Mittwoch, 7. Februar 2018

Hochmut!!!

Übersandt von Dr. Rolf Funda, Erinnerungsbibliothek

Die Stalingrad-Abrechnung
Kein Mitgefühl, sondern kaum verhüllter Hochmut und Belehrungen bestimmten die „Tagesschau“-Berichte zum 75. Jahrestag des Sieges über die Hitler-Wehrmacht in Stalingrad.
von Ulrich Heyden, 05. Februar 2018
Die wichtigste Erkenntnis der „Tagesschau“-Redaktion zum 75. Jahrestag des Sieges von Stalingrad ist: Deutschland hat seine NS-Geschichte hervorragend aufgearbeitet. Putin aber will nicht über Stalins Verbrechen reden und hält stattdessen „pompös-martialische“ Gedenkveranstaltungen ab, um seine Macht zu stärken. „Tagesschau“ und „Tagesthemen“ berichteten von den Feiern in Wolgograd voller Kälte, ohne Emotion und mit kaum kaschiertem Hochmut.Zum ganzen Artikel: https://www.rubikon.news/artikel/die-stalingrad-abrechnung
Auszug:
(…)
Stefan Liebich und Heike Hänsel haben es nach Wolgograd geschafft. Sehr gut! Ich habe mich gefreut. Gut auch, dass RT deutsch über den Besuch der Linke-Abgeordneten und die Militärparade in Wolgograd eine Reportage gemacht hat. Reportagen dieser Art wurden vor zehn Jahren noch in der Tagesschau gesendet. Nun ist es der russische Staatssender RT, der dafür sorgt, dass die fehlende Meinungspluralität in Deutschland nicht völlig verloren geht. Vielen Dank dafür!
Doch warum trug der Linke-Abgeordnete Liebich im RT-Interview nur eine abgeschwächte Kritik an der Bundesregierung vor? Die Bundesregierung hatte in einer Antwort auf eine Anfrage von Linken-Abgeordneten, erklärt, man könne nicht von einem verbrecherischen Krieg sprechen. Jeder Vorfall müsse einzeln geprüft werden.
Der Linke-Abgeordnete Liebich drückte seine Hoffnung aus, dass die Bundesregierung eigentlich nicht hinter dieser skandalösen Antwort steht. Die Antwort auf die Linken-Anfrage sei möglicherweise im Trubel der Regierungsneubildung entstanden.

Nach Meinung des Autors gibt es keinen einzigen stichhaltigen Grund anzunehmen, diese Antworten seien in der Zeit der Regierungsneubildung politisch weniger ernst zu nehmen.
(…)