Freitag, 29. Januar 2016

Zustimmung zu "Göttinnen im Zorn"

User-Kommentar zu „Göttinnen im Zorn

Den fand ich gut, den Eingangstext. Trifft realistisch in Grundzügen zu, selbst erlebt....logisch, ohne in übertriebene Nostalgie zu verfallen:

„Niemand liebt dich so wie ich...“ Wer kennt das noch, das tolle Lied von Manfred Krug, damals in der DDR? Er hatte sich davongemacht, aber seine Lieder und Texte sind manchem noch heute im Herzen. Die Liebe. Mann und Frau. Seite an Seite. Ob auf dem Felde oder in Betrieben oder in Redaktionen. Und die Ehrungen und die Hochachtung vor den werktätigen Frauen. Ungern wurden sie als Hausfrauen zurückgelassen. Arbeiten war auch ihnen nicht nur Last, sondern Lust, da sie einen Sinn ergab. Nicht nur des Geldes wegen. Nicht zu unterschlagen: Die Förderung, besonders der Frauen, in der Bildung. Dazu kostenlose Kindertagesstätten. Voll bezahlten Schwangerschaftsurlaub. Und, und, und... Nie hat es eine soziale Ausgrenzung gegeben. Und die Blumen zum Frauentag. Kamen sie nicht etwa aus den Herzen der Männer? Und die Brigadefeste."

(Textauszug Ende)

Und ich komme ob der alten Zeiten ins schwärmen, auch des wunderbaren Liedes vom Manne Krug wegen, habe es vor kurzem auf CD gehört, wusste gar nicht, das ich es noch in der Sammlung habe.

Rainer-Maria Rohlof


User Ada schreibt:

Sehr guter Beitrag. Man kann nicht genug auf Bücher hinweisen die zu diesem Thema über den üblichen Tellerrand blicken.
Man muss immer wieder aufzeigen, dass das Patriarchat, also die Herrschaft der Väter, erst und nur ca. 6/5000 Jahre besteht.
Davor waren die Gesellschaften egalitär und matrifokal/matriarchal geordnet und es gab keine Herrschaft des Menschen über den Menschen.
Stück für Stück wurde die "Macht" der Frauen/Mütter gebrochen und vernichtet. Letzter Höhepunkt war die Vernichtung der weisen Frauen während der Inquisition.
Mit den Erkenntnissen der Metallurgie setzte der Wille zur Macht mit aller denkbaren Grausamkeit ein. Nun hatte Mann Waffen zur Verfügung, die andere z.B die Bauernkulturen nicht hatten. Der Krieg begann und damit die Sklaverei, aus der ungeheures Kapital geschlagen wurde. Über das "Schwarze Elfenbein" bis zur heutigen "Weißen Sklaverei" der Zwangsprostitution.
Die ersten Silbermünzen wurden in Sumer geprägt und das war der Beginn der Megamaschine der Kapitalakkumulation.
Die Megamaschine zeigt nach 5000 Jahren heftige Risse und die Brocken fliegen uns schon um die Ohren.
Bald ist der ganze Planet, unsere Mutter Erde, restlos ausgebeutet. Eine Krise jagt die nächste.

Das Buch von Fabian Scheidler: "Das Ende der Megamaschine", Geschichte einer scheiternden Zivilisation", beschreibt die immer mit Gewalt, Krieg, Unterdrückung und Ausbeutung verbundene Geschichte der 5000 jährigen Herrschaft der Väter und zeigt, wie Maria Mies auch Auswege aus dem uns bevorstehenden globalen Crash.

Auch das Buch von Bernd Hercksen: "Vom Urpatriarchat zum globalen Crash", beschreibt das Thema umfassend. Er beginnt früher in der Zeit der Menschheitsentwicklung und verweist im letzten Kapitel ebenfalls auf Auswege, bevor der Karren völlig vor die Wand gefahren wird.

Seit Febr. 2013 versuche ich das Thema von Maries Mies und vielen anderen Autor/innen unter das Forenvolk zu bringen.
Die dabei gemachten Erfahrungen sind interessant.
Überwiegend besteht Ablehnung dem Thema gegenüber. "Göttinnen" sind das reine "bäh"-Thema.
Von männlicher Seite besteht große Angst und Ablehnung sich auf dieses Thema einzulassen.
Auch die Unwissenheit ist erstaunlich groß.