Samstag, 24. Februar 2018

Der "beschissne Kriech"

Karl-Heinz Otto: „Meine Kindheit im Osterland. Zwischen Mulde und Pleiße. In Grimma und Altenburg. In Zschernitzsch und Pauschwitz. Im Landschulheim Windischleuba“

UNTER BILDUNGS - „ZWANG“

Buchtipp von Harry Popow

„Wer sich ins Privatleben zurückzieht, ist deshalb kein Feigling, aber wer kämpft, ist kein Narr.“ Diesen so richtigen und in die zerstreute und verwirrende Gegenwart transportiert, schrieb Michael Benjamin (1932-2000), universeller Denker und Zeitgenosse, in seinem Werk „Das Vermächtnis“, Seite 67, herausgegeben bei edition ost. Man kann sie nicht zählen, die nach dem Rücklauf der Geschichte seit 1989 zu den verschmähten „Narren“ zählen. Einer von ihnen: Karl-Heinz Otto mit seinem Buch „Meine Kindheit im Osterland“.

Wer sich diesem „Vorwurf“ aussetzt, der muss tiefgehende Gründe haben. Der Autor, bekannt u.a. durch das großartige Werk „IKARUS“, hat es in seinem Leben fertiggebracht, von einem „Proletensohn“, wie er sich selbst sieht, zu einem höchst angesehenen Offizier der NVA und Geheimnisträger ersten Ranges gebracht zu haben. Er, der mit dem Slogan der „beschissne Kriech“ aufgewachsen war, nahm das ihm angebotene Bildungsprivileg der neuen Macht im Osten Deutschlands an, wurde zu einem Bestschüler, freundete sich mit der Waffe des Wortes an und als Offizier der Waffe der höchst geheimen FLA-Raketensystem. Um nie wieder so einen „beschissnen Kriech“ vom deutschen Boden aus zuzulassen.

Den Anstoß, nochmals gründlich in seiner Kindheit und seinem Werden und Wirken in der DDR zurückzublicken und zu veröffentlichen, gab ihm eine sehr gehässige Prophezeiung von Stefan Heym, von der DDR werde nicht mehr als eine unbedeutende Fußnote in der Weltgeschichte übrigbleiben. (S. 7) Auch lasse er sich von keinem der modernen Kaffeesatzleser vorschreiben, „wie ich gelebt zu haben habe...“ (S. 190) Auf den Seiten 278 und 290 greift er das primitive Geschreibsel von sogenannten Historikern und den Versuch heutiger DDR-Erklärer an, zum Beispiel die Jungen Pioniere „als Kinderorganisation der kommunistischen SED zu disqualifizieren“.

Hätte sich der Autor Karl-Heinz Otto diesem „Zwang“ zur höheren Bildung nicht unterworfen, er hätte weder dieses Buch so schreiben können noch wie ein lahmes Schaf den Verheißungen einer angeblich „BLÜHENDEN LANDSCHAFT“ nach der sogenannten Wende widerstehen können. Das besondere Gewicht seines Romans liegt in seiner Authentizität und Ehrlichkeit seiner Erinnerungen, die der einstige DDR-Bürger stets mit verallgemeinernden Einsichten und Erkenntnissen verbindet. So entsteht ein in die Geschichte eingefügtes Mosaik einer aus der unteren Schicht hervorgegangenen intellektuellen Persönlichkeit.

