Dienstag, 3. Juli 2018

Politisches Theater


Zum Polittheater

Kommentar von ALEX,

Mitautor des Buches "EISZEIT-BLÜTEN"


Hallo Harry, die Union und die ganze Sippschaft der politischen Gralshüter des Kapitalismus gerät zunehmend ins Taumeln. Die von ihnen über zwei Jahrhunderte kapitalistischer Ausbeutung, Diebstahl der Bodenschätze in den ehemals kolonial unterjochten Ländern und Beraubung deren Lebensgrundlagen zum Wohle der modernen Industriestaaten und dem dort herrschenden Industrie- und Bankkapital, sie haben die Flüchtlingsströme zu verantworten.

Die in den Ländern besonders durch die USA und ihre Vasallen durch Kriege und Vernichtung ihrer Lebensgrundlagen
Beraubten kommen nun zu uns. Sie kommen zu den Verursachern ihrer Not und ihres Elendes. Und die politischen Granden, die da zum Zweck der noch effektiveren Kapitalverwertung dieses EU genannte fiskalische und wirtschaftliche Konstrukt wegen der nicht zu bewältigenden Krise wanken sehen, fürchten um ihre Pfründe.

Wenn ich Dir letztlich von meiner " Bewunderung " für die darob mit anderen hoch gebildeten und intelligenten Politikern um sogenannte "Solidarität zur Bewältigung der Flüchtlingskrise" ringende Angie sehe, muss ich an den Rat meines alten Freundes und ehemaligen Vorgesetzten denken. Der sagte mal zu mir, ich solle mich nicht erregen, nicht ärgern, sondern nur wundern.
Nun bin ich verwundert darüber, wie diese kapitalistisch-politischen Herrschaften sich gegenseitig theaterspielend in die Haare kriegen und um ihre Machtbereiche raufen. Pfui Deibel !

Nun lese ich immer öfter als sogenannte Ultimo-Ratio, die Ursachen für all das Dilemma in den Herkunftsländern der Flüchtlinge „bekämpfen" zu müssen. Nee, das muss heißen "zu beseitigen". NUR GENAU DAS GEHT GAR NICHT; WEIL NICHT GEWOLLT.

Die Ursachen beseitigen müsste bedeuten, die kapitalistischen Machtverhältnisse zu beseitigen. Auch das geht zur Zeit nicht. Noch nicht! Also taumelt die Welt immer mehr geopolitischen Auseinandersetzungen entgegen. Und das bedeutet weitere Kriege. Dazwischen das Chaos hunderttausende fliehender, orientierungsloser und aufeinander einschlagender verzweifelter Menschen.

Das als hochgebildete Politiker in ihren politischen Krämpfen nicht zu sehen, ist tatsächlich bewundernswert. Es ist schon verbrecherisch.

Mir graut es. Was manche Leute so meinen, „dass Politik nicht so ihr Ding ist" betrifft glaube ich, sehr viele, die müde geworden sind und vorzeitig dieses Theaterspiel verlassen und von nichts mehr wissen wollen. Wohl oder übel erleben sie alle, wie SIE das Ding der Politik sind, unwissende Konsumenten, die das Schauspiel mit Migranten nicht durchschauen sollen. Leider.