Samstag, 7. April 2012

Ich schäme mich für Deutschland

Da wird einem schwarz vor Augen. Ein großer deutscher Dichter schreit es in einem soeben veröffentlichten Gedicht heraus: Kein Krieg. Nicht gegen den Iran, nirgendwo. Und schon versammeln sich sämtliche Spuckteufel, um diesem erfahrenen Mann des Antisemitismus zu bezichtigen. Kein Wunder, gehört Israel doch zu den militärischen Hauptstützen der USA. Und Deutschland biedert sich dem an. Da kann man sich nur schämen. Geht es doch ausschließlich um Macht und Einfluß. Ist der Dichter ein Andersdenkender? Aber gewiß doch. Sind die kleinkarrierten Hetzredner Andersdenkende? Das darf man bestreiten. Wer Kriegsgewinnlern, Kriegsvorbereitern und Kriegsunterstützern das Wort redet, ist ein Kriegsverbrecher und gehört vor das Haager Kriegstribunal. Und die Medien? Evelyn Hecht-Galinski dazu in ihrem Buch „Das elfte Gebot: Israel darf alles“: „Ich bemerke auch immer mehr, daß diese schleichende Politik der Verdummung in Deutschland ihre Wirkung zeigt. Die Bevölkerung weiß immer weniger über die wirklichen Zusammenhänge dieser politischen Intrigen Bescheid.“ (S.129) Dem ist wohl zuzustimmen. Mein Herz als bald 76jähriger gehört Günter Grass - seinen Gegnern gehört mein Haß.

Harry Popow, Schöneiche bei Berlin
(an jw am 7.4.2012 gesendet)