Bevor ich aus dieser interessanten Lektüre zwei Erkenntnisstränge herauskristallisiere, die Brechung des Bildungsprivilegs des Bürgertums sowie der nach 1945 unerbittlich und zum Kalten Krieg hinführende Klassenkampf der westlich dominierten imperialistischen Kräfte gegen das andere, das nach Sozialismus strebende Ostdeutschland, zunächst des Autors Kindheitserinnerungen. Und die sind reichlich bestückt mit eigenen, aber auch mit Erlebnissen und Empfindungen seiner Eltern und Verwandten. Als er 1943 eingeschult wurde, die Mutter in ihrem „unverwechselbaren breiten Leipziger Sächsisch“ über den „beschissnen Kriech“ immer öfter zu fluchen begann, da konnte der Knirps Karl-Heinz damit noch nichts anfangen. Ein Jahr später – es war auf dem Schulweg – stürzte sich ein englisches Jagdflugzeug Spitfire, das konnten die Jungs bereits ausmachen, mit Maschinengewehrfeuer auf ihr „heiter zur Schule schlenderndes Grüppchen...“ Das sollte nicht sein einziges „Erlebnis“ sein, wenig später kriegten die Kinder einen Luftkampf zwischen Flugzeugen mit, den prügelnden Hass von Bauern auf den mit einem Fallschirm gelandeten englischen Piloten „bis er zerfetzt und aus allen Körperteilen blutend reglos im Grase liegenblieb“. „Ich litt deshalb mit – bei jedem Hieb, bei jedem Stich...“, so der Autor. (S. 38) Er litt, als er zusehen musste, wie die sogenannten Kettenhunde Deserteure als Volksverräter aufhängten, als die Todesnachricht kam, Vater sei im Krieg gefallen. Er litt lauernd im Bombenkeller, er litt als er hörte, die sogenannten Kettenhunde hätten Volksverräter gehängt, er schaute neugierig auf die Befreier, zunächst auf die Amerikaner, dann auf die Russen, die auf Plakaten nur als Unmenschen dargestellt wurden und die sich nun als normale, interessante und hilfsbereite Menschen zeigten.

Trotz alledem: Er ging weiter in die Schule und lernte gerne. Sollte Violinist werden, wenn es nach Muttern gegangen wäre, dann schwebte dem Knaben Architektur vor in der Aufbruchstimmung des neuen Staates DDR. Er erlebte ein abwechslungsreiches kulturelles Leben bei den Jungen Pionieren und dann bei der FDJ. Auf Seite 303 berichtet der Autor, wie er angehalten wurde, vom Proleten zum Intelligenzler aufzusteigen. Der Direktor der Dorfschule klopfte bei seiner Mutter an und beschwor sie, der Karl-Heinz möge das Gymnasium besuchen, denn er sei der beste Schüler. Begründung: Das Bildungsprivileg der Bourgeoisie müsse gebrochen werden. Die Mutter wehrte ab, nein, er wird Tischler, wie sein in Russland gefallener Vater. Der Direktor wiederholte seine Überzeugungsgänge und hatte endlich Erfolg, als er Karl-Heinz ein Stipendium zusicherte. Zu seinem erfolgreichen Abitur, findet der Autor auf Seite 323 folgende Worte: „Bis heute bin ich dem kleinen – nun in den Geschichtsbüchern lediglich mit einer hämischen Fußnote erwähnten Ländchen DDR – dankbar, dass es mir eine fundierte Bildung und einen glanzvollen Start ins Leben ermöglichte.“

Bevor er sich dazu entschied, Offizier der NVA zu werden, hatte der junge Karl-Heinz auch mit Provokationen des Westens zu tun. Der Autor bezeichnet es als das Ende seiner behüteten Kindheit, als der 17. Juni 1953 ihn vom Träumer zum Handelnden gemacht hat. Nur ein herbeigerufener sowjetischer Panzer hatte es verhindert, das sein Ersatzvater Franz unter dem Druck des entfesselten Mobs sein Ende am Galgen gefunden hätte. Es war im Mai 1954, da Karl-Heinz Otto in der Funktion als freiwilliger Volkspolizeihelfer die Aufgabe übernahm, leistungsstarke niederländische Herdbuchkühe der örtlichen LPG „vor Anschlägen des Klassenfeindes“ zu schützen. Doch am nächsten Morgen war die gesamte kostbare Herde tot. Vergiftet. Die Spur der Täter führte nach Westberlin „wo erwiesenermaßen ihre Auftraggeber residierten, die unter dem irreführenden Namen Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit angetreten waren, die junge DDR zu schädigen“. (S. 358) Damit nicht genug. Als Teilnehmer der III. Weltfestspiele der Jugend und Studenten 1951 wollte er in Westberlin einen Film ansehen und erlebte, wie „ein paar tausend Westberliner Stummpolizisten mit Schlagstöcken, unterstützt von Wasserwerfern, auf ein paar tausend FDJler einprügelten“. (S. 299) „Damals begriff mein naiver Kinderverstand noch nicht, was sich hinter dem Schlagwort Klassenkampf verbarg. Die hassverzerrten Gesichter dieser Menschen, die wie vom Wahnsinn befallen übereinander herfielen und sich blutige Wunden schlugen, gruben sich allerdings unlöschbar in mein Gedächtnis ein.“

