Freitag, 10. Juli 2015

Mehr Lockerheit!

Ein User meinte zur Rezension „Kriege im 21. Jahrhundert“, ich solle doch etwas mehr Lockerheit in meinen Text einbringen. Darauf antwortete ich mit folgenden Zeilen:


Hallo … , natürlich hast Du recht, auch der Ton spielt die Musik. Aber streichle mal einem Kriminellen lediglich über den Kopf mit guten Worten, er möge seine Verwirrtheit überwinden! Ich bin kein Pfarrer. Da gibt es ganz feine. Einer sagte im privaten Gespräch, nach den Ursachen von Kriegen befragt, das sei Gottes Fügung. Gut, darauf kann man nicht mehr antworten, das ist dessen Meinung. Wenn aber eine ganze Machtbande drauf und dran ist, die Welt unter sich neu aufzuteilen und möglicherweise das gesamte Leben aufs Spiel zu setzen, dann hat auch der Protest mit „Lichterketten“ seine Grenzen. Kürzlich las ich von Friedrich Schorlemmer das  Buch „Die Gier. Wir zerstören, wonach wir uns sehnen“. Daraus folgende Zitate (Seite 98/99 und 147): „Es gibt Menschen mit einer Verfügungsgewalt über Geldmengen, die man weder durch Leistung verdienen kann noch zum Leben braucht. Dazu gehören auch die diskreten Gelddynastien, die über alle Krisen, Kriege, Währungsreformen und Staatsbankrotte hinweg ihre ´Schärflein´oft auf dubiosen und krummen Wegen stets ins Trockene zu bringen wussten. (…) Wenn es opportun war, finanzieren sie korrupte Systeme – sie tun es bis heute - , ohne Skrupel im Blick auf die sozialen und politischen Folgen. Sie bemächtigen sich der Politik zur Durchsetzung ihrer Interessen.“ Weiter lesen wir: “Die Arroganz des Ökonomischen hat längst keine Scheu mehr vor der eigenen Hässlichkeit, der Kapitalismus begibt sich nicht mal mehr an den Schminktisch, er betritt unverstellt die Märkte. Er raubt und gräbt unverschämt offen. Das Erdöl, das schwarze Gold...“