Donnerstag, 21. Februar 2013

Weichspüler am Werk


Zum Film „Nacht über Berlin“ und zur Diskussion

 

Es war nicht anders zu erwarten: Sowohl im Film als auch in der Dokumentation sowie in der Diskussion: Kaum ein Wort zu den Geldgebern Hitlers, zur eigentlichen Schuld des Kapitals und seiner Verbrechen, den eigentlichen Verursachern von Krieg und Nachkriegswirren. Sahra Wagenknecht war in der Diskussionsrunde die einzige, die Klartext sprach und die Ursachen auch aktueller Krisen und Mißstände auf den Punkt brachte. Ihr gegenüber: Die Herren, die sich schützend vor das Kapital stellen und jegliche Widersprüche dieser BRD-Gesellschaft lediglich als Fehler abtun und somit keine Veränderung der Verhältnisse wünschen, sondern diese im Gegenteil sogar mit wortreichem Gelabber weichspülen. Wenn Herr Gabriel (SPD) von seinem Nazi-Vater spricht und bedauernd meint, der habe jegliche Kritik am Faschismus als „nicht wahr“ zurückgewiesen, dann tun das die heutigen Machthaber gegenüber der kritischen Linke nicht anders. Sie igeln sich ein in ihrer Deckelung der kapitalistischen Unverhältnisse und defamieren jeden gedanklichen Vorstoß zur Veränderung. Aber das war ja mit der SPD schon immer so: Sie geht mit dem Kapital und hofft illusionär auf mehr Menschenwürdiges allein durch Reformen. So dienen Film, Dokumentation und Diskussion wieder einmal dem Zementieren alter und zunehmend neuer und gefährlicher Großmachtansprüche des BRD-Imperialismus. Wie lautete das Motto dieser Politklatschrunde: Ist unsere heutige Demokratie gefährdet? Die Süssmuth: Ich weiß es nicht. Tiefer blicken ist sicherlich nicht ihr Hauptfach gewesen.

Übrigens: Die Filmemacher sollten sich auf einen nächsten Film vorbereiten: „Nacht – nicht nur über Berlin.“
Harry Popow

Nachtrag am 22.o2.2013: Einen weiteren Weichspüler kann man ab heute - was aber nicht neu ist - hinzurechnen. Einen Gläubiger, der nichts sehnlicher wünscht, als ein friedvolles Europa. Gut so. Aber die Realität verkennend beschwört er die Vernunft. Solche Ignoranten streuen Sand in die Augen. War da der zurückgetretene Papst in seiner Neujahrsansprache schon einmal weiter? Ja, mit dem einzigen Wort "Profitmaximierung!" Doch das hat der Herr Bundespräsident wohl nie gehört? Er gauckelt etwas vor, und das dumme Volk solls glauben. Woran?