Diese und andere Erfahrungen und Erkenntnisse, auch aus dem intensiven politischen Studium als Gymnasiast, bewirkten, dass die Werbeoffiziere der NVA nicht viel Kraft aufwenden mussten, „den männlichen Teil unserer beiden Abiturklassen zu einem dreijährigen Offiziersstudium zu überreden“. Der Autor fährt mit der verbitterten Aussage fort: „Dass Adenauer und Strauß mit ihrem Drohgebaren (´Ausradieren muss man diese Zonenbolschewisten, ausradieren!´ und ´Lieber tot als rot!´) meinen Lebensplan und die Pläne unzähliger Männer meiner Generation vereitelten, gehört zur tiefgreifenden Tragik auch meines Lebens.“ (S. 364/365)

Diese Haltung zu diesem „beschissnen Kriech“ begleitete den Autor Karl-Heinz Otto ein Leben lang. Als Kind voller Angst im Trubel des II. Weltkrieges, in der Nachkriegsperiode und während des Aufbaus eines friedlichen Lebens in der DDR. Nach dem Niedergang des Sozialismus könne man nur hoffen, so der Autor auf Seite 367, „dass die nächsten Träumer die richtigen Segel setzen und unserem einmaligen wundervollen blauen Planeten Erde mit all seinen vielfältigen Kreaturen und allen Menschen ein Leben in Frieden und harmonischem Miteinander sichern.“






Karl-Heinz Otto: „Meine Kindheit im Osterland“. Edition Märkische Reisebilder. 367 Seiten. Korrektur: Regine Miks, Vertrieb FON: 0331 270 17 87 / Mail: dr. carlotto@t-online.de, Verlagsprogramm: www.carlotto.de, ISBN 978-3-934232-97-6

Bisher veröffentlichte Bücher des Autors Dr. Karl-Heinz Otto / Pseudonym: CarlOtto:

  1. Probezeit, Roman, 1985, 1987
  2. Die Riesenkuh Agathe, Kunstmärchen, 1995
  3. Silberfäden, Erzählungen, 1995
  4. Reisen und Speisen in Brandenburg, Reiseführer, 1996
  5. Klöster, Schlösser und Burgen in Brandenburg, Reiseführer, 1998
  6. Kamerad Parkinson, Roman, 1999
  7. Historische Gasthäuser in Brandenburg, Reiseführer, 1999
  8. Brandenburg, Reiseführer, 2001
  9. Im Schatten der Flämingburg, Kriminalroman, 2003 (unter Pseudonym CarlOtto)
  10. Der herbe Duft der Chrysantheme, Kriminalroman, 2007 (unter Pseudonym CarlOtto)
  11. Der Windmüller und der Flötenkönig von Sanssouci, Kunstmärchen, 2007
  12. Operation Taubenhaus, Kriminalroman, 2012 (unter Pseudonym CarlOtto)
  13. Märkische Reisebilder, eine Edition kulturhistorischer Reiseführer zur Berliner und brandenburgisch-preußischen Geschichte (40 Titel)
  14. IKARUS – Mein wunderbares richtiges Leben im doch so miesen falschen – Lebensschnipsel eines militanten Pazifisten aus drei Ismen, Autobiografie, 2016
  15. Eine Irrenhausromanze und andere unglaubliche wahre irre Geschichten, Roman, 2016
  16. Landschulheim Windischleuba – Eine Legende, Anthologie, 2017
  17. Meine Kindheit im Osterland … , Autobiografie, 2017


