Donnerstag, 15. Februar 2018

Mitautor ALEX zu "EISZEIT-BLÜTEN"

Mitautor ALEX von „EISZEIT-BLÜTEN“ zu Judith´s „Schlaflosigkeit“

Lieber Harry, auch mich bewegen die gleichen Gedanken und verursachen Schlaflosigkeit wie bei Judith. Und ich glaube, es geht vielen Menschen so. Die Stimmen, etwas tun zu müssen, werden aber nur langsam mehr, vielfältiger und lauter. Das genügt nicht.

Zu Deinen und Judith´s Gedanken kommen bei mir die Fragen nach den Zielen des unsinnigen Mordens in den rund um uns herum tobenden und zunehmend eskalierenden kriegerischen Auseinandersetzungen sowie die immer stärker werdende Bedrohung Russlands durch die Nato hinzu. Und da Du und ich, und immer weniger Zeitzeugen vergangener Kriege, insbesondere die, die den letzten Weltkrieg noch erlebten und berichten können wie es war, verbleiben, dürfen wir nicht schweigen.

Ich füge Judith´s Gedanken den Gedanken nach der Unsinnigkeit des Krieges in Afghanistan hinzu. Was soll dieses Bekenntnis der Kanzlerin, der Verteidigungsministerin und der deutschen Außen- und Militärpolitik, wie man bei U.Gellermann in „Groko-Imperialismus“ zitiert lesen konnte: "Wir sind überzeugt, dass Afghanistan weiter unterstützt werden muß .... " und "in Afghanistan wollen wir (es) unverändert fortsetzen".

Afghanistan-Kontingend aufstocken? Wozu ? Wofür ?
Wie lange? Krieg gegen den Terror? Entmachtung der Taliban?

Ich empfehle Folgendes zu bedenken und einmal nachzulesen, was Theodor Fontane in seinem Gedicht "Das Trauerspiel von Afghanistan"
am Schluß sagte :

"Die hören sollen, sie hören nicht mehr,/
Vernichtet ist das ganze Heer,/
Mit dreizehntausend der Zug begann,/
Einer kam heim aus Afghanistan."

Das war das Ergebnis der Afghanischen Kriege:

Von 1979 bis 1989 waren sowjetische Truppen in Afghanistan.

15 000 tote Sowjetsoldaten waren das Ergebnis nach 10 Jahren.
Ich hatte in Jalta die Gelegenheit, mich mit einem im Ergebnis des Afghanistaneinsatzes fußamputierten Soldaten zu unterhalten und seine ungeschminkte Meinung zu diesem Krieg zu hören... Bedenke: Der junge Mann sagte mir, dass es dort nichts zu gewinnen gibt. Er stimmte mich sehr nachdenklich.

Den Aghanistan - Spezialisten Jürgen Todenhöfer zu den Kriegen in diesen Kriegsgebieten zu lesen kann auch nichts schaden . Seine umfangreichen und belegten Kenntnisse dazu kann man zur Genüge nachlesen und sollte das auch tun.


Interessant und entlarvend bilanzierend ist sein "Krieg als Terrorzucht Programm": Seine Meinung und Fazit hierzu: Die NATO hat keines ihrer Kriegsziele erreicht! ALEX