Freitag, 22. September 2017

Lottis Kommentar

User Lotti aus München zur “Fassadendemokratie...“


Hallo, da hast du ja ein für die linke Seele ein gutes Buch besprochen. Ich wünschte, ich könnte es mit in viele linke Seelen, auch wenn sie nur zartrosa sind, befördern. Ich wünschte mir, ich arbeitete noch in meinem Beruf mit der Aufgabe, das Buch „Fassadendemokratie...“ unter die Leute zu bringen. Das würde ich begeistert tun, denn so wie Du es rezensierst, sind es notwendige Aussagen, die zum Begreifen und Nachdenken in die Köpfe derer müssen, für die es geschrieben ist, wie heißt es bei Dostojewski, für die "Die Erniedrigten und Beleidigten". Die Erniedrigung erkennen viele, aber wie sie durch die ganzen Zustände auch beleidigt werden, sehen sie nicht, können es gar nicht, bei der groß aufgemachten Verdummung, die in der heutigen Gesellschaft die Grundlage aller Gesellschafts -und Sittenleere ist. 

Wenn wir noch die uns gewohnte Parteistruktur hätten, müsste es Diskussionsgrundlage werden - zum Aufwecken und Aufwachen! Es könnte ein wichtiger Punkt in der Linkenentwicklung sein, wobei ich nicht weiß, ob die Verfasser auch für die Linken sind. Man prüft den Pudding indem man ihn isst, sagt Friedrich Engels. Der Prüfstand für dieses Buch und die Verfasser ist sicher nötig. Das Zitat von Granin ist der beste Aufhänger, den man für die genannte Abhandlung finden kann. Dass die Herrschenden, ob in der Chefetage der Banken und Konzerne, an Schaltstellen im Staatsapparat oder Immobilienhaie, Armee (besonders entlarvt durchs angewandte rechte Bewußtsein), die Führung des Gesundheitswesens, der Altersversorgung im Rentenwesen oder dem praktischen Umgang mit den Alten, dem Schulwesen, alles wird ja nach marktwirtschaftlichen Prinzipien (= Ausbeutungsnotwendigkeiten) geführt und wird durch die herausgearbeiteten Bezeichnungen - letztendlich Verschleierungen - dem Volk nahegebracht. 

Und ich hoffe nur ganz dringend, dass alle die den Zuständen widerstehenden Bestrebungen zur 11. Feuerbachthese führen. Das ist meine Antwort auf die Frage, "Was tun", wenn das Volk im Augenblick viel zu satt ist, satt manipuliert und satt auch ökonomisch (relativ), auf die Barrikaden mit durchgehendem Erfolg geht es jetzt nicht, aber den Boden vorbereiten kann man, muss man. Wenn ich von Nichtlinken in meinem Bekanntenkreis gefragt werde, sage ich immer, wählt rot, die gewinnen nicht, aber die Schwarzen ärgern sich und sind ein kleines Teilchen, geliebtes Nanoteilchen, verunsichert und das ist ja auch schon etwas. Schließlich hat mit der Volksmanipulierung der gute Bismark angefangen und steht deshalb hoch im Kurs bei allen Kapitalisten.