Freitag, 11. August 2017

Dritte Auflage: "Die Zerstörung der Stadt Schwedt/Oder 1945"



3. Auflage: Die Zerstörung...


Im Klappentext seines Buches „Die Zerstörung der Stadt Schwedt/Oder 1945“ kann man über den Autor folgendes erfahren: Der Herausgeber und Autor GÜNTHER BALLENTIN, Jahrgang 1931, stammt aus Blumenhagen, heute Ortsteil von Schwedt/Oder. Seine Eltern waren waren seit 1945 Bodenreformbauern. G. Ballentin besuchte von 1942 bis 1945 das Gymnasium in Schwedt, von 1947 bis 1951 die dortige Oberschule. Nach dem Abitur studierte er bis 1954 in Leipzig Journalistik, Fachrichtung Landwirtschaft. Kurzzeitig Redakteur der Tageszeitung „Neuer Tag“ in Frankfurt/Oder, entschied er Berufssoldat der Nationalen Volksarmee zu werden. Er diente zehn Jahre in Truppenteilen der Landstreitkräfte und war zwanzig Jahre (bis 1988) als Journalist im Militärverlag der DDR tätig (letzter Dienstgrad: Oberstleutnant). In der Zeitspanne 1963 bis 1967 studierte er in Rostock Anglistik-Amerikanistik. Vo ihm erschienen 1995 das Anti-Kriegs-Buch „...angeordnet: Schweigen. Das Ende einer Mädchenklasse“ (KiRO-Verlag, Schwedt/Oder), 2001 das Buch „Gleich hinter Schwedt. Uckermärkische Skizzen“ (Kurzgeschichten, Reiseberichte, Aufsätze und Briefe) sowie im Jahre 2002 die Tatsachenerzählung „Bloßig, sind wir noch Kinder?“ (beide Eigenverlag). Günther Ballentin lebt in Berlin.





Rezension:


Den Kampf einstellen?

Dieser Schritt der Vernunft

heißt Standgericht


Die heute über 80-Jährigen können sich noch sehr gut an den Krieg erinnern – vor allem an dessen Ende, von dem wir mit Recht von der Befreiung sprechen. Ein Chronist mit Namen Günther Ballentin hat sich diesem Thema verschrieben und die Kämpfe um Schwedt an der Oder noch einmal lebendig werden lassen – zur Warnung: Nie wieder Krieg! Er schreibt dazu, dass Schwedt/Oder, die „Perle der Uckermark“, wie die Ostseestadt Greifswald im April 1945 unzerstört hätte bleiben können. Doch fruchtlos verhallten deutscherseits drei Kapitulationsangebote der Roten Armee. Und so beginnt das große Sterben.

Der Autor Günther Ballentin, Augenzeuge jener Vorgänge, nach dem Krieg dreißig Jahre Offizier der Nationalen Volksarmee, schildert die militärisch sinnlose Behauptung der sogenannten Festung Schwedt und der 22 Dörfer an ihren Flanken (von Mescherin über Stützkow bis Hohensaaten). Auf rund 120 Seiten geht er auch den kuriosen Ereignissen des Februar 1945 im östlichen Vorfeld Schwedts nach, den Kämpfen und Tragödien in Greifenhagen (Gryfino), Fiddichow (Widuchowa), Königsberg/Neumark (Chojna) und Zehden (Cedynia) sowie in den Dörfern der Umgebung dieser Ortschaften, z.B. in Grabow.
Über sechzig Geschichtszeugen, Frauen und Männer, ergreifen das Wort: kriegsbetroffene Einheimische sowie einstige Soldaten, die vor Schwedt sowie nördlich und südlich der Stadt im Schützengraben lagen.

Günther Ballentin: „Die Zerstörung der Stadt Schwedt/Oder 1945“, 3. Auflage 2017, Eigenverlag; 576 Seiten, etwa 450 Fotos (darunter rund 250 Farbfotos), sechs Zeichnungen und acht Geländeskizzen, harter Deckel, gebunden. Preis 30 EURO (ab Eigenverlag; siehe Anschrift), Hinzu kämen die Versandkosten. Erhältlich über Günther Ballentin, 12 619 Berlin, Postfach 520 108 (oder Telefon: 030 / 56 210 51).

Hier der Klappentext von „Gleich hinter Schwedt. Uckermärkische Skizzen“: Der Autor und Herausgeber GÜNTHER BALLENTIN, Jahrgang 1931, studierte von 1951 bis 1954 in Leipzig Journalistik (Fachrichtung Landwirtschaft). In dreißigjähriger Dienstzeit als Berufsoffizier der NVA war er zehn Jahre in Truppenteilen und zwanzig Jahre (bis 1988) als Journalist im Militärverlag der DDR tätig.

Von ihm erschienen die Erzählung „Gefährlicher Streifzug“ (1988) sowie das Anti-Kriegs-Buch „...angeordnet: Schweigen. Das Ende einer Mädchenklasse“ (KiRO-Verlag Schwedt/Oder, 1995)

Seine Ehefrau IRMGARD BALLENTIN geborene Werner, Jahrgang 1935, begleitete als erste Leserin kritisch die Entstehung der Manuskripte und bereitete die Texte am Computer für den Druck vor. Als gelernte Eisenbahnerin war sie vierzig Jahre bei der Deutschen Reichsbahn tätig und qualifizierte sich von der Fahrdienstleiterin zur Finanzökonomin mit dem Dienstrang Reichsbahn-Oberrat. 1990 mußte sie in den Vorruhestand gehen. Sie ist Mutter zweier Söhne. Irmgard und Günther Ballentin leben in Berlin.








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