Kommentare zu „Meine Kindheit...“ und „Gefragter Visionär“
(Notiert von Lotti, Mitautorin von „EISZEIT-BLÜTEN“)

Zum Buch „Meine Kindheit“
von Karl-Heinz Otto

Vor uns entwickelt sich die Kindheit und Jugend eines Menschen, der aus der Arbeiterklasse/Kleinbürgertum stammt. Es werden die Verhältnisse beschrieben, die die Generation der in den dreißiger Jahren Geborenen erlebten, erleben mussten. Der Verfasser erzählt die Ereignisse in seinem Leben, die ihn zur Ablehnung des Krieges und der Diener des kriegsführenden Systems brachten. Diese Erkenntnisse dienten ihm zu Anfangs vorsichtigen, bald immer intensiver werdenden Blicken auf das Neue: Sozialistischer Staat. Und das packte ihn. Es brachte ihm, dem Kind kleiner Leute, eine gründliche und niveauvolle Ausbildung, derer eingedenk er sich sehr weit entwickeln konnte. Diese Ausbildung war in ein breites Angebotsspektrum von kulturellem Leben, Sport und Menschlichkeit - keine "Ausländerfeindlichkeit", keine Vertiefung sozialer Gegensätze - eingebettet. Hier zeigt er genau die Maximen, die für alle Menschen, besonders eben Heranwachsende, galten.

Das Berührende an dem Buch sind die dargestellten Erfahrungen mit dem neuen Staat, die wir heute noch erinnerungsfreudig "ja, so war es" und "es war eine gute Zeit" unserer Nachkommenschaft weitergeben. Mit leichtem Humor/Ironie wird dem Leser sein Erleben verständlich gemacht. Ganz besonders jungen Lesern kann es Antwort auf die Fragen "Oma/ Opa, wie war das?" geben. Das Buch erklärt, warum heute noch von großen Mengen der ehemaligen DDR-Bevölkerung rückwärts positiv gedacht wird, eben weil es keine Kriegseinsätze, keinen Fremdenhass, keine Zweiklassenmedizin, keine soziale Ober- und Unterschicht in großem Stil gegeben hat. Die Entstehung und weitere Entwicklung der menschlichen Werte im Staat DDR erzählt der Autor mit Freude an der Sache, verstecktem Lächeln und seiner klaren Position für dieses Leben. Das materiell Bescheidene, aber in geistigem und zu leistendem Bezug anspruchsvolle Leben, brachte den meisten Menschen eine Erwartung auf eine sichere Zukunft, die die Bundesbürger heutzutage nicht mehr finden können. Dies alles präsentiert er gekonnt mit kritischen Hinweisen auf Veränderungswürdiges.

Zum Buchtipp „Gefragter Visionär“

Zur Buchbesprechung, die ich heute froh noch vor Deiner Mail zu Marx im Blog fand: Mir gefällt sehr gut der Einstieg mit der 11.Feuerbachthese. Du weißt ja, wie sehr ich möchte, dass die Linke vom Interpretieren weg und zu Aktivitäten kommt (der Vergleich hinkt). Die 11. Feuerbachthese ist der fundamentale Ansatz in den gegenwärtigen gesellschaftlichen Situationen, richtige Wege zu zeigen, besser noch: zu gehen. Da stimme ich Dir voll zu. Sie ist ja eine der wichtigsten programmatischen Erklärungen und immer wieder als eine Basis der marxistischen Forderungen zu sehen, schließlich in einem Manifest aufgestellt. Das ist auch in meinem Anliegen Sarah Wagenknecht und Weiteres enthalten. Ganze Völkerscharen werden mit den verrücktesten Erscheinungsformen, Ansichten, beschäftigt und vernebelt. Das geht von der "bedeutsamen Frauenfrage", dem Einsatz von Botox zur Entwicklung der Frauenpersönlichkeit aus bis zu "epocheprägenden wichtigen Untersuchungen der Kapriolen Präsident Trumps in seinen oder anderen Betten".

Die Frage, welche Gefahr der rote Knopf an seinem Schreibtisch unter seiner Macht bringen kann, läuft am Rande. Oder, was Du auch sehr gut aus dem Buch herausbringst, ist die Darstellung der latenten, schnell gefährlich umschlagenden Kriegsgefahr. Diese Gefahr ist vielleicht noch gar nicht so im Volk angekommen, und es ist lachhaft, mit welchen Mitteln die drohend anstehenden Kosten am Volk vorbeigemogelt werden. Da kam in allen Medien, die wir ernst nehmen müssen, großes Geschwafel über die „ärmliche" Ausrüstung der Bundeswehr. Es ist doch mehr wie anrüchig und nicht zufällig, wenn nach den massiven Wehretatsforderungen, deren Erhöhung durch Deutschland, von Amerika und den anderen Natostaaten verlangt wurden, der Wehrbeauftragte vorgeschickt wird, die schlechte technische Ausrüstung der Bundeswehr zu beklagen und dass die Soldaten keine oder runtergewirtschaftete Stiefel haben. Das sieht das Volk bis zum letzten Mütterchen ein, dass für die Bundeswehr/die armen Soldaten, viel Geld locker gemacht werden muss. Was für dieses Geld dann gekauft wird, ob damit die Aufrüstung intensiviert wird, erfahren wir höchstens beim nächsten Skandal. Wäre die Bundeswehr eine Armee für allenfalls Verteidigung, dann müssten die Soldaten nicht "Neue Stiefel" bekommen, und einige Kriegsgeräte wären auch noch einsatzfähig. Wer´s glaubt, mag selig werden. Es gibt aber auch Leute, die ihre Hosen nicht mit der Beißzange anziehen. So aktuell ist das Buch. Die beendende Überlegung, viel intensiver hinter die Erscheinung zu sehen, um Wahrheiten zu erkennen, gesellschaftliche Prozesse auch vom Fußvolk der Demokratie begreifbar zu machen, ist ein Mittel, auch die elfte Feuerbachthese durchzusetzen. Eine gelungene Rezension und so wichtig.

Harry, in die Tiefe wird heutzutage in gesellschaftlichen, sozialen und politischen Fragen nicht gegangen, weil nicht rauskommen darf, was nicht rauskommen soll. Wo kämen wir denn da hin, wenn die große Masse begreifen würde, welcher inakzeptabler menschlicher Kräfte sie Spielball ist! Nach der Wende habe ich zwar meine rote Haut erkennen lassen, aber mich bemüht, weder zu jammern noch zu keifen. Sondern ich habe immer das Menschenbild, das ich von der sozialistischen Gesellschaft mitbekommen habe, durch mein Auftreten unters Volk gebracht. Für mich waren immer die größten persönlichen Triumphe, wenn es hieß: „Woher wissen Sie denn das alles? Wenn mir jemand den Sozialismus so erklärt hätte, wie Sie, hätte ich mir ein ganz anderes Bild vom Osten gemacht.“ Oder mein Physiotherapeut, mit dem ich während der Lympfdrainage große Politik mache, wurde nachdenklich und meinte: Ihre Schule hatte schon ein bisschen mehr Niveau. Kürzlich hatte ich ein niedliches Kärtchen im Briefkasten, mit dem sich ein Ehepaar bedankte, weil ich die Hausleute aufgescheucht habe, unserer grauen Eminenz, die jetzt mit 97 in eine Seniorenresidenz ging, über Fleurop zum Einzug ein Blumentöpfchen zu schicken. An ihren Taten sollt ihr sie erkennen! Natürlich sind es kleine Schisschen, aber stell Dir mal den Haufen von zehn Millionen kleiner Schisschen vor, was das für ein DDR-Bild geworden wäre!