nämlich unsere Solidarität aufgrund dessen, was ihr die ganze Zeit angetan wird, dann kümmert Euch darum, dass Ihr wisst, worum es eigentlich geht und kämpft dagegen. Denn das ist es, was unsere Zukunft bestimmt, nicht das CO2, das zur Natur gehört und von Euch stattdessen als ihr Feind dargestellt wird.

Warum das alles so verdreht wird, warum man Euch das wahre Wissen vorenthält, und worum es mit der CO2-Propaganda wirklich geht, das werdet Ihr ebenfalls selbst herausfinden (müssen). Denn es stehen dahinter eben jene Interessen, gegen die Ihr angeblich mit Eurer Bewegung antretet. Diese Interessen sind es ja auch, die alles weltweit in großem Maßstab finanzieren und organisieren: Eure wöchentlichen Fridays for Future-Demos, die „Weltuntergangs-Partys“, wie ich sie nenne, samt „die ins“, also das vorweggenommene Sterben-Üben – merkt Ihr gar nicht, welch eine Perversion das ist? Es sind die, welche die regionalen Büros weltweit, die großen Spektakel, etwa mit berühmten Pianisten, die Filme, Medienarbeit, Propagandamaterial und all das her- und bereitstellen – tun die das, weil sie euch einfach so mögen?

5. Diese Interessen brauchen Dich und Euch, um die Jugend und gerade auch die Frauen auf ihre Seite zu ziehen! Denn die Frauen sprechen immer schon auf das Thema Natur und Ökologie mehr an als Männer, einfach, weil sie historisch und leiblich mehr mit ihnen verbunden sind. Das wird nun ausgenützt, indem Ihr es seid, welche die neuen Pläne und Interessen des Kapitals vertreten, für sie werben und für die Umsetzung ihrer Ziele sorgen sollt. Ihr seid es, die eine Art „Kulturrevolution“ propagieren sollt, damit die derzeitige Wachstums- und Energie-Krise des Kapitalismus überwunden, ein zusätzliches Geschäftsmodell aufgebaut und der Neuanfang des Systems auf einer technologisch moderneren, effizienteren, aber auch schmaleren (!) Basis profitabel vonstatten gehen kann – selbstredend unter Hinterlassung eines Scherbenhaufens in Gestalt der „alten“ Gesellschaft, die dafür erst einmal zerschlagen und zertrümmert werden muss! Wie sollte das sonst gehen, nämlich ohne Euch, ohne den Aufstand – und diesmal einen für eine wirklich antikapitalistische Gesellschaft für alle – zu provozieren? Das erspart Ihr ihnen nun.


Warum helft Ihr ihnen dabei?

Es ist wunderbar, dass sich die Jungen für Mutter Erde begeistern. Darauf hatte ich lange gewartet. Aber merkwürdigerweise ist das, was Ihr jetzt tut, gerade nicht eine Wohltat für Mutter Erde, sondern ihre Verhöhnung! Das, was Ihr bisher gemacht habt, ist das Umgekehrte von dem, was gebraucht würde. Es ist geradezu dessen Verkehrung.


Merkt Ihr, merkst Du, Greta, denn gar nicht, wo ihr da hineingeraten seid?

Es wird euch sehr enttäuschen zu sehen, welchen Interessen Ihr wirklich dient, nämlich denen, die gerade verantwortlich sind für den Zustand, welchen Ihr beklagt, während Ihr glaubt, eine Macht für das Gute zu sein. Lasst Euch nicht aufhetzen gegen die Generation, die Euch aufgezogen hat und gegen diejenige, die Ihr selbst hervorbringen könntet, weil sie angeblich einen „CO2-Abdruck“ hinterlässt, der um jeden Preis vermieden werden solle. Damit würde ja die Schuld dem Lebendigen selbst angekreidet, anstatt denen, die es vernichten!

Aber ihr könnt Euch nun vielleicht auch das Unbehagen erklären, welches Ihr wegen dieser Ver(w)irrungen womöglich schon empfindet. Deinem Gesicht, Greta, sieht man es jedenfalls an.

Lasst Euch also nicht länger missbrauchen für das Gegenteil dessen, wofür Ihr aufsteht, von Leuten, die alles andere im Sinn haben als das Wohl von Mutter Erde, sondern sogar an ihrer Zerstörung arbeiten! Es wären ein gigantischer Fehler, eine vergebliche Kraftanstrengung und eine verlorene Zeit gewesen, die wir alle für ein wirkliches Einstehen für unseren Planeten dringend brauchen. Denn die Uhr tickt tatsächlich, aber nicht für das Einsparen von CO2!


Fazit:
Du, Greta, und Ihr habt das Thema verfehlt und der Welt unwissentlich eine Lüge aufgetischt. Ihr wollt eine Politik durchsetzen, die weder der Erde noch ihrem Wetter oder Klima nützen, sondern nur den Profiten bestimmter Investoren und Konzerne, sowie auch noch dem Abbruch von gesellschaftlichen Strukturen und Existenzen, die keine Gewinne mehr einbringen. Schließlich habt Ihr auch noch abgelenkt von den Zerstörungen, die seit Jahrzehnten in zunehmendem Maße an der Erde verübt werden und zu den schon bekannten dazukommen, nämlich denen durch das Militär – am Boden, im Wasser und in der Luft, neuerdings auch noch vom Weltraum aus. Dadurch verhindert Ihr, dass die damit einhergehenden, nun immer massiver auftretenden Gefahren für das Leben auf der Erde und sie selbst endlich überhaupt gesehen, erkannt und beantwortet werden.

Ihr erweist der Erde einen Bärendienst. Aber es ist noch Zeit für eine Umkehr und Wiedergutmachung! Ich befürchte jedoch, die wird „man“ nicht zulassen.

Prof. Dr. Claudia von Werlhof, Planetare Bewegung für Mutter Erde, Österreich.

Ich danke der Diskussionsgruppe der "Planetaren Bewegung für Mutter Erde" PBME (Alexandra Danzl, Wolfgang Fischer, Thomas A. Mann, Gudrun Sahlender-Wulf, Dietmar Salamon, Thomas Schramm u.a.) für ihre vielen Hinweise und die engagierte Debatte und Kooperation bei der Verfassung dieses Briefes! Eine zunächst englisch- und italienischsprachige Fassung sind in Vorbereitung.