Dienstag, 7. Mai 2024

Russland: Manöver der taktischen Atomstreitkräfte - LZ

 Entnommen: https://linkezeitung.de/2024/05/07/kriegsgefahr-russland-fuehrt-unangekuendigtes-manoever-der-taktischen-atomstreitkraefte-durch/

Kriegsgefahr: Russland führt unangekündigtes Manöver der taktischen Atomstreitkräfte durch

VERÖFFENTLICHT VON LZ ⋅ 7. MAI 2024 ⋅ HINTERLASSE EINEN KOMMENTAR


von Thomas Röper – https://anti-spiegel.ru

Wegen der inzwischen vollkommen außer Kontrolle geratenen kriegerischen Erklärungen westlicher Politiker hat Russland als Warnung eine Übung seiner taktischen Atomstreitkräfte angekündigt. Die westlichen Medien verschweigen ihren Lesern die Hintergründe und Gefahren.

Ich habe erst gestern in meinem Artikel „Kriegseintritt – Wie Öffentlichkeit und Militär im Westen auf einen baldigen Kriegseintritt vorbereitet werden“ ausführlich erklärt, wie die westlichen Politiker mit immer aggressiverer Rhetorik, der Lieferung von immer weitreichenderen Waffen und sogar der inzwischen wohl beschlossenen Entsendung europäischer Truppen in die Ukraine ungebremst auf einen Krieg mit Russland zusteuern.

Heute hat Russland als Reaktion auf diese Dinge ein Manöver seiner Atomstreitkräfte nahe der Grenze zur Ukraine angeordnet. Das russische Außenministerium hat dazu eine unmissverständliche Erklärung veröffentlicht, die mit folgenden Worten endete:

„Wir hoffen, dass diese Übung die „Hitzköpfe“ in den westlichen Hauptstädten abkühlt, ihnen die möglichen katastrophalen Folgen der von ihnen verursachten strategischen Risiken vor Augen führt und sie davon abhält, das Kiewer Regime bei seinen terroristischen Aktionen zu unterstützen und sich auf eine direkte bewaffnete Konfrontation mit Russland einzulassen.“

Ich muss es wiederholen: Ich verstehe die Schreiberlinge in den westlichen Redaktionsstuben nicht. Sollen sie anti-russisch sein, wenn sie wollen, aber wollen sie dafür sterben? Wir bewegen uns mit großen Schritten auf einen Krieg europäischer Länder (oder sogar der NATO) gegen Russland zu und da die Atomächte Frankreich und Großbritannien in der Reihe der Scharfmacher in der ersten Reihe stehen, dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis die erste Atombombe gezündet wird.

Sind die Schreiberlinge der westlichen Medien von der eigenen Propaganda wirklich so verblendet, dass sie nicht verstehen, was sie tun, wenn sie dabei die anti-russische Stimmung weiter anheizen und vor allem, wenn sie ihren Lesern konsequent die russische Sicht der Dinge verschweigen? Sind sie wirklich bereit, dafür zu sterben, wenn es zu einem großen Krieg kommt?

Nochmal zur Erinnerung, worum es in der Ukraine im Kern geht: Russland sieht einen NATO-Beitritt der Ukraine als Gefahr für seine Sicherheit an und ist militärisch aktiv geworden, als der Westen den NATO-Beitritt der Ukraine Ende 2021 und Anfang 2022 forciert hat. Es geht also im Kern nur um die Frage, ob die Ukraine NATO-Mitglied wird oder nicht. Ist das die hunderttausenden Toten wert, die der Krieg inzwischen gefordert hat? Und vor allem: Ist der NATO-Beitritt der Ukraine einen großen Krieg in Europa oder gar einen Dritten Weltkrieg wert?

Der Spiegel beispielsweise hat über das Manöver der russischen Atomstreitkräfte in einem Artikel mit der Überschrift „Truppen im südlichen Militärbezirk – Putin kündigt Übung seiner taktischen Nuklearstreitkräfte nahe der Ukraine an“ berichtet, dessen Einleitung wie folgt lautete:

„Als Reaktion auf »provokative Äußerungen und Drohungen gegen Russland« aus dem Westen: Am Tag vor seiner Wiedereinführung als Präsident hat Wladimir Putin ein Manöver der russischen Atomstreitkräfte angeordnet.“

Mehr erfährt der Spiegel-Leser nicht über die Gründe, die Russland angibt und die beispielsweise vom russischen Außenministerium in der oben erwähnten langen Erklärung ausführlich dargelegt wurden. Der Spiegel hält seine Leser bewusst dumm und spekuliert in seinem Artikel stattdessen über einen möglichen Zusammenhang des Manövers mit der am Dienstag anstehenden Amtseinführung von Präsident Putin oder mit den zwei Tage später anstehenden Feierlichkeiten zum Tag des Sieges über die Nazis.

Der Gipfel der Desinformation ist es jedoch, dass der Spiegel die Fakten einfach umdreht und schreibt:

„Westliche Länder sind zunehmend besorgt wegen der Rhetorik des Kreml während der Offensive in der Ukraine. Staatschef Putin beruft sich häufig auf die russische Nukleardoktrin.“

Ich übersetze hier täglich Meldungen und Artikel russischer Medien und auch Interviews oder Reden führender russischer Politiker. Wo bitte schön gab es da (außer bei Medwedew, der sich in seiner Rolle als Provokateur sehr wohl zu fühlen scheint) eine aggressive Rhetorik des Kreml, also von Putin oder seinen Sprecher, die dem Westen Sorgen machen könnten? Die gab es schlicht nicht, auch nicht von Außenminister Lawrow oder Verteidigungsminister Schoigu und so weiter, aber von westlichen Politikern gibt es davon inzwischen täglich so viele, dass ich gar nicht über alle berichten kann.

Der Spiegel-Artikel endet mit folgendem Absatz:

„Die nun angekündigte Übung begründete Moskau mit vermeintlich »provokanten Äußerungen und Drohungen einzelner westlicher Beamter gegen die Russische Föderation«. Seit Kriegsbeginn versuchen russische Vertreter immer wieder, im Westen Angst vor einem Atomkrieg zu schüren und so die internationale Unterstützung für die Ukraine zu schwächen.“

Wenn die Spiegel-Heinis ernst meinen, was sie schreiben, dann haben sie nicht verstanden, was vor sich geht. Die Gefahr eines Atomkrieges ist heute aufgrund der Tatsache, dass die NATO bis an Russlands Grenzen vorgerückt ist, und dort Raketen und zehntausende Soldaten stationiert hat, sehr real, aber da der Spiegel seinen Lesern die wichtigsten Informationen verschweigt, laufen sie alle blind in Richtung Abgrund…

https://anti-spiegel.ru/2024/russland-fuehrt-unangekuendigtes-manoever-der-taktischen-atomstreitkraefte-an